- Bürgerkommune Fraunberg -

09. bis 11. Oktober 2015

Fraunberg / nördliches Elsass – In Zusammenarbeit mit der Schule der Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten organisierte der Gemeindeentwicklungsverein Fraunberg eine Informationsfahrt ins benachbarte Elsass. Die gemeindliche und übergemeindliche Entwicklung in Frankreich, Organisation und Aufbau von kommunalen Einrichtungen und Strukturen, aber auch Entwicklungstrends bei landwirtschaftlichen Betrieben sollten vorgestellt und erörtert werden. In Dr. Michael Stumpf hatte man einen unserer Gemeinde seit 40 Jahren verbundenen und überaus kompetenten Reiseleiter als Moderator und Hauptorganisator. 30 Teilnehmer aus Gemeinderat und Gemeindeentwicklungsverein durften sich auf viele Informationen, interessante Kontakte und im Nebenprogramm auf kulinarische Besonderheiten des Elsässer Landes freuen.

Freitag 09.Oktober 2015
Rittershoffen
Erster Anlaufpunkt war die Gemeinde Rittershoffen, ca. 20 km nördlich von Straßburg. Traurige Berühmtheit erlangte das Dorf mit ca. 900 Einwohnern im Januar 1945, als es bei der letzten Panzerschlacht des 2. Weltkrieges zu über 80% zerstört wurde.
Bürgermeister Daniel Pflug empfing die Delegation aus Bayern um ihr die Besonderheiten der französischen Kommunalverwaltung zu erläutern. Voller stolz präsentierte er einen vor dem Gemeindehaus aufgestellten Maibaum, dessen Spitze eine elsässische und bayerische Fahne schmückte. Ein Bäckermeister aus dem Ort hatte vor einigen Jahren nach Schönberg bei Mühldorf geheiratet und sorgt seither dafür, dass der bayerische Brauch des Maibaumaufstellens auch in Rittershoffen gepflegt wird.
15_10_elsassreise_10_1000
Der Rathausplatz von Rittershoffen mit dem Maibaum

15_10_elsassreise_11_1000
Mittagessen im Gasthaus „A l‘ Aigle d’Or“ – „Baeckeoffe“

Rittershoffen Mairie / Rittershoffen Rathaus
Pflug erläuterte eine Besonderheit der französischen Kommunalstruktur. Eine Gebietsreform, wie sie in Bayern Mitte der 70er Jahre stattgefunden hat, wurde in Frankreich von den Gemeinden nicht mitgegangen. Aufgrund des wachsenden Aufgabendrucks haben sich mittlerweile aber viele Gemeinden freiwillig in größeren Einheiten organisiert, den sogenannten communauté de communes (Verbandsgemeinden). Hier entstand die Verbandsgemeinde Hattgau und Umgebung mit 16.000 Einwohnern, welche aus 13 Gemeinden zusammengesetzt ist. Mit am Vortrag beteiligt, waren auch Pierre Mammosser, der Verbandspräsident und sein Vize Jean-Claude Koebel. Sie berichteten, dass ein neues französisches Gesetz die Bildung noch größerer Strukturen vorsieht. Die Gemeindeverantwortlichen vor Ort sahen zwar den Vorteil ihres jetzigen Zusammenschlusses, zeigten sich aber skeptisch hinsichtlich noch weit größerer Fusionsmuster.
15_10_elsassreise_13_1000
Gruppenbild nach dem Empfang im Rathaus von Rittershoffen

Betschdorf / Kinderbetreuung
Die Frau des Vizepräsidenten, Nathalie Koebel, erläuterte eine gemeindliche Einrichtung für Kleinkinder- und außerschulische Betreuung in der Nachbargemeinde Betschdorf. Bereits im Alter von 3 bis 6 Jahren, werden in Frankreich die Kinder in der sogenannten École Maternelle in das Schulsystem eingegliedert. Durch den Besuch des „Kindergartens“ entstehen den Eltern somit keine Kosten.
Bei der Krippenbetreuung sind auch in Frankreich Defizite ersichtlich und nur für etwa die Hälfte stehen Plätze zur Verfügung. Alles Weitere muss mit staatlich geprüften Tagesmüttern abgedeckt werden, welche von den Eltern zu bezahlen sind.
Es ist deshalb angeraten, sich lange vor dem Geburtstermin um einen Krippenplatz zu bewerben. Grundsätzlich sind vier Betreibermodelle im Angebot:
-    von Gemeinde oder von Privat geleitete Krippen.
-    familiäre Krippen
     (gemeinsame Aktivitäten durch Tagesmütter – von Gemeinde organisiert)
-    Elternkrippen
     (Eltern organisieren zusammen eine Krippe – muss genehmigt werden)
-    Betriebskrippen / Unternehmenskrippen
15_10_elsassreise_16_1000
Nathalie Koebel schildert den Aufbau der Kinderbetreuungseinrichtung

