- Bürgerkommune Fraunberg -

26.  April 2013

Maria Thalheim / Bierbach – Bereits seit 300 Jahren werden die Wälder Deutschlands unter dem Gesichtspunkt bewirtschaftet, nicht mehr Holz zu ernten als wieder nachwächst. Dieses Prinzip der forstlichen Nachhaltigkeit hat sich bewährt und wird im Jahr 2013 besonders hervorgehoben. Die Waldbesitzervereinigung Erding, vertreten durch 1. Vorsitzender Rainer Mehringer und Roswitha Baumann, kam deshalb an die Grundschule Maria Thalheim und lud die Schüler der Klasse 3b zum Bäume pflanzen in den Wald. Mit bei der Aktion waren der Revierleiter des Forstrevier Isen I, Forstamtmann Stefan Klutschewski, Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier sowie Klassenlehrer Stephan Gießmann.

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„Was wir heute machen, machen ganz viele Kinder auf der Welt ...“, gab Mehringer den jungen Waldarbeitern mit auf den Weg und erinnerte daran, dass heute an vielen Stellen ähnliche Aktionen stattfinden. Im Heiliggeist-Spitalwald bei Bierbach hatte man eine Stelle ausgemacht, auf der von den Kindern 30 Rotbuchen (Fagus sylvatica) und 30 Weißtannen (Abies alba) gepflanzt werden sollten. „Um den Wald zu erhalten, müssen immer wieder Bäume gepflanzt werden“, erklärte er den Kindern  und zeigte auf, dass die Weißtanne bis zu 60 Metern Höhe erreichen könnte. „Sie ragt über den Wald hinaus, verwirbelt deshalb bei Stürmen die Luft und schützt so unsere Wälder vor Windbruch“, führte der Sachverständige aus.

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Die Buche, den ursprünglichen Waldbaum Deutschlands mit rund 30 Metern Höhe, bezeichnete er als „Mutter des Waldes“, der bei natürlicher Belassung in Deutschland am häufigsten vorkommen würde.
Die 18 Schüler der Klasse 3b wurden in vier Gruppen mit Spaten und Schaufel bewaffnet losgeschickt, um die Setzlinge unter fachlicher Anleitung zu pflanzen.

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Bei der abwechslungsreichen Betätigung waren die Kinder mit viel Eifer und Freude dabei und so schmeckte ihnen die abschließende Brotzeit umso mehr. R.H.