-Bürgerkommune Fraunberg-

20. Februar 2013

Oberbierbach – Über einen guten Besuch der Jahreshauptversammlung 2013 des Gemeindeentwicklungsvereins (GEV) Fraunberg freuten sich Vorsitzender und Gemeinderat Hans Rasthofer sowie Bürgermeister Hans Wiesmaier. Sie stellten die Veranstaltung im Gasthaus Straßer in Oberbierbach unter das Motto „Architektur im Wandel der Zeit“.
Rasthofer brachte zunächst einen Rückblick bis ins Jahr 2007. Dabei wurden viele Aktionen in unserer Gemeinde offensichtlich, welche auf Initiative und maßgeblicher Beteiligung des GEV erfolgt sind. Als Beispiele seien hier nur einige, wie etwa der Dorfweiher in Reichenkirchen, die Errichtung des Panoramaweges in Fraunberg, die Durchführung der Bürgerbefragung, die Herausgabe des gemeindlichen Jahreskalenders oder die Initiierung der äußerst aktiven Seniorenarbeit angeführt. Mit der Fertigstellung der Parkplätze an der Lohkirchner Straße und der Schulsportanlage auf dem Gelände der SRG, der Durchführung von Schnuppertagen in einheimischen Betrieben und nicht zu vergessen, der Auszeichnung der Gemeinde Fraunberg mit dem Siegel „Bürgerkommune“, kann alleine das Jahr 2011 aufwarten.

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stellvertretende Vorsitzende Anni Gfirtner stellte als beachtenswertestes Ereignis des letzten Jahres, den Abschluss der Dorferneuerungsmaßnahmen in Grucking mit einer Gesamtinvestitionssumme von 1,7 Millionen Euro heraus. Als weitere wichtige Marken können die gelungene Auftaktveranstaltung zur Zukunftswerkstatt Fraunberg mit dem Ziel der Bürgerbeteiligung am Dorfentwicklungsprozess sowie der Weiterbau  am Reichenkirchener Projekt gesehen werden. Hier stehen die verbesserte fußläufige Anbindung des Sportgeländes, der Bau des Leichenhauses, die Erweiterung des Friedhofs und die Neugestaltung des Dorfplatzes aus.
Turnusgemäß standen in diesem Jahr wieder Neuwahlen der Vorstandschaft auf dem Plan. Bürgermeister Wiesmaier, der als Wahlleiter fungierte, bedankte sich zunächst beim Gremium für die geleistete Arbeit. Er bezeichnete den GEV als „wichtiges Gremium „um die Gemeinde in eine gute Zukunft zu führen“. „Fraunberg ist eine Mitmachgemeinde und der Verein eine geeignete Plattform um bürgerschaftliches  Engagement zu fördern“, so Wiesmaier. Einen besonderen Dank richtete der Bürgermeister an die ebenfalls anwesende Baudirektorin Monika Hirl vom Amt für Ländliche Entwicklung. Er gab zu bedenken, dass ohne fachliche und finanzielle Unterstützung durch das Institut, vieles nicht hätte umgesetzt werden können.
Bei den Neuwahlen ergaben sich nur geringfügige Änderungen an der Vereinsspitze, bei dem sich mittlerweile 75 Mitglieder eingetragen haben. Vorsitzender Hans Rasthofer und 1. stellvertretende Vorsitzende Anni Gfirtner wurden in Ihren Ämtern bestätigt. Als 2. stellvertretende Vorsitzende rückte Herdana von Fraunberg für Thomas Obermeier nach und als Beisitzer wurden Martin Haindl, Josef Liebl, Dr. Hansjörg Walther und Raphael Hackl für die nächsten fünf Jahre gewählt.

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vlnr. Beisitzer Dr. Hansjörg Walther, Beisitzer Raphael Hackl,  Beisitzer Martin Haindl, Bürgermeister Hans Wiesmaier, 2. stellvertretende Vorsitzende Herdana von Fraunberg, Vorsitzender Hans Rasthofer, 1. stellvertretende Vorsitzende Anni Gfirtner und Beisitzer Josef Liebl

Gemeindeplaner Jakob Oberpriller führte die Zuhörer mit seinem Referat auf einen „Streifzug durch die Architekturgeschichte“.  Er zeigte an verschiedenen Beispielen auf, wie wichtig Einbindung von Architektur in das bestehende Umfeld ist. „Architektur ist Gestaltung des Lebensumfeldes, sie beginnt beim Städtebau und endet an der Türklinke“, so der Planer. Er gab zu bedenken, dass seit jeher Städte nicht zufällig entstanden sind, sondern überplant wurden. Dies gilt ebenfalls für die Entstehung der historischen Hauslandschaften Bayerns. Ob es sich dabei um den Oberbayerischen Einfirsthof, das mittelfränkische Frackdachhaus oder das Jurahaus des Altmühltals handelt, überall steckt System dahinter. Heutzutage sei es geradezu eine Herausforderung, eine Verbindung zwischen moderner Technik und bewährten historischen Erkenntnissen zu finden.
Der alte und neue Vorsitzende Hans Rasthofer beendete die Versammlung mit einem besonderen Dank an Anni Gfirtner. Er stellte dabei deren unermüdlichen Einsatz als Koordinierungsstelle als unverzichtbar heraus. R.H.