Der Bedarf an außerschulischer Betreuung ist auch in Frankreich ein wichtiges Thema. Nathalie Koebel schilderte, dass diese Einrichtungen für Kinder sind, die schon zur Schule gehen, ähnlich unserem Kinderhort. Anders allerdings als bei uns, sind diese Institute auch während der Ferienzeiten geöffnet. Die Betreuer verstehen sich mehr als „Animateure“ als Schulausbilder und der Besuch einer außerschulischen Betreuungseinrichtung wird bis zum sechsten Lebensjahr mit bis zu 50% bezuschusst.
15_10_elsassreise_17_1000
Die Fraunberger Delegation bedankt sich bei der Pädagogin für ihren engagierten Vortrag

Voller Begeisterung berichtete die Pädagogin über einen zweisprachigen Zweig in der École Maternelle, in dem die Kinder spielend der deutschen Sprache nähergebracht werden. Mit dem Rückgang des Elsässer Dialektes, geht auch immer mehr die Fähigkeit deutsch zu sprechen verloren. Dem will man entgegenwirken, da viele Elsässer in Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz ihren Arbeitsplatz einnehmen und der Vorteil der Zweisprachigkeit als elementar betrachtet wird.

Milchviehbetrieb von Sylvie und Christian Haberstich in Abelsberg
Der Aussiedlerhof von Sylvie und Christian Haberstich in der Flurlage Abelsberg der Gemeinde Hatten, stand ebenfalls zum Besichtigen an. 130 Kühe in einem offenen Stall werden hauptsächlich mit Heu und Kraftfutter versorgt. Der 50 Hektar große Betrieb produziert sein eigenes Futter von 20 ha Wiese, 12 ha Mais, 12 ha Getreide und 6 ha Luzerne. Die erzeugte Milch wird an eine Genossenschaft geliefert und bringt derzeit 34 ct/Liter (durchschnittliche Milchleistung der Kühe, 6.500 l/Jahr). Der Aussiedlerhof wurde vor 12 Jahren gebaut und bringt einen zufriedenstellenden Ertrag. Höhere Milchpreise wären auch in Frankreich nur durch Sonderprogramme wie biologische Produktionsverfahren etc. zu erzielen. Mit der Produktion von Honig und Obstbränden erzielt man einen zusätzlichen kleinen Teil des Betriebseinkommens.
15_10_elsassreise_18_1000
Das Ehepaar Haberstich empfängt die Besucher auf ihrem Betriebsgelände

15_10_elsassreise_19_1000
Eine Auswahl hofeigener Erzeugnisse wird angeboten

Hagenau
Abendessen im Hotel-Restaurant „Les Pins“ in Haguenau. Regionalspezialitäten Quiche Lorraine und Winzertorte wurden gereicht.
15_10_elsassreise_20_1_1000
Quiche Lorraine                                    

15_10_elsassreise_20_2_1000
Winzertorte

Samstag 10.Oktober 2015
Straßburg
In Straßburg folgte man den Spuren der Wittelsbacher im Elsass. Maximilian I. Joseph  war der erste König Bayerns und der Vater König Ludwig des I. Er ist hier aufgewachsen und wurde mit 20 Jahren Kommandeur (Oberst) seines Regiments, des Royal Alsace in Straßburg. Die Wirren der Französischen Revolution veranlassten ihn, von hier zu fliehen. „Das Königreich Bayern nahm hier seinen Anfang“, erläuterte Albert Lorentz, der Vorsitzende des Geschichtsvereis vom Kochersberg. Der Palast des Max I. Joseph, der ehemalige Zweibrücker Hof, wird heute als Palais du Gouverneur Militaire de Strasbourg genutzt und wurde unserer Delegation vom Chef d’escadrons Bruno Gagnaire erklärt.
15_10_elsassreise_21_1000
Im Foyer des Palais du Gouverneur Militaire de Strasbourg

