- Bürgerkommune Fraunberg -

13. Januar 2012

Eine weitere Informationsfahrt des Fraunberger Gemeinderates in Punkto Rathausneubau und wertvolle Anregungen dazu, führte in die Marktgemeinde Isen. Hier wurde dieser Prozess, bereits vor vier Jahren erfolgreich abgeschlossen und so war es Bürgermeister Siegfried Fischer und Geschäftsleiter Werner Christofori eine Freude, das Isener Schmuckstück zu präsentieren.
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Das neue Isener Rathaus

Eine der Herausforderungen war hier, das bestehende alte Rathaus zu integrieren und das Gesamtobjekt der Häuserzeile in der Münchner Straße anzupassen. „Der untere Bereich des Hauses ist vornehmlich der Verwaltung gewidmet“, betonte Bürgermeister Fischer, der die Vorteile leichter Erreichbarkeit publikumsintensiver Ämter, wie Einwohnermeldeamt, Standesamt, Kämmerei, Kasse und dergleichen, deutlich vor Augen führte. Der Innenausbau erfolgte sehr effektiv und auch in gewissem Maße flexibel in Trockenbauweise. Zum Einsatz kamen überwiegend durchgehende Wandschränke, die jedem Büro ein ausreichendes Reservoir an Aktenstauraum bieten. Im Gegensatz zur derzeitigen Situation im Fraunberger Rathaus, steht hier um die erforderliche Diskretion zu ermöglichen, fast jedem Verwaltungsbereich ein separater Raum zur Verfügung.
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Trauungszimmer

Der Sitzungssaal machte trotz seiner Größe durch angenehme Akustik auf sich aufmerksam. „Unser Sitzungssaal ist auch Veranstaltungssaal oder Bürgersaal“, erklärte Fischer und erläuterte an verschiedenen Beispielen, dass er auch schon als Musiksaal, Theater oder Kino genutzt wurde.  Eine Zuschauerempore, die etwa 30 Gästen ermöglicht, relativ unbemerkt und zu beliebigen Zeitpunkten die Sitzung zu besuchen und sie auch wieder zu verlassen, hat sich diesbezüglich als vorteilhaft herausgestellt. Bürgermeister Fischer meinte deshalb ein leicht gestiegenes Zuschaueraufkommen bei den Sitzungen zu erkennen. Die Nähe zum Publikum allerdings, wie sie bei den Sitzungen des Fraunberger Gemeinderates gepflegt wird, innerhalb der anwesende Bürger direkt in sie betreffende Tagesordnungspunkte eingebunden werden, ist so nur schwierig zu organisieren.
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Sitzungssaal

Viele weitere funktionelle Räumlichkeiten wie Heizung, Serverraum, Archiv, Besprechungsraum und dergleichen, wurden von den anwesenden Gemeinderäten kritisch betrachtet und schon gedanklich, zukünftigen Fraunberger Verhältnissen angepasst. Eine Tiefgarage auf zwei Ebenen, die sich aufgrund der dort herrschenden Topographie quasi ergeben haben, bietet mit 38 Stellplätzen ausreichend Platz für die Fahrzeuge der Bediensteten und der Rathausbesucher. Eine vergleichbare Situation bezüglich Parkplätze wird man aufgrund ausreichender Grundstücksfläche in Fraunberg nicht vorfinden und kann sich somit einer günstigeren Lösung zuwenden.
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Rathausvorplatz

Nach einer eineinhalbstündigen Führung verabschiedete Bürgermeister Fischer seine Gäste auf dem Rathausvorplatz mit dem Hinweis, „Ein Rathaus soll nicht nur für Rat und Verwaltung allein, sondern auch für die Gemeinde ein öffentliches Haus sein“. Bürgermeister Wiesmaier bedankte sich bei Bürgermeister Fischer und Geschäftsleiter Christofori für ihre engagierte Präsentation und versicherte Beiden, die eine oder andere Anregung in das Fraunberger Projekt einfließen zu lassen.

R.H.