- Bürgerkommune Fraunberg -

23. Juli 2015

Reichenkirchen / Erding – Seit 1986 wird der vom damaligen Landrat Hans Zehetmair ins Leben gerufene Fassadenpreis des Landkreises Erding nun vergeben. In der Gruppe öffentliche Neubauten ging für 2014 die Fassade des neuen Reichenkirchner Leichenhauses als Sieger unter 11 Wettbewerbern hervor. Zur Preisverteilung waren Bürgermeister Johann Wiesmaier, zweiter Bürgermeister Johann Rasthofer, Kirchenpfleger Anton Maier und Architekt Jakob Oberpriller angereist.
Fünf Gruppen von Gebäuden werden unterschieden: Denkmalgeschützte Bauten; Umbauten; Neubauten – öffentliche Bauten; Neubauten – private Bauten und Gewerbebauten. Bewertet wird das Erscheinungsbild des Gebäudes, ins besonders hinsichtlich der Fassadengestaltung, der verwendeten Baumaterialien, der Qualität und der Technik der Ausführung, sowie der Farbgebung, die das Orts oder Landschaftsbild in vorbildlicher Weise bewahrt, ergänzt oder bereichert.

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Foto: Florian Suttor

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Foto: Florian Suttor

Ermittelt wurden die Preisträger vom Kreisverein für Heimatschutz und Denkmalpflege Landkreis Erding e.V., dessen Vorsitzender Landrat Martin Bayerstorfer ist. In Abwesenheit nahm sein Stellvertreter in diesem Amt, Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner die Preisübergabe vor.
Helmut Miller vom Bauamt Landratsamt Erding präsentierte die einzelnen Objekte. Das gemeinsame Bauwerk der Gemeinde Fraunberg und der Katholischen Kirchenstiftung Reichenkirchen, bezeichnete er als zur Kirche hin offenes Multifunktionsgebäude, dessen Funktionstrennung an den Traufseiten gut sichtbar ist. Als beachtenswerte und besonders gelungene gestalterische Elemente stellte er die in den Neubau integrierte Friedhofsmauer, welche als fugenloses weißes Band um die Halle herumgeführt wird, sowie das Eingangstor, in dem die Worte des Psalms von der Auferstehung Christi mit Laser eingraviert sind, heraus.

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Foto: Raphael Hackl

Das neue Reichenkirchner Leichenhaus ist hervorragend in das bauliche Ensemble von Kirche Pfarrhof und Pfarrheim eingebettet und darf mit Fug und Recht als weiteres Schmuckstück des Ortskerns betrachtet werden.

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Foto: Raphael Hackl
v.l.n.r. Bürgermeister Heinz Grundner, Bürgermeister Johann Wiesmaier, 2. Bürgermeister Johann Rasthofer, Architekt Jakob Oberpriller, Martín Luque López vom Architekturbüro Oberpriller und Kirchenpfleger Anton Maier

Weitere Preisträger waren:
- Denkmalgeschützte Bauten -  Wohnhaus Ickler (Josef-Martin-Bauer-Haus, Dorfen)
- Umbauten – Heimatmuseum Thal, Gemeinde Kirchberg
- Neubauten – private Bauten – Wohnhaus Fischbeck, Taufkirchen
- Gewerbebauten – Bürogebäude Fürmetz, Kirchlern, Taufkirchen

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Foto: Raphael Hackl
R.H.