Gagnaire präsentierte den Besuchern die Regimentsstandarte, auf der der Name „Hohenlinden“ eingestickt war und an die Schlacht von Hohenlinden während der Napoleonischen Kriege erinnerte.
15_10_elsassreise_22_1000
Bruno Gagnaire präsentiert die Regimentsstandarte

15_10_elsassreise_24_1000
Gruppenfoto vor dem Palais du Gouverneur Militaire de Strasbourg

15_10_elsassreise_25_1000
Mittagessen im Restaurant „Les Hubloniéres“ – „Pot-au-feu“ (Eintopf mit Rindfleisch)

Kochersberg
Eine Rundfahrt um den Kochersberg, durch seine Nutzflächen und Siedlungen brachte Einblick in die Struktur des ländlich geprägten Gebiets im französischen Departement Bas Rhein zwischen Straßburg und Zabern. Bemerkenswert sind die trotz erfolgter Flurbereinigung für französische Verhältnisse eher kleinen Felder. Es sind keine Wiesen zu sehen, Maisanbau spielt hier im Gegensatz zu uns nur eine untergeordnete Rolle. Auffallend sind die vereinzelten Hopfenfelder, deren Gestänge und Spanndrähte eins zu eins denen in der Hallertau gleichen. Albert Lorentz machte deutlich, dass immer mehr elsässische Bauernfamilien in dieser Region ihren Hof nicht mehr rentabel führen können. „Die junge Generation sucht sich woanders ihr Auskommen und immer mehr Bauernhöfe werden abgerissen“, so der Reiseführer.

Kuttolsheim
In die Region um den Kochersberg ist mit seinen knapp 700 Einwohnern die Gemeinde Kuttolsheim eingebettet.
15_10_elsassreise_41_1000
Die Kirche von Kuttolsheim

Die Ortschaft liegt im Tal der Souffel, einem kleinen Flüsschen, welches nach 25 km in Straßburg in die Ill mündet. Eine Schwefelquelle und ein daraus gespeister kleiner See, wurden schon zu Römerzeiten zu Heilzwecken benutzt. Archäologische Ausgrabungen legten einen von den Römern erbauten künstlichen Kanal aus Beton- oder Tonrohren zu Tage, der das Schwefelwasser in etwa 8600 zwei Meter langen Pfeifen bis nach Straßburg leitete.
15_10_elsassreise_26_1000
Fragmente der fast 2.000 Jahre alten römischen Wasserohre

Empfangen wurde die Fraunberger Delegation von 1. Bürgermeister Jean-Louis Pierre, 2. Bürgermeister Jean-Marie Riehl und 3. Bürgermeisterin Rebecca Gilger. Nach einer Führung durch den Ort mit seiner Kirche, dem idyllisch eingebetteten Flüsschen und dem aus der Quelle gespeisten Schwefelsee, lud man zu einem Freundschaftswein in den Gemeindesaal.  
15_10_elsassreise_29_1000
Rundgang entlang der Souffel durch Kuttolsheim.

15_10_elsassreise_30_1000
Auf dem Weg zur Schwefelquelle

Jean-Louis Pierre stellte seine Gemeinde vor und erläuterte ihre politische, soziale und wirtschaftliche Struktur. Im 19. Jahrhundert wurde Kuttolsheim zur Stadt erhoben. Zu dieser Zeit hatte der Ort eine beachtenswerte Bedeutung als Bad mit besagter Schwefelquelle. Vergleichbar mit unserer Situation es auch hier so, dass im alten Dorf viele Handwerksbetriebe, Geschäfte und sogar drei Wirtshäuser ihr Auskommen fanden. Derzeit sind Landwirtschaft und Weinbau die Hauptkomponenten des wirtschaftlichen Lebens.
15_10_elsassreise_31_1000
Freundschaftswein im Gemeindehaus

15_10_elsassreise_33_1000
v.l.n.r. Dr. Michael Stumpf, Albert Lorentz, Anni Gfirtner, 1. Bürgermeister Jean-Louis Pierre, Bürgermeister Johann Wiesmaier, 3. Bürgermeisterin Rebecca Gilger, 2. Bürgermeister Jean-Marie Riehl und Hans Rasthofer

