- Bürgerkommune Fraunberg -

23. September 2013

Reichenkirchen – Zu einer öffentlichen Sitzung des Gemeindeentwicklungsvereins Fraunberg luden 1. Vorsitzender Hans Rasthofer und Bürgermeister Hans Wiesmaier Gemeindeverantwortliche und Reichenkirchener Bürger ins Pfarrheim. Im Rahmen der Veranstaltung sollte eine Aufklärung über den Projektstand  zur Wegeführung zwischen Ortsmitte und Parkplatz an der Lohkirchner Straße, dem Leichenhausneubau und der Friedhofserweiterung gegeben werden. Mehr als 40 Personen waren gekommen um von Architekt Jakob Oberpriller und Dipl.-Ing. Michael Haarländer den aktuellen Stand der Planungen zu erfahren. Wiesmaier freute sich darüber hinaus auch Direktorin Monika Hierl vom Amt für Ländliche Entwicklung, Diakon Christian Pastötter, Kirchenpfleger Anton Maier sowie viele eingebundene Grundstücksnachbarn begrüßen zu dürfen. „Wir müssen den Schulweg von der Ortsmitte zum Freigelände so gestalten, dass unsere Kinder ohne Gefahr gehen können“, meinte das Gemeindeoberhaupt und stellte voran, „dass Kompromisse eingegangen werden müssen, um die Entwicklung des Hauptortes Reichenkirchen vorantreiben zu können“.

Wegführung Dorfplatz bis Freigelände
Die Wegetrasse von der Dorfmitte bis zum Sportplatz der SGR führt zunächst an der Staatsstraße am Pfarrheim entlang. Hier konnte in verantwortungsvoller Zusammenarbeit mit den Kirchenverantwortlichen der nötige Grunderwerb getätigt werden. Der „Schulweg kann hier behindertengerecht in der erforderlichen Breite (1,80 m) mit einer Abgrenzung zur Staatsstraße hin in Form eines Grasstreifens und einer „Weilheimer Kante“ eingebaut werden. Noch vor der Abzweigung in den Pfarrhof muss auf die andere Straßenseite zum Anwesen Ascher gewechselt werden. Die Weiterführung des Weges auf der Pfarrhofseite bis hin zur Einmündung in die Lohkirchner Straße ist nicht möglich, da der erforderliche Grund auf dieser Seite nicht zur Verfügung gestellt wird. Auf die Querung der Staatsstraße an besagter Stelle soll durch optische Hilfsmittel besonders hingewiesen werden, der Einbau eines Zebrastreifens wird von Seiten des Straßenbauamtes nicht genehmigt. Um den Gehweg vom Anwesen Ascher bis zur Lohkirchner Straße behindertengerecht gestalten zu können, muss er ebenfalls entsprechend verbreitert werden. Dies soll auf Kosten des Gehweges auf der anderen Seite erfolgen, der an dieser Stelle dann nur noch als schmaler Streifen existieren wird. Eine Verschmälerung der Straße an dieser Stelle wird nicht erfolgen, Gehsteigzugewinn auf der einen Seite wird mit Gehsteigverlust auf der anderen Seite ausgeglichen. Die Einbringung eines Geländers auf Höhe des Hauses Ascher wurde skeptisch diskutiert und erfordert noch weitere Gespräche mit den Anliegern um eine einvernehmliche Lösung zu erreichen. Bürgermeister Wiesmaier meinte, dass im kommenden Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werden könne. In diesem Zuge sollen auch erforderliche Verbesserungen am Regenwassersystem sowie eine Pflasterung an der Einfahrt zum Pfarrhof vorgenommen werden.

Verlegung Leichenhaus
Die Planungen zum neuen Leichenhaus sind schon weit fortgeschritten. Der zukünftige Standort an der Nordseite des Friedhofes im Pfarrgarten erlaubt eine behindertengerechte Ausführung die ohne Treppenstufen über die Wege im Friedhof erreichbar ist. Das Leichenhaus soll mit einem entsprechenden Vordach den neu entstandenen Aufstellplatz davor teilweise beschirmen. Architekt Oberpriller zeigte verschiedene Varianten auf, den Baukörper zum Friedhof hin möglichst offen zu gestalten. Die Bauausführung Leichenhaus erfolgt in Mauerbauweise.
Der freiwerdende Platz an Stelle des alten Leichenhauses wird in den Dorfplatz integriert. An dieser Stelle soll der Haupteingang zum Friedhof gestaltet werden. Entgegen den vorliegenden Planungen wurde von vielen eine zweigeteilte abgewinkelte Treppe als Aufgang erwartet. Der Forderung, einen möglichst offenen Blick vom Dorfplatz zur Kirche hin zu erreichen, könnte so besser Rechnung getragen werden, weiterhin sollte sich daraus ein optischer platzvergrößernder Effekt ergeben. Der bisherige Friedhofseingang soll erhalten bleiben und rollstuhlgerecht ausgeführt werden.

Friedhofserweiterung
Für eine Friedhofserweiterung ist an der Ostseite Platz für etwa 80 Gräber vorhanden. Mit der Erweiterung soll auch eine Stelle für Urnengräber ausgewiesen werden. Bürgermeister Wiesmaier bezeichnete es als einen Segen, „wenn wir die Gräber um die Kirche herum belassen können“. Architekt Oberpriller konnte verschiedene Gestaltungsvorschläge für ein Areal mit Urnengräbern aufzeigen.

Wiesmaier gab zu verstehen, dass vor Fertigstellung des neuen Leichenhauses das alte nicht angetastet wird. Die Umsetzung dieser Maßnahmen soll 2014 erfolgen, der Dorfplatz selbst, wird erst nachfolgend gestaltet. Er versicherte den Anwesenden auch bei der weiteren Planung des Dorfplatzes Bürgerbeteiligung einzufordern. „Es ist unsere Ortschaft, unser Reichenkirchen, wir sind dafür verantwortlich, eine positive Weichenstellung in die Zukunft zu erreichen“, gab er den Besuchern mit auf den Weg. R.H.