- Bürgerkommune Fraunberg -

25. April 2016

Fraunberg – Acht weitere Ortschaften der Gemeinde Fraunberg werden in 12 Monaten mit schnellem Internet versorgt sein. Für Helling-Grafing, Lohkirchen, Harham, Vorder-Hinterbaumberg, Groß-Kleinhündlbach, Rappoltskirchen-Gigling, Kemoding und Unter-Oberbierbach sind dann minimale Übertragungsraten von 50 bzw. 30 Mbit/s (DL) und 2 Mbit/s (UL) verfügbar.
Die Ausschreibung zu diesem weiteren Meilenstein in der Verbesserung der Kommunikationsanbindung erfolgte durch die Gemeinde Fraunberg schon im letzten Jahr, als das wirtschaftlichste stellte sich nach Auswertung das Angebot der Telekom Deutschland GmbH heraus. Zur Vertragsunterzeichnung traf man sich nun in der Gemeindeverwaltung Fraunberg. Mit von der Partie waren neben Fraunbergs Bürgermeister Johann Wiesmaier auch Dipl.-Ing. Reinhold Gegenfurtner (Deutsche Telekom Technik GMBH) und Stefan Hanke (Telekom Deutschland GmbH).

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v.l.n.r. Reinhold Gegenfurtner (Telekom) Bürgermeister Johann Wiesmaier, Stefan Hanke (Telekom)

Gegenfurtner betonte, dass im Zuge des Ausbaus 12 km Kabelkanäle einzubauen sind. Weiterhin werden 39 km Glasfaserkabel verlegt und 17 MFG gesetzt (MFG = Multifunktionsgehäuse – hierin erfolgt Umsetzung von Glasfaser- auf Kupferleitung). Die Erschließung des o.a. Gemeindegebiets erfolgt in FTTC-Technik (Fibre To The Node/Curb) und wird deshalb so bezeichnet, da Glasfaserkabel jeweils bis zum nächsten Verteiler, dem Kabelverzweiger verlegt werden. 
Eine weitere Verbesserung der Internetgeschwindigkeit wird sich spätestens in sieben Jahren ergeben, wenn bestehende Regulierungsprobleme und EU-Richtlinien die Umstellung auf VDSL-Vectoring erlauben. Eine Verdoppelung von 50 auf 100 Mbit/s im Downlink und eine Vervierfachung von 10 auf 40 Mbit/s im Uplink wurden von den Fachleuten in Aussicht gestellt.
Die im Vertrag beinhalteten Gemeindeteile werden gemeinsam ausgebaut und nach kompletter Fertigstellung in Betrieb genommen. Nach den Planvorstellungen Gegenfurtners soll die Tiefbaufase noch in diesem Jahr abgeschlossen sein.
Stefan Hanke gab bekannt, dass vor Inbetriebnahme im Rahmen von Veranstaltungen Beratungstermine angeboten werden und ein „Lead Partner“ als Ansprechstelle benannt wird.
Die Ausbaukosten belaufen sich auf 915.782 Euro. Die Telekom gewährt die zu erwartenden Einnahmen der nächsten sieben Jahre aus diesem Bereich als Zuschuss. Die verbleibenden 776.121 Euro werden vom Land Bayern mit 80 % gefördert. In einer in seiner Höhe bundesweit einzigartigen Aktion, stellt der Freistaat Bayern bis zu 1,5 Milliarden Euro im Rahmen der „Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen“ in den nächsten Jahren zur Verfügung. Für die Gemeinde Fraunberg verbleiben somit noch ca. 155.000 Euro zu finanzieren.
Gute Nachrichte hatte bei dieser Gelegenheit Gegenfurtner auch für den Bereich Tittenkofen anzukündigen. Die bestehenden Missstände im Bereich der Internetanbindung werden behoben. Darüber hinaus kann hier ohne große Verzögerung das VDSL-Vectoring implementiert werden, da ohne Zuschüsse in Eigenrealisierung ausgebaut wurde.
Bürgermeister Johann Wiesmaier betonte, dass er mit seinem Gemeinderat weiter am flächendeckenden Ausbau der Gemeinde Fraunberg weiterarbeiten werde um Fraunberg mit der neuesten Internet-Technik zukunftssicher aufzustellen. R.H.