- Bürgerkommune Fraunberg -

01. Oktober 2013

Fraunberg – Der Tagesordnungspunkt „ Aussprache und Beschlussfassung zur Erstellung eines Klärschlammstapelbehälters an der Kläranlage Fraunberg“, erforderte einen Ortstermin vor der Gemeinderatssitzung am 1. Oktober.  
Bürgermeister Wiesmaier und Gemeinderat trafen sich deshalb Vorort mit Klärwärter Michael Sedlmeier und Ingenieur Wolgang Neumayr vom Ingenieurbüro Ferstl um tiefgreifendere Informationen über die erforderliche Investition zu erhalten.
Bürgermeister Wiesmaier zog vorneweg eine kurze Bilanz: „Wir sind auf gutem Weg, unsere Kläranlage bestmöglich instandzuhalten und dauerhaft wirtschaftlich zu betreiben“. Er erinnerte daran, dass die Kläranlage an dieser Stelle seit 1994 in Betrieb ist und zunächst für 2000 Einwohnergleichwerte ausgelegt war. 2007 wurde der Thalheimer Bereich angeschlossen, dem eine Erhöhung der Einwohnergleichwerte auf 3600 folgte. Die Gemeinde Fraunberg kann derzeit auf einen Anschlussgrad von 93% verweisen, was im Vergleich zu anderen Landgemeinden ein sehr hoher und guter Wert ist. Aufgrund der Modulbauweise ist jederzeit und ohne zu großen Aufwand eine Erweiterung möglich. Die derzeitige Anlage liefert „hervorragende Werte“, so Sedlmeier, ihre Betriebserlaubnis hat eine Gültigkeit bis 2027.
Eine Sorge bereitet jedoch das Ausbringen des Klärschlammes. „Bisher war es jedesmal eine gigantische Herausforderung“, berichtete der Klärwärter. „Alle zwei bis drei Jahre musste der Klärschlamm arbeitstechnisch aufwändig mit Hilfe eines Bootes und weiterer Hilfsmittel abgesaugt werden, und wir sind vom Wetter abhängig.“

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Abhilfe soll ein Klärschlammstapelbehälter bringen, der als Betonsilo mit 13 Metern Durchmesser und 6 Metern Höhe ein Speichervolumen von ca. 750 m3 vorhält. Das Silo soll im Bereich südlich des Klärbeckens errichtet werden. Sollte der Fall eintreten, dass Klärschlamm nicht mehr auf die Felder ausgebracht werden kann, wäre sogar ein zweiter Behälter erforderlich um ihn zu trocknen. 
In der nachfolgenden Gemeinderatssitzung wurde einstimmig beschlossen, dem Ingenieurbüro Ferstl aus Landshut den Planungsauftrag zu geben. Voraussichtlich ist mit einem Kostenrahmen von 110 000 € zu rechnen. Die derzeitige finanzielle Ausstattung unseres Abwassersystems gibt Anlass zur Hoffnung, dass die geplante Investition ohne große Verwerfungen des Kalkulationsansatzes getätigt werden kann. R.H.