- Bürgerkommune Fraunberg -

29. Oktober 2013

Fraunberg  – Dr. Angela Kunz, Arthur Arnold und Claudia Busch kamen im Auftrag der "Agrarsoziale Gesellschaft e. V.", als Jurymitglieder des Wettbewerbs „Kerniges Dorf! – Ortsgestaltung durch Innenentwicklung“ nach Fraunberg. Unsere Gemeinde hat sich als Teilnehmer des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie der Landwirtschaftlichen Rentenbank geförderten Wettbewerbs eingeschrieben und ist bereits in die Endauswahl der letzten vier vorgerückt. Bewertungsgegenstand ist der laufende Prozess um die Ortsmitte Fraunberg mit dem Rathausbau, der Verbesserung der Straßensituation und der Gestaltung des Dorfplatzes. Wie in der Broschüre der Gesellschaft beschrieben, sollen mit dem bundesweiten Wettbewerb Ideen, Strategien oder Pläne prämiert werden, die den gesamten Ort im Blick haben. „Ziel des Wettbewerbs ist es, Dörfer auszuzeichnen, deren Ideen zur Innenentwicklung vorbildlich sind und als Modell für Dörfer mit ähnlichen Strukturen gelten können“, so die Prämisse.
„Wir wollen uns vor Ort davon überzeugen, wie die Dinge entstanden sind und wie sie die Menschen mitgenommen haben“, erklärte Arthur Arnold, der in seiner Erstfunktion 1. Bürgermeister der Gemeinde Euerbach in Unterfranken ist.
Bürgermeister Wiesmaier schilderte mit Unterstützung von Dorfplaner Jakob Oberpriller und den Gemeinderäten Anni Gfirtner und Raphael Hackl die Fraunberger Situation und den bisherigen Weg.
Den Bewertern wurde vermittelt, dass der derzeitige Planungsstand zu einem erheblichen Teil auf der Beteiligung Fraunberger Bürger beruht, die in mittlerweile drei „Zukunftswerkstätten“ ihre Überlegungen mit einbringen konnten. Der entstehende Bau in der Ortsmitte wird nicht nur als Rathaus, sondern darüber hinaus als Gemeindezentrum fungieren, und als solches auch Räumlichkeiten für Bürgerarbeit vorhalten. Auch die Situation des entstehenden Dorfplatzes und die daraus resultierende Straßen- und Wegeführung wurden hinterfragt. Oberpriller stellte die Historischen Beziehungen in Form von Kirche und Schloss als eine Fraunberger Besonderheit heraus und zeigte auf, wie sich ein neuer Baukörper in Relation zu den beiden Kubaturen harmonisch einfügen wird.
Ein Rundgang im Ortskern sollte besseres Verständnis und Gelegenheit zu weiteren Fragen der Jurymitglieder geben.

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Unser spezielles Umfeld (Flughafen, Speckgürtel München …) erfordert stetige Anstrengung bezüglich der Innenentwicklung unserer Dörfer. Bleibt zu hoffen, dass wir die Juroren vom Fraunberger Weg „den Ortskern als Herz des Dorfes mit Leben zu erfüllen“ überzeugen konnten. H.R.