- Bürgerkommune Fraunberg -

23. März 2014

Oberbierbach -  Es galt ein Jubiläum zu feiern. Und nach dem Frühjahrskonzert des Orchesters Fraunberg war es das Publikum im großen Saal des Gasthauses Strasser in Oberbierbach, das jubelte. Und es hatte allen Grund dazu. Denn im zehnten Jahr des Bestehens bewies das Laien-Orchester unter der Leitung von Ute Auf dem Hövel, die 2012 den Dirigentenstab übernommen hat, einmal mehr, dass es zu Großem fähig ist.

14_03_jubbilaeumskonzert_orchesterverein_1_1000

Es standen Edvard Griegs „Peer Gynt“ in der Bearbeitung von Georg Buchner und mit Autor Peter B. Heim als Erzähler und „Valse Triste“ und „Finlandia“ von Johan Sibelius auf dem Programm, also Stücke, deren nordische Schwere geradezu nach Perfektion verlangt, wollen sie mit Leichtigkeit die Gunst des Publikums erringen. Der Coup gelang. Etwas verstärkt durch „Leihgaben“ aus anderen Orchestern und dem einen oder anderen arrivierten Berufs-Musiker, zeigte das Orchester erstaunliche Homogenität, vor allem wohl auch, weil es dem kundigen Stab der Dirigentin den gebührenden Respekt zollte. So verschmolzen bei den 9 aufgeführten musikalischen Bildern aus Griegs „Peer Gynt“, von ihm selber völlig zu Unrecht als „Gelegenheitsarbeit“ bezeichnet, Musik und Text zu einem teils berührenden und dann wieder mitreißendem Ganzen, nahmen auch die beiden Kompositionen von Sibelius mit auf die musikalische Reise zu unseren nördlichsten Nachbarn. Dass die stürmisch verlangte Zugabe dann mit einem „Ungarischen Tanz“ von Johannes Brahms etwas weiter nach Süden führte, war da alles andere als ein Bruch, hatte doch schon Sibelius die Nähe zu diesem Komponisten gesucht. Jedenfalls kann man nach diesem Abend ausgesprochen erwartungsvoll den weiteren Konzerten entgegensehen, die das Orchester Fraunberg erfreulicherweise in diesem Jubiläumsjahr noch geben wird.

14_03_jubbilaeumskonzert_orchesterverein_3_1000