- Bürgerkommune Fraunberg -

14. Februar 2014

Oberbierbach -  Für mehr als 300 an die Wasserversorgung Maria Thalheim angeschlossenen Haushalte, wurde ein gutes Stück mehr Versorgungssicherheit erreicht. Mit der Inbetriebnahme des Notverbundes zur Wasserversorgung zwischen der Thalheimer Anlage und dem Wasserzweckverband Holzland (versorgt die Gemeinden Steinkirchen Hohenpolding und Kirchberg), kann auch bei einem Störungsfall die Wasserversorgung leichter und ohne Verzögerung aufrecht erhalten werden.
Bürgermeister Johann Wiesmaier und Kirchbergs Bürgermeister und Vorsitzender des Wasserzweckverbandes Holzland, Johann Grandinger, begrüßten am Wasserwerk in Oberbierbach Vertreter der jeweiligen Gemeinden, des Zweckverbandes und der ausführenden Firmen.
Grandinger freute sich, dass aufgrund unkomplizierter Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Fraunberg, der VG Steinkirchen, dem Landratsamt, dem Wasserwirtschaftsamt und den beteiligten Firmen, nach Bauzeit von knapp einem  Jahr der Notverbund nun in Betrieb genommen werden kann.
Auch Wiesmaier zeigte sich erfreut über die installierte Anlage und betonte: „Es ist für eine Gemeinde eine Herausforderung, das frische Lebensmittel Wasser zu liefern und beim Preis in Relation zu bleiben“. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und erinnerte mit dem Hinweis: „Wasser ist in unseren Händen gut aufgehoben“, an die erst kürzlich erfolgreich ausgetragene Bürgeraktion, Wasserversorgung auf kommunaler Ebene zu belassen und nicht zu „europäisieren“.
Geplant wurde der Verbund von Dipl.-Ing. Wolfgang Neumayer und Dipl.-Ing. Wolfgang Seemann vom Ingenieurbüro Ferstl aus Landshut. Der technische Einbau wurde von der Firma Georg Strohmaier aus Arndorf ausgeführt, die sowohl in Fraunberg als auch im Zweckverband Holzland mit der Betreuung der jeweiligen Wasseranlagen beauftragt ist. Mit der symbolischen Öffnung des Wasserschiebers, wurde die Anlage offiziell in Betrieb genommen.

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v.l.n.r. Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier, Steinkirchens Bürgermeisterin Uschi Eibl, Kirchbergs Bürgermeister und Vorsitzender des Wasserzweckverbandes Holzland, Johann Grandinger sowie Georg Strohmaier von der gleichnahmigen Firma aus Arndorf beim Öffnen des Schiebers

Zu den technischen Details gab es von Dipl.-Ing. Wolfgang Neumayer genauere Informationen. Der Verbund wird als sogenannter „nasser Verbund“ betrieben. Er bindet die Notleitung in das System mit ein und hält in ihr einen steten Wasserfluss aufrecht. Im Störungsfall kann so ohne Verzögerung und vorheriges Spülen der Leitung lebenswichtiges Wasser in beide Richtungen gepumpt werden. Die Brunnen in Bierbach und Arndorf sind in der Lage, über einen überschaubaren Zeitraum beide Gebiete zu versorgen. Neben dem technischen Teil in den beiden Anschlussstellen, mussten 1400 Meter Rohrleitung vom Bierbacher Wasserhaus bis zur Anschlussstelle in Silading verlegt werden. Großer Dank gilt hier allen Grundstückseigentümern, die mit ihrer Einwilligung und Bereitschaft zur Zusammenarbeit das Vorhaben bestmöglich unterstützten.
Die Thalheimer Wasserversorgung ist mit dieser Investition auf dem neuesten Stand der Technik. Die entstandenen Kosten von 114.000 Euro werden zwischen den beteiligten Partnern aufgeteilt. R.H.