- Bürgerkommune Fraunberg -

09.  Mai 2014

Maria Thalheim –
Großer Bahnhof in Maria Thalheim. Gleich zwei Größen aus Politik und Wirtschaft, gaben unserem sonst als Wallfahrtsort bekannten Gemeindeteil die Ehre. Grund für ihren Besuch war die Vertragsunterzeichnung zwischen der Telekom Deutschland und der Gemeinde Fraunberg zur lange ersehnten und aus den Augen unserer Bevölkerung überfälligen Breitbanderschließung von Maria Thalheim.  

Der Bayerische Staatsminister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, Markus Söder, und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, wurden von Bürgermeister Wiesmaier und ca. 200 Gemeindebürgern empfangen, um die erforderliche Weichenstellung zur zeitgemäßen DSL-Versorgung nun auch für Maria Thalheim zu besiegeln und feierlich zu begehen.

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Mit dabei waren ebenfalls und fast vollzählig alle ehemaligen und neuen Gemeinderäte, viele Bürgermeister aus Nachbargemeinden, Landrat Martin Bayerstorfer, Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf sowie Vertreter der heimischen Wirtschaftsbetriebe.

Bürgermeister Hans Wiesmaier war sichtlich stolz über die großartige Resonanz, noch viel mehr aber über das Zustandekommen dieses Ereignisses, auf das er mit seinem Gemeindeparlament seit geraumer Zeit unablässig hingewirkt hatte und das nun Früchte trägt. 

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Landrat Martin Bayerstorfer freute sich ebenfalls über die positive Entwicklung. Er stellte mit Genugtuung fest, dass die Bürgermeister des Landkreises Erding diesbezüglich an einem Strang ziehen und so mitwirken, „noch vorhandene weiße Flecken auszulöschen“. „Breitbanderschließung ist eine Standortfrage für die meisten Betriebe“, ergänzte der Landrat und bedankte sich bei Staatsminister Söder für eine weitere Initiative des Freistaats Bayern, den DSL-Ausbau zeitgerecht voranzutreiben.

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Die in Maria Thalheim wohnende Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf freute sich, dass in Kürze die „Internetsteinzeit“ auch für diesen Ortsteil Geschichte sein wird. Als Mitglied des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag ist ihr bewusst, dass heutzutage 3,7 Millionen E-Mails pro Sekunde über das Datennetz versandt werden.  Eine funktionierende digitale Infrastruktur oder zeitgemäßer Netzausbau ist daher „die Grundlage wirtschaftlicher Entwicklung“, so Scharf. 

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Staatsminister Markus Söder stellte die Anstrengungen Bayerns heraus, den ländlichen Raum an der modernen Technik partizipieren zu lassen. Die gewaltigen Förderprogramme des Freistaats, welche den Gesamtausbau der Breitbandversorgung mit 1,5 Milliarden Euro unterstützen, sind beispielhaft innerhalb Deutschlands, ja sogar innerhalb der EU. „Nur wenn der ländliche Raum erschlossen wird, geht’s Bayern gut“, so der Minister.

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Er verwies darauf, dass für die DSL-Versorgung Maria Thalheims ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn angeordnet wurde und die auftretende Wirtschaftlichkeitslücke von 178.000 Euro mit 144.000 Euro durch den Freistaat Bayern gefördert wird. „Wir wollen, dass sich die bayerische Heimat toll entwickelt“, so Söder, „möge diese Gemeinde Vorbild sein für viele andere“. 
Daraufhin ging man zur Vertragsunterzeichnung. Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges besiegelten das Werk.

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Der Telekomchef bekannte sich zu seiner liebe zu Bayern. Er habe selbst 8 Jahre im Freistaat gelebt und freue sich, „welche positiven Auswirkungen die Konzernentscheidungen nun hätten und wie sie sich positiv im ländlichen Bereich auswirkten“. Höttges stellte die Deutsche Telekom als die führende Gesellschaft im Bereich der digitalen Erschließung des ländlichen Raumes heraus. (Medieninformation der Deutschen Telekom zur Breitbanderschließung Maria Thalheim>>)

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Er prophezeite: „die vom Freistaat bereitgestellten 1.5 Milliarden werden voraussichtlich in Kooperation mit seiner Firma investiert, viele Mitbewerber halten sich aus wirtschaftlichkeitsgründen vornehm zurück“. „Von den bisherigen 5000 Kooperationsverträgen in Deutschland,  sind über 30% im Freistaat Bayern verwirklicht worden“, so Höttges, weiterhin bemerkte er, „kein Bundesland tut hier so viel wie Bayern“.
Als Zuckerl für den Maria Thalheimer Bereich stellte er obendrein und innerhalb weniger Wochen eine Mobilfunkanbindung in Aussicht. An Bürgermeister Wiesmaier gewandt gab er sich bestürzt über die quasi nicht vorhandene Mobilfunkanbindung und sicherte ihm zu, Abhilfe zu schaffen, falls ein Grundstück für den erforderlichen Sendemast zur Verfügung stünde. 

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Ulrich Adam, Beauftragter des Vorstandes der Deutschen Telekom für den Breitbandausbau, erläuterte die technischen Zusammenhänge. Seinen Ausführungen zufolge, sollen die Pläne Anfang Juni bei den Bauämtern eingegangen sein. Von Wartenberg aus sind 4 km Glasfaserkabel zu verlegen, die in eigene und in die bereits von Seiten der Gemeinde verlegten Leerrohre eingebracht werden. Die Bauarbeiten, welche auch die Errichtung neuer und Aufbesserung bestehender Verteilerkästen (DSLAM = Digital Subscriber Line Access Multiplexer) beinhalten, sollen in den Monaten Juli - August stattfinden.

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Ab Oktober 2014 soll die Anlage in Betrieb sein und ab Mai 2015 der Ausbau vollendet. Datenübertragungsgeschwindigkeiten von 50 MB/s (30 MB/s in den umliegenden Ortschaften Groß- und Kleinstürzlham) werden den Datenverkehr erleichtern und bei Genehmigung der Vectoring-Technik durch die EU wäre eine Reichweitenerhöhung und Übertragungsgeschwindigkeiten von sogar 100 MB/s im Download und 40 MB/s im Upload die Folge.

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Bürgermeister Wiesmaier dankte den politischen Vertretern, den Verantwortlichen der Deutsche Telekom und seinen Mitstreitern im Gemeinderat für das Zustandekommen eines lange ersehnten und auch erkämpften Status hinsichtlich einer zeitgemäßen DSL-Versorgung. „Eine intakte Infrastruktur ist wichtig, damit ein Gemeinwesen entsteht, in dem sich Gestaltungskraft entwickelt und sich die Menschen wohl fühlen“, so Wiesmaier.
R.H.