- Bürgerkommune Fraunberg -

30. Oktober 2015

Fraunberg – Mit einem Festakt, zu dem alle Gemeindebürger, Bauleute und Planer eingeladen waren, wurde das Richtfest für das neue Fraunberger Gemeindezentrum gefeiert. Viele waren gekommen um sich bei der anschließenden Besichtigung des Rohbaus vom Fortschritt der Arbeiten überzeugen zu können.

In seiner Ansprache bescheinigte Bürgermeister Johann Wiesmaier dem Bauwerk, schon in der Entstehungsphase viel Zuspruch in der Bevölkerung zu erfahren. Er dankte den „alten“ Gemeinderäten für den  Mut, mit dieser Entscheidung „Fraunberg richtungsweisend in ein neues Zeitalter geführt zu haben“.

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Fast vollzählig erschienen, war der Gemeinderat mit 2. Bürgermeister Johann Rasthofer und 3. Bürgermeisterin Anni Gfirtner.
Einen besonderen Gruß richtete der Bürgermeister an seine zukünftigen Nachbarn, die Vertreter des kirchlichen Bereichs, Pfarrer Cezary Liwinski, Diakon Christian Pastötter und Kirchenpfleger Hubert Pfanzelt.
Als zukünftige Einmieter und Betreiber einer Bankfiliale im Gemeindezentrum, waren die Vorstände der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen, Heinrich Oberreitmeier, Josef Schmid und Gerhard Hilger erschienen. Der Bürgermeister dankte den Bankmanagern für die Entscheidung sich hier zu manifestieren und „in dieser Weise der Gemeinde Fraunberg eine Zukunft zu geben“.
Den Mitarbeitern von Verwaltung und Bauhof bescheinigte das Gemeindeoberhaupt, stets engagiert und konstruktiv am Gelingen des Baus mitzuwirken. „Sie denken mit, sie tragen mit, sie fordern mit“, lobte er seine Mitarbeiter und machte deutlich, dass sie in nächster Zeit vor großen Herausforderungen stehen werden.
Ein extra Gruß ging auch an Architekt Jakob Oberpriller und sein Team sowie an die in die Planung eingebundenen Ingenieurbüros Humplmaier (Moosinning; Statik), Vogt (Erding; Lüftung, Heizung und Sanitär) und Wieder (Erding; Elektroplanung).
Mit dabei waren auch Kinderhausleiterin Anita Steinbichler und ihre Stellvertreterin
Monika Beierl. Ihrer Einrichtung wird der Umzug der Gemeindeverwaltung in das neue Haus wertvollen Raum bescheren. Der Umbau des Kinderhauses in ein Familienzentrum kann so mit viel Engagement weiter vorangebracht werden.
Vom Gelingen des Vorhabens überzeugen wollte sich auch Soziologe Dr. Klaus Zeitler, (SIREG, Mangolding), der die Gemeinde Fraunberg nun schon seit über zehn Jahren begleitet und berät.
Ein besonderer Dank ging an die unmittelbaren Nachbarn, die während der gesamten Bauphase viele damit verbundene Unannehmlichkeiten geduldig ertrugen und dem Vorhaben zu keiner Zeit im Wege standen.
Anwesend waren natürlich alle Firmen, die bisher am Rohbau mitwirkten, allen voran die mit den Baumeisterarbeiten betraute Firma Zeiler aus Langengeisling sowie die für die Dachkonstruktion zuständige Firma Alois Gahr aus Hörgertshausen. Bürgermeister Wiesmaier lobte das große Verantwortungsbewusstsein, welches die Firma Zeiler während der gesamten Entstehungsphase an den Tag legte und erinnerte an den Tag der Grundsteinlegung am achten Mai und die fünfmonatige Bauzeit. Mit Freude blickte er auf die vorangegangenen „Zukunftswerkstätten“ zurück, welche der Bürgerschaft die Möglichkeit eröffneten, sich in den Entstehungsprozess einzubringen und am Gemeindezentrum mitzuplanen. „Alles was hier steht, ist mit der Bevölkerung entstanden“, verkündete Wiesmaier voller Stolz. In einem kurzen Abriss ließ er die wichtigsten Zeitmarken, vom Ankauf des Woitl-Anwesens bis zur Grundsteinlegung Revue passieren. Bereits in der nächsten Sitzung sollen weitere Gewerke wie Sonnenschutz, Wärmedämmverbundsystem, Fassadenarbeiten und Schiebeläden vergeben werden.
Einen besonderen Dank richtete Bürgermeister Wiesmaier bei dieser Gelegenheit an die Verantwortlichen im Amt für Ländliche Entwicklung, die in der Gemeinde Fraunberg schon viele Maßnahmen begleiteten und auch dieses Projekt mit Beratung und Förderung unterstützen und voranbringen.

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Architekt Jakob Oberpriller dankte den Handwerkern für die gute und fristgerechte Ausführung ihrer Arbeiten. Er verwies auf die nun bereits siebenjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit seines Planungsbüros mit der Gemeinde Fraunberg und bezeichnete das Gemeindezentrum als „Mittelpunkt für die ganze Gemeinde“. Oberpriller erläuterte die Bauphilosophie, die „großzügig“ und „lichtdurchflutet“ ausgelegt sei: „dass man sich darin wohlfühlt“, so der Architekt. 7.637 m3 umbauter Raum stellen 1.478 m2 Nutzfläche zur Verfügung, die grob in Verwaltungsbereich, Bürgerbereich und Bankbereich aufgeteilt werden.
Das neue Gemeindezentrum stehe symbolhaft für eine selbstorientierte Bürgerkommune Fraunberg, die „selbstbewusst in die Zukunft blicken kann“, so der Planer.
Derzeit sei man damit beschäftigt, das Gebäude vor dem Wintereinbruch zu verschließen um im Innern weiterarbeiten zu können.

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Den Richtspruch in originaler Zimmerermontur brachte Alois Gahr von der gleichnamigen Zimmerei und Bedachungsfirma.

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Er lobte die Vorzüge unserer Gemeinde, die mit diesem Bau zu ihrer tausendjährigen Geschichte ein gutes Stück Zukunft geschaffen hätte. „Gottes Segen diesem Haus“, wünschte er und dass alle Gemeindebürger bald sagen können „I bin a Fraunberger, und do bin i dahoam“. R.H.