-Bürgerkommune Fraunberg -

11 Juni 2012

Die unter dem Dach der Gemeindeentwicklung Fraunberg agierende Projektgruppe „Seniorenarbeit“, konnte bereits mit einer weiteren Veranstaltung ihre Vortragsreihe fortsetzen. Sie lud ins Pfarrheim Reichenkirchen, um mit Unterstützung von Barbara Gaab (Kreisgeschäftsführerin Caritas Erding) und Rosi Heilmeier (Pflegekraft der Caritas Sozialstation Erding) nützliche Informationen zum Thema „Gut daheim alt werden“ weiterzugeben.
Welchen wichtigen Stellenwert diese Thematik in unserer Gesellschaft einnimmt, belegt die Zahl der 38 informationssuchenden, die sich auf diese Weise beraten lassen wollten. Ziel der Veranstaltung war es, vor allem auf Angebote und Hilfen im Bereich des Landkreises Erding sowie deren dazugehörige Kostenträger hinzuweisen.
Projektgruppensprecher Heinrich Neumann begrüßte die beiden Referentinnen und freute sich über so viel Zuspruch. Er verkündete, dass sich mittlerweile schon 20 Personen aus allen Gemeindeteilen in der Projektgruppe engagieren. Neumann wies darauf hin, dass es im Gemeindebereich derzeit noch keine organisierte Nachbarschaftshilfe gibt, gerade diese könnte jedoch in vielen Fällen ausgezeichnete Hilfestellung geben. Die Organisation einer solchen sei im Focus der Projektgruppe, „dazu sind aber viele Engagierte Helfer nötig“, so Neumann.
Die beiden Referentinnen wollten in erster Linie Informationen zu Fragen geben, die bei Hilfsbedarf  am dringendsten sind. „Meistens“, so Gaab, „ist Pflege nicht geplant“, sondern wird nach einem unvorhergesehenen Ereignis, nach einem Sturz, nach einem Schlaganfall oder ähnlichem erforderlich. Bezogen auf den Landkreis Erding wurde deshalb dargestellt, welche Hilfen es gibt, wer sie anbietet und wer sie letztendlich auch zu bezahlen hat. Die Hilfsangebote erstrecken sich demnach über ein weites Themenfeld. Je nach Bedarf kann Hilfe zur Körperpflege, im Haushalt, beim Einkaufen, beim Essen, Wohnen, in Punkto Sicherheit (alleinlebende Personen), in Form von Betreuung und Kontakten aber auch für pflegende Angehörige gegeben werden. Möglichkeiten, Leistungen aus der Pflegeversicherung zu erhalten, sind vielfältig. Die Pflegesätze für „Häusliche Pflege“, Kurzzeitpflege“, „Verhinderungspflege durch einen Pflegedienst“ etc. sind nach Bedarf kombinierbar. In jedem Falle ist es hilfreich, sich bei Beratungs- und Anlaufstellen, Informationen zu all diesen Themen einzuholen. Hier bietet die KASA der Diakonie (Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit), die Gerontopsychiatrische Fachberatung der Caritas, die Seniorensprechstunde der Caritas in Isen, Taufkirchen und Dorfen (geplant) sowie das Landratsamt Erding mit dem Sachbereich „Senioren“ Unterstützung. Als weitere Informationsquelle zu diesem Thema, bietet sich die Seniorenmesse am 20. Oktober 2012 im Seniorenzentrum Erding an. Veranstalter ist das Katholische Bildungswerk in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Seniorenpastoral. Hier präsentieren sich einschlägige Organisationen und Vereinigungen,  die im Bereich Senioren tätig sind. Altenheime, Pflegeheime, Pflegedienste, Apotheken, Orthopäden, der Christophorus Hospizverein und auch alle sonstigen kirchlichen Hilfsdienste, werden hier anzutreffen sein.
Alte Menschen möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld belassen zu können, sollte ein vordringliches Ziel im Rahmen der Seniorenarbeit sein. Die Bürgerkommune Fraunberg unterstützt deshalb die Aktivitäten der Projektgruppe, die mittlerweile eine beachtliche Angebotspalette bereithält. Informationsmaterial zum Download gibt es auf der Homepage der Gemeinde Fraunberg unter www.fraunberg.de unter der Rubrik „Gemeindeentwicklung“ Unterrubrik „Älter werden in der Gemeinde Fraunberg“.

R.H.
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