- Bürgerkommune Fraunberg -

17. bis 21. Oktober 2016

Maria Thalheim / Reichenkirchen – Erneut beteiligte sich die Grundschule Fraunberg an der vom Kultusministerium ausgelobten Woche der Nachhaltigkeit und Gesundheit, innerhalb der heuer der Umgang mit Energie thematisiert werden sollte. „Energie: nicht allein die Menge macht’s“, ein Motto, das sowohl nachhaltigkeits- als auch gesundheitsbezogene Aktivitäten zulässt und sich dazu eignet, Schülerinnen und Schüler zu bewusstem Energie- und Ressourcenverbrauch anzuleiten.
Zur fachlichen Unterstützung waren von den Stadtwerken Erding, Energieberater Georg Bart und Auszubildende zur Industriekauffrau, Julia Pfeil vor Ort, die den Kindern wissenswertes zu Wasser und Strom spannend präsentierten.

Wie extrem wichtig unser Lebensmittel Wasser ist, wurde den Schülern klar, als sie aufzählten, zu welchen Gelegenheiten es eingesetzt wird: kochen, waschen, trinken, spülen, baden, sind nur einige Vorgänge, bei denen der kostbare Stoff unverzichtbar ist. Umso bedenklicher stimmte die Statistik des Wasserverbrauches in Deutschland mit durchschnittlich 125 Liter/Person/Tag, wenn gleichzeitig in armen Ländern nur ca. 15 Liter/Person/Tag zur Verfügung stehen. Dass von den 125 Litern der größte Teil (36 Liter) für Toilettenspülung Verwendung findet, nahmen die Kinder mit Verwunderung zur Kenntnis. Wasserversorgung, Wasserentsorgung, Wasseraufbereitung und besonders der sparsame Umgang mit dem vielseitigen Element wurden thematisiert. Die Schüler wussten hierzu auch schon einiges aufzubieten und gaben wertvolle Tipps: „Keinen Müll in die Bäche, nicht unnötig Wasser laufen lassen, Blumen mit Regenwasser gießen …, waren nur einige der Vorschläge zur Ressourcenschonung.

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Die Schule in Maria Thalheim
Foto: Julia Pfeil

Auch beim Thema Strom zeigten sich die Schülerinnen und Schüler schon sehr bewandert. Hierbei wurde gemeinsam überlegt was Energie ist, für was Strom gebraucht wird und woher er kommt. Fabian Folger trat vor die Klasse und erklärte seinen Mitschülern aus berufenem Mund, wie ein Biogaskraftwerk funktioniert. Die beiden Fachleute der Stadtwerke Erding hatten interessantes Anschauungsmaterial mit dabei: verschiedene Erdkabel, oder gar eine Starkstrommuffe, die aufgrund von eingedrungenem Wasser verschmorte und von den Kindern mit Erstaunen betrachtet wurde. Auch hier war ein Hauptthema, wie man sinnvoll Energieverbrauch reduzieren kann. Schließlich sollten die jungen Stromverbraucher eine Schätzung darüber abgeben, welche Kosten wohl ihr Smartphone oder Handy jährlich durch Stromverbrauch verursacht. Sie lagen mit ihren Annahmen alle weit über dem tatsächlichen Wert von ca. 1 Euro pro Jahr.

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Die Schule in Reichenkirchen
Foto: Raphael Hackl

Zum Schluss gab’s für alle ein Zeugnis sowie eine Eintrittskarte für das Schwimmbad in Erding und passend zum Energiesparthema einen Steckadapter mit integriertem Schalter. Bleibt zu hoffen, dass die Kinder das erlernte beherzigen und darüber hinaus als Multiplikator bis in ihre Familien und ihr Umfeld wirken. R.H.