Elsässer Grundschüler zu Besuch in der Grundschule Fraunberg.

23. Mai 2011

Von Donnerstag 19. Mai bis Sonntag 22. Mai 2011 waren Schüler aus dem Elsass in der Volksschule Fraunberg zu Gast. Es handelte sich bei ihnen um die vierte Grundschulklasse der Ecole primaire „Saint-Jean-Ohleyer“ aus Wissembourg (Weißenburg) im Nordelsass.
Die Idee für diese internationale Schülerbegegnung kam von Klassenlehrer Jean-Philippe Ziegler, der auch die Leitung während der Fahrt übernahm und auf diese Weise seiner zweisprachig unterrichteten Klasse (deutsch und französisch) bayerisches Schulwesen in Realität nahebringen wollte. Über Dr. Michael Stumpf vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern und dessen hervorragenden Beziehungen ins Elsass und auch zu unserer Gemeinde, kam der Kontakt mit der Fraunberger Schule zustande. Das örtliche Besuchsprogramm und die Unterbringung der Schüler in Gastfamilien wurden von der Koordinationsbeauftragten des Gemeindeentwicklungsvereins Anni Gfirtner zusammen mit der Fraunberger Schulleitung organisiert. 
Das sich über vier Tage erstreckende Programm begann am Donnerstag mit der Begrüßung in Maria Thalheim und einem anschließenden Kennenlernen der beiden vierten Klassen bei Spielen und gemeinsamen Grillen. Am Freitag wurden die Gastschüler auf die zwei Schulstandorte in Reichenkirchen und Maria Thalheim aufgeteilt um den Gästen die Möglichkeit zu bieten, am regulären Unterricht teilzunehmen. Nach Schulschluss und einem gemeinsamen Mittagessen für alle Schüler im Gasthaus Stulberger in Maria Thalheim, wurde der Freitag mit einer Airport-Tour zum Münchner Flughafen abgeschlossen. Die Besichtigung des Königsschlosses Neuschwanstein stand am Samstag auf dem Programm, ehe man sich Sonntagmorgen schon wieder auf die Rückreise machte. Vor der Abfahrt am Thalheimer Parkplatz, überraschten die französischen Schüler Bürgermeister Wiesmaier und die anwesenden Gasteltern mit einem traditionellen Elsässischen Lied, „DE HANS IM SCHNOOKELOCH“ und zeigten uneingeschränkte Begeisterung ob der erlebnisreichen Tage in der Gemeinde Fraunberg. Nach einem kurzen Abstecher in München kehrten unsere kleinen Gäste wohlbehalten in ihre Heimat zurück. Allen Beteiligten, die beim Zustandekommen dieses völkerverbindenden Ereignisses mitgewirkt haben, sei großer Dank ausgesprochen.
Eine Begegnung jugendlicher aus verschiedenen Sprachkreisen ist für alle eine wertvolle Erfahrung und kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Bleibt noch zu wünschen, dass unseren jungen Nachbarn aus Frankreich, neben der deutschen Sprache und der schulischen Inhalte auch ein viel bayerische Gastlichkeit zu Teil wurde und sie all dieses als Multiplikator in ihre Heimat tragen. R.H.

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