- Bürgerkommune Fraunberg -

27. Oktober 2016

Fraunberg / Residenz München – Eine besondere Lokalität wurde ausgewählt, um der Preisverleihung durch Staatsminister Helmut Brunner an 10 Bayerische Gemeinden einen würdigen Rahmen zu geben. So durfte sich eine 30-köpfige Delegation der Gemeinde Fraunberg in der Allerheiligen-Hofkirche und im Kaisersaal der Münchner Residenz über den Staatspreis 2016 freuen, der mit 8.000 Euro dotiert ist. Nicht in erster Linie die Summe, sondern die damit verbundene Reputation, waren Anlass zur Freude für Bürgermeister und Gemeindechef Hans Wiesmaier. Mit ihm freuten sich auch Fraunbergs Gemeinderäte, ehemalige Gemeinderäte, Teile der Verwaltung, Mitglieder des Gemeindeentwicklungsvereins und der Teilnehmergemeinschaft Fraunberg sowie der mit uns verbundene Architekt Jakob Oberpriller und Soziologe Dr. Klaus Zeitler.

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Festsaal: Allerheiligen-Hofkirche

In seiner Begrüßung würdigte Maximilian Geierhos, der Leiter der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die herausragenden Leistungen der Preisträger.

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Maximilian Geierhos, Leiter der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung

Er bezeichnete das Landwirtschaftsministerium als „großen Partner“ bei dem Bestreben, „ländliche Heimat zukunftsfähig zu gestalten“ und zeigte sich erfreut, wie effizient und engagiert oft Herausforderungen im ländlichen Raum von den Kommunen gemeistert werden. Er gratulierte den Preisträgern und dankte der Jury, besonders aber dem Amt für Ländliche Entwicklung, das in seiner Eigenschaft als Mitfinanzier und fachlicher Begleiter für viele „wertvolle Projekte“ gesorgt habe.

Helmut Brunner, der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, sah in den gewürdigten Projekten, „Beispiele, wie man den ländlichen Raum attraktiver gestalten könne“. Er setzt in diesem Sinne auf engagierte Menschen und aktive Gemeinden und gab zu verstehen: „Für attraktive Lebens- und Arbeitsräume braucht es neue Ideen, Mut und Zuversicht. Wenn sie an die Zukunft ihrer Heimat glauben und diese gemeinsam mit anderen gestalten wollen, werden sie die richtigen Lösungen finden und die Herausforderungen meistern“, so Brunner.

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Helmut Brunner, Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Der Staatsminister zeigte auch auf, welche Bedeutung dem schritthalten mit den boomenden Zentren und Metropolregionen zukommt. „Die Preisträger haben das erkannt, entsprechend gehandelt und nachhaltige Verantwortung für die Region übernommen“. Er dankte dem Amt für Ländliche Entwicklung für Ideen und Aktivitäten, die es durch finanzielle Zuwendungen und Fachpersonal einbringe, die oft einer „Bürgerbewegung auf dem Land“ gleichkommen. Weiterhin gab er zu verstehen, dass seine Behörde weiterhin Eigenverantwortung honorieren werde und sicherte auch für die Zukunft finanzielle Unterstützung zu.

MdL Angelika Schorer (CSU), Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, sah in allen Fraktionen „Verbündete für dieses Thema“. In dem gemeinsamen Einsatz für den ländlichen Raum erkannte sie eine starke Verbindung zwischen Politik und den Aktiven vor Ort.

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MdL Angelika Schorer (CSU)

Schorer betonte den besonderen Erfolg des Programms in Bayern und freute sich über so viel „Ideenreichtum und Tatkraft, die für andere Dörfer Beispiel sein mögen“.

Der Präsident des Bayerischen Gemeindetags, Dr. Uwe Brandl, appellierte an die Verlässlichkeit der Ansprechpartner in den Ämtern.

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Dr. Uwe Brandl

Er forderte die Politik auf, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen um „dieses Land weiterzuentwickeln“. Bei 900 von ca. 2000 Gemeinden in Bayern ergäben sich „besondere Handlungsspielräume“, und die gelte es zu unterstützen.

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Die Festredner

Die Gemeinde Fraunberg ging als Sieger in der Kategorie „Umfassende Leistung zur Stärkung des ländlichen Raumes“ hervor. Geierhos überreichte das Preisgeld von 8.000 Euro und eine Urkunde, in der unsere Kommune als Pioniergemeinde der Gemeindeentwicklung und für eine moderne Bauleitplanung gewürdigt wird. Der Gemeinde Fraunberg bescheinigte er, dass sie bei den bisherigen Dorferneuerungsmaßnahmen neue Wege eingeschlagen hätte. Fraunbergs Bürgerinnen und Bürger haben sich gemeinsam mit Experten ein Handlungs- und Entwicklungskonzept zur gemeindeweiten Realisierung von Planungen gegeben, welches das erste Projekt dieser Art in Bayern war. Entscheidend für die Preisvergabe war auch die Neugestaltung der Ortsmitte Fraunberg. Nach dem Erwerb des leer stehenden Anwesens zwischen Kirche und Schloss Fraunberg, konnte eine zentrale Baumaßnahme der Gemeindeentwicklung umgesetzt werden: Die neugestaltete Fraunberger Dorfmitte. Prägend ist der moderne Neubau, in dem das Rathaus und das Bürgerhaus unter einem Dach sind.
Mit berechtigtem Stolz nahmen Bürgermeister Hans Wiesmaier und sein mitgereistes Team, den symbolischen Scheck und die Anerkennungsurkunde entgegen.

16 10 staatspreis 2016 7 preisverleihung 590Stolz nahm die Abordnung der Gemeinde Fraunberg den Preis entgegen

Eine besondere Aufgabe fiel zum Abschluss der Veranstaltung unserem Bürgermeister Hans Wiesmaier zu. Er dankte im Namen der Preisträger und Gäste den Unterstützern der Gemeinden, welche diese begleiten und dabei „Rahmen und Rückhalt“ geben.

16 10 staatspreis 2016 8 wiesmaier 590Festredner Bürgermeister Hans Wiesmaier überbrachte