- Bürgerkommune Fraunberg -

24. Oktober 2013

Reichenkirchen / Maria Thalheim – Die Faszination des Glasblasens übt auch heute noch ihren Reiz auf unsere sonst technikverwöhnten Kinder aus. Anders ist es nicht zu erklären, dass Glasbläser Helmut Sommer und seiner Frau die ungeteilte Aufmerksamkeit unserer Grundschüler in Reichenkirchen und Maria Thalheim während ihrer beeindruckenden Vorführung zuteilwurde.

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Beide stammen aus Dörfles-Esbach bei Coburg, betreiben eine Glasbläserwerkstatt mit fünf Beschäftigten und sind dort etwa ein halbes Jahr mit der Herstellung von Glasweihnachtsschmuck und sonstigen Ziergegenständen beschäftigt. Während der anderen Zeit halten sie Vorträge an Bildungseinrichtungen und erklären wie Glas gemacht wird, wie Glas bunt wird, welche Temperaturen erforderlich sind oder warum sich ein Glasbläser nicht die Finger verbrennt.

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Sommer verblüffte unsere Jüngsten, als er ihnen vorführte, wie der Herstellungsprozess einer Christbaumspitze, einer Glasvase und deren Verzierung mit Farbglaskörpern oder auch der eines gläsernen Schwans abläuft. Sogar ein Abstecher in das Unterrichtsfach „Physik“ war mit eingebaut, als ein gläserner Flaschengeist in einer mit Wasser gefüllten Plastikflasche zu tanzen begann und die Hintergründe dazu erläutert wurden. Ein besonderer Spaß als „spritziger“ Abschluss erheiterte dann noch das schadenfrohe Publikum. Zwei mit Wasser gefüllte gläserne „Spaßvögel“ waren so präpariert, dass beim hineinblasen mindestens eines der Kinder nass wurde.

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Die Schüler quittierten die außergewöhnliche Unterrichtsstunde mit viel Applaus. Sie konnten so sehen, das Glas nicht nur Glas ist, sondern viele verschiedene Eigenschaften hat. R.H.