- Bürgerkommune Fraunberg -

01.  Mai 2014

Reichenkirchen - Zu den bayerischsten aller Traditionen zählt sicher der Brauch des Maibaumaufstellens. Die katholische Landjugend Reichenkirchen wurde dieser Tradition mehr als gerecht und trotzte tapfer den widrigen Wetterbedingungen.

Ganze 27 Meter misst das von  Sepp Dafinger gestiftete Traditionsstangerl, das die nächsten Jahre den Reichenkirchener Dorfplatz schmücken wird. Weiß-Blau bemalt, der Schaft mit der bayerischen Raute und ab etwa 3 Meter Höhe eine geschnürte Spirale von unten links nach oben rechts, gedreht bis an die Spitze, die von einem Holzkreuz gebildet wird. Die Tafeln mit den Wappen der Reichenkirchener Vereine, Kirche und Schulhaus sowie die verschiedenen Zunfttafeln gehören ebenso zur Ausstattung des Baums. Viel Arbeit wurde investiert von den Mitgliedern der KLJB Reichenkirchen, die sich am Tag des Aufstellens mit Dauerregen konfrontiert sahen. So musste man schon vormittags entscheiden ob nicht sogar eine Verlegung des Festes in Frage käme.
Man entschied sich die Sache wie geplant durchzuführen. Das Pfarrheim wurde von der Pfarrei zur Verfügung gestellt und für die Bewirtung geöffnet. Im Pfarrgarten war die Reichenkirchner Hütte aufgebaut und schon bald waren die Räume bis auf den letzten Platz belegt. Das Aufstellen des Baums, welches traditionsgemäß und bei trockenem Wetter mit Irxenschmalz unter Zuhilfenahme von „Schwalben“ erfolgt wäre, übernahm aus Sicherheitsgründen der Autokran des Gruckinger Landwirts Sepp Lanzinger.
Nach getaner Arbeit zeigten mit einem knalligen Auftritt die „Reisner Goaßlschnalzer“ ihr Können. Sie leiteten den darauffolgenden Bandltanz der KLJB Reichenkirchen ein, der ebenfalls im Regen stattfinden musste und trotzdem von vielen Zuschauern verfolgt und bewundert wurde.
Bewundernswert auch, mit welchem Zusammenhalt und Organisationstalent die Reichenkirchner Jugend ihre Herausforderung meisterte. R.H.