- Bürgerkommune Fraunberg -

01.  Dezember 2012

Riding –  Zu einem Ortstermin trafen sich Vertreter der RWG, der Politischen Gemeinde Fraunberg sowie Ridinger Bürger und Vertreter der umliegenden Landwirte. Ziel war es, über den Stand der Planung zur Erweiterung des Geländes zum Neubau der Lagerhalle zu informieren. Der Umgriff des zu errichtenden Gebäudes wurde im Gelände gekennzeichnet und die Firsthöhe der Dachkonstruktion durch ein Lattengerüst  kenntlich gemacht.
Zunächst sollte von der Baumberger Straße aus, die Lage und der Umgriff des zu errichtenden Gebäudekörpers im Hinblick auf die dahinterliegende Kirche begutachtet werden. Die daraus entstehende Diskussion machte deutlich, dass es verschiedene Betrachtungsweisen gibt. Bürgermeister Wiesmaier verwies auf das kürzlich erfolgte Gespräch mit dem Denkmalamt, welches für den Fall einer mit der Baumaßnahme einhergehenden Ortsrandbildung das Vorhaben für „machbar“ hält. Entscheidend für eine Akzeptanz werden auch gewählte Dachform oder Gestaltung der Außenfassade sein. Von Seiten des Bauherrn wurde signalisiert, dass der Gebäudekörper im Gegensatz zum aktuellen Aufriss auch noch nach Westen verlagert werden könne. Der Rückbau des Tanklagers und des Siloturms wurden in Aussicht gestellt.

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Die emotionell geführte Diskussion wurde im Hof des Lagerhauses fortgesetzt und machte die unterschiedlichen Standpunkte zum Bauvorhaben deutlich. Ein Teil der Ridinger Bürgerschaft sieht nur in einer Verlagerung des gesamten RWG-Geländes in den Außenbereich eine Lösung. Dem gegenüber steht allerdings ein Investitionsvolumen von geschätzten 5 bis 6 Millionen €, welches für den Betreiber die Grenze der Wirtschaftlichkeit weit überschreiten würde.
RWG Geschäftsführer Franz Breiteneicher schilderte die derzeitige unbefriedigende Situation am Standort Riding, hinsichtlich der Abläufe während der Erntezeiten. Von etwa 240 LKW pro Jahr würde eine Ernteerfassungsmenge von ca. 6000 Tonnen über den Ridinger Standort bewegt. Aufgrund fehlender Lagerkapazitäten, müsste ein Teil des Ernteguts bei Bauern zwischengelagert werden, was für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgen würde.
„Wie geht’s weiter?“. Bürgermeister Wiesmaier versuchte einen für alle akzeptierbaren Weg aufzuzeigen, welche weiteren Schritte erfolgen sollen. Nach Übernahme der Auflagen des Denkmalschutzamtes und einer klaren Definition der entstehenden Emissionssituation, soll ein weiteres Gespräch in Form eines runden Tisches Information bringen. R.H.