-Bürgerkommune Fraunberg -

17 Juni 2012

Gemeinsam mit dem Dorffest der Germaniaschützen, feierte die Gemeinde Fraunberg und die Teilnehmergemeinschaft den Abschluss der Dorferneuerungsmaßnahmen in Grucking. Der Festakt wurde mit einem feierlichen Gottesdienst in der Filialkirche St. Vitus, zelebriert von Pfarrer Cezary Liwinski und Diakon Christian Pastötter sowie der musikalischen Gestaltung durch die Geigenmusik der Geschwister Haindl eröffnet. Im Anschluss an den Gottesdienst, zog man feierlich, begleitet durch die Musik der Blaskapelle Reichenkirchen, zum festlich geschmückten Dorfplatz.
Bürgermeister Hans Wiesmaier freute sich über die große Anzahl Gruckinger Bürger, die mit ihrer Teilnahme, zum wiederholten Mal ihre Verbundenheit mit ihrem Ort unter Beweis stellten. Besonders begrüßte er, den Erdinger Landrat Martin Bayerstorfer sowie Baudirektorin Monika Hirl vom Amt für Ländliche Entwicklung.
Unter das bekannte Motto des Werbespruches eines skandinavischen Möbelhauses, „Wohnst du nur oder lebst du schon!!“, war die Rede des Bürgermeisters gestellt. Er konnte auch gleich die Antwort dazu geben und selbstbewusst verkünden: „Ja, wir leben schon“. Am Beispiel Grucking stellte Wiesmaier den Zusammenhalt der Bürger heraus. Man habe sich dazu entschieden, „für etwas einzustehen und nicht gegen etwas“. Weiterhin betonte er: „Es sind die Menschen in den Vereinen, es ist Germania Grucking, es ist die Arbeit der Menschen vor Ort, für ihren Ort, nicht sagen, was getan werden muss, sondern es einfach zu tun, das zeichnet Grucking aus“. In Anspielung an die Auszeichnung von 2006 gratulierte er den Bürgern der Ortschaft zu diesem Erfolg und ergänzte: „Grucking ist ein ausgezeichnetes Dorf,  ein Dorf Vital“.
Baudirektorin Monika Hirl zeigte sich begeistert von der Systematik der Gemeindeentwicklung Fraunberg. „Die scheint in den Orten zu greifen, in denen ein positives Mitgestalten der Bürger spürbar ist“, so Hirl.
Auch Landrat Martin Bayerstorfer betonte, dass sich der Landkreis gerne in diesen „Mitmachprozess“ der Gemeinde Fraunberg eingeklinkt habe. Er zeigte sich darüber beeindruckt, wie es ohne weiteres gelang, abgestimmte Planungen unterschiedlicher Baulastträger (Gemeinde Fraunberg, Landkreis Erding, Amt für Ländliche Entwicklung) so problemlos zu ermöglichen.
Jeweils zwischen den Ansprachen waren Lieder Gruckinger Kinder zu hören. Mit dem „Kikeriki“, ließen sie sogar das krähen eines „Giggerl´s“ im Dorf wieder aufleben.
Anschließend folgte die feierliche Segnung des Dorfplatzes durch Pfarrer Cezary Liwinski.
Im Rahmen eines 10jährigen Dorfentwicklungsprozess, wurde in Grucking viel bewegt. Bei einer Gesamtinvestitionssumme von knapp 1,7 Millionen Euro, die sich auf die drei Hauptbereiche, Kreisstraße ED 20 (836.000 Euro), Kirch- / Dorfstraße (626.000 Euro) und Dorfplatz (231.000 Euro) aufteilen, wurde modernisiert, verbessert, saniert und auch verschönert. Der finanzielle Anteil der Gemeinde Fraunberg an allen drei Teilbereichen, schlug aufgrund großzügiger Zuschussregelungen mit 712.500 Euro zu Buche. Besonders sei hier auf die Unterstützung durch das Amt für Ländliche Entwicklung hingewiesen, dass sich als Wegbereiter und kompetenter fachlicher Begleiter über die gesamte Maßnahme hinweg, zur Verfügung stellte. Darüber hinaus wurden von dieser Stelle ca. 400.000 Euro an Zuschüssen, in erster Linie für Straßen und Dorfplatz  in die Finanzierung eingebracht. Der Landkreis Erding als Baulastträger für die Kreisstraße ED 20, investierte 603.000 Euro in die Ertüchtigung der Ortsdurchfahrt Grucking, die seither unter kräftiger Mitwirkung der Anlieger, wesentlich zum gelungenen Erscheinungsbild der Ortschaft beiträgt. Es ergibt sich somit eine äußerst positive Bilanz, die im Ergebnis einen Dorfplatz mit Buswartehäuschen und Spielgelegenheiten für Kinder, sichere Geh- und Radwege an der Kreisstraße, ansprechende Dorfstraßen, eine durchgängige Straßenbeleuchtung,  einen sicheren Aufgang zur Kirche sowie eine sanierte Oberflächenentwässerung vorzeigen kann.
Die Dorfentwicklung Grucking kann als gutes Beispiel eines funktionierenden Gemeindeentwicklungsprozesses angesehen werden. Das Leitbild der Gemeinde Fraunberg, „Heimat gestalten – Verantwortung übernehmen“, wurde hier in vorbildlicher Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat Fraunberg umgesetzt und zu einem guten Abschluss gebracht.
Das anschließende Mittagessen im Rahmen des traditionellen Dorffestes sowie die weitere Verpflegung der anwesenden Gäste mit Brotzeiten, Kaffee und Kuchen, wurde in bewährter Manier von den Gruckinger Germaniaschützen organisiert. Hier wurde erneut  „lebendige Dorfkultur“ bewiesen, die bereits im Jahre 2006 vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten mit dem Preis „Dorf vital" gewürdigt wurde. R.H.