Barr
Beim Abendessen im Restaurant „Folie Marco“ in Barr, gesellte sich hochrangiger Besuch zu unserer Gruppe. Monsieur Alfred Becker, der ehemalige Vizepräsident des Generalrates Unterelsass (vergleichbar mit Regierungspräsident) freute sich mit seiner Gattin Francine auf interessante Gespräche mit unserem Gemeindeoberhaupt.  Im Rahmen der freundschaftlichen Beziehungen der Gemeinde Fraunberg zu unseren französischen Nachbarn, war Becker im Jahre 2011 bei den Abschlussfeierlichkeiten der Dorferneuerungsmaßnahmen in Maria Thalheim zu Gast und so einigen Mitreisenden kein Unbekannter.
15_10_elsassreise_40_1000
Monsieur Alfred Becker im Gespräch mit Bürgermeister Johann Wiesmaier

Sonntag 11.Oktober 2015
Breitenbach
Der Bürgermeister des Ortes, Jean-Pierre Piela, und die Vizepräsidentin der Kommunalallianz von Villé (Communauté de Communes du Canton de Villé), Nicole Zehner, opferten ihren Sonntag und gewährten interessante Einblicke in ihre Gemeinde und den Verbund. „Breitenbach könnte man auch in Deutschland finden“, eröffnete Piela seinen Vortrag und gab zu, sich noch gerne an den Besuch in Maria Thalheim zu erinnern, als er mit einer Pferdekutsche abgeholt und durch den Ort gefahren wurde.
Der Kanton Valle Villé (Weilertal) hat 11.000 Einwohner und besteht aus 18 Gemeinden. Die kleinste Gemeinde hat 280 Einwohner, die größte 1.800.
15_10_elsassreise_42_1000
Aufmerksam folgte man den Ausführungen von Nicole Zehner und Jean-Pierre Piela

Breitenbach hat derzeit 700 Einwohner und prosperiert sehr von der Stuttgarter Firma Egelhof, die 1980 hier einen Produktionsstandort eröffnete. 160 Breitenbacher arbeiten bei der deutschen Firma, die hauptsächlich Regelkomponenten der Kälte- und Wärmetechnik für die Automobil- und Heizungsbranche produziert.
In dem in den Vogesen gelegenen Ort, spielt auch der Tourismus eine bedeutende Rolle. In diesem Sinne berichtete Piela von Projekten, die derzeit intensiv verfolgt werden und mit denen man neue Wege beschreiten will – bereits mit bescheidenem Erfolg.
Ein Campingplatz mit ungewöhnlichen Unterkünften (Zelte, Jurten, Baumhäuser …), wurde auf einem Berg in ein Naturschutzgebiet gebaut, der sich wachsender Beliebtheit erfreut. Die Schwierigkeiten bei der dazu erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplanes waren enorm, wurden aber beharrlich aus dem Weg geräumt. In die Entwicklung eines zukunftsweisenden Tourismuskonzepts investiert man derzeit viel Arbeit. Zusammen mit einem bedeutenden dänischen Städteplaner soll ebenfalls in den Bergen ein nach neuesten ökologischen Standards betriebenes Hotel entstehen (im Stil norwegischer Hütten), das zusammen mit dem bereits Geschaffenen, dem Tourismus im Tal eine erkennbare Struktur geben soll.
Piela berichtete mit Begeisterung von seinen vielen Projekten und bekräftigte seine Überzeugung mit den Worten: „Wenn man eine Gemeinde auf ein Ziel hinführen will, braucht man Zeit und Beharrlichkeit“.
Bürgermeister Hans Wiesmaier pflichtete seinem Amtskollegen bei und zeigte sich begeistert von dem vielseitigen und starken Engagement im Weilertal.
15_10_elsassreise_45_1000
v.l.n.r. Jean-Pierre Piela, Gfirtner, 1 Nicole Zehner, Bürgermeister Johann Wiesmaier

Milchviehbetrieb des Gérard Lauler in Breitenbach
Schon in der fünften Generation betreibt Gérard Lauler zusammen mit Frau und Sohn seinen seit dem Jahre 2000 biologisch geführten Hof. Von den 70 ha sind 45 ha Eigengrund, der Rest ist gepachtet. Der Sohn der Familie führt einen eigenen Betrieb mit 90 ha und arbeitet eng mit den Eltern zusammen. Die 70 ha sind ausschließlich Wiesengrund, Ackerbau wird nicht betrieben. Die 60 Kühe im Stall (4500 l/Jahr Milchleistung), werden nur mit Gras und Heu gefüttert. Die Milch wird an keine Molkerei geliefert sondern selbst vermarktet. Hauptsächlich Käse, Joghurt, Quark und Butter werden von 7 Beschäftigten produziert und im Dorf, der näheren Umgebung und in einem eigenen Geschäft in Straßburg verkauft.
15_10_elsassreise_47_1000
Gérard Lauler zeigt den Besuchern seinen Stall

Als zusätzliche Einnahmequellen haben sich drei Ferienwohnungen, Obstbrand mit Obst aus dem Weilertal und viele Bienenstöcke bewährt. Die Reisegruppe aus Fraunberg hatte anschließend noch die Gelegenheit, von den veredelten Produkten des Biobetriebes zu kosten und sich einzudecken.
15_10_elsassreise_48_1000
Joghurt, Käse, Honig, Edelbrände. Alles wurde ausgiebig verkostet.

Gemeinde Albé/Erlenbach
Auch diese Gemeinde ist Teil des Kanton Valle Villé. Bürgermeister Dominique Herrmann begrüßte seine Gäste am Anwesen der Winzerfamilie Christian Barthel. 
Eine Besonderheit ist die 1795 nach der Französischen Revolution gepflanzte Linde, die immer noch den Dorfmittelpunkt markiert.
15_10_elsassreise_52_1000
Die 220 Jahre alte Linde auf dem Dorfplatz von Albé vor dem Anwesen des Winzers Christian Barthel

Zwei Winzerbetriebe sind in dem 480 Einwohner starken Dorf ansässig sowie eine Bäckerei, zwei Bauernhöfe und weitere kleine Betriebe. Auch hier spielt der Tourismus eine immer größere Rolle.
15_10_elsassreise_53_1000
Christian Barthel berichtet über den Weinbau im Elsass

15_10_elsassreise_54_1000
Im Hof des Anwesens von Christian Barthel

Bürgermeister Dominique Herrmann berichtete über ein kürzlich entstandenes Feriendorf, welches in diesem Jahr bereits 550 Gäste zählte. Ebenfalls gut angenommen werden angelegte Fahrradwege und jährlich stattfindende Genusswanderung durch die Weinberge, der „Mont Gourmand“. Eine Besonderheit des Elsass innerhalb Frankreichs sind Weihnachtsmärkte, die es nur hier gibt. Im Kanton Villé wechseln sie jährlich von Dorf zu Dorf. 2017 wird der Weihnachtsmarkt wieder in Albé stattfinden und es werden 20 bis 25 tausend Besucher erwartet.
Danach erklärte Winzer Christian Barthel seinen Betrieb, die vielen Besonderheiten beim Weinbau im Elsass und lud daraufhin zur Weinverkostung ein.
15_10_elsassreise_58_1000
Im Keller bei der Weinprobe

Nach einem ausgiebigen Mittagessen im Restaurant „Auberge à la vielle Ferme“ mit Choucroute garnie (garniertes Sauerkraut oder Schlachtschüssel) musste man sich von den gastfreundlichen Nachbarn verabschieden.
15_10_elsassreise_62_1000
Die gut gestärkte Reisegruppe nach dem Mittagessen vor der Abreise

Die Reise war sehr gut vorbereitet und dazu geeignet, über den kommunalen Tellerrand hinauszuschauen. Es ist beruhigend feststellen zu können, dass auch andere nur mit Wasser kochen und es daher immer wieder erstrebenswert ist, voneinander zu lernen und miteinander Ideen zu entwickeln.
Ein besonderer Dank sei an dieser Stelle noch an alle Gemeindeverantwortlichen gerichtet, besonders 3. Bürgermeisterin und Koordinationsbeauftragte Anni Gfirtner, die sich im Vorfeld und während der Reise um Organisation und einen reibungslosen Ablauf kümmerten. R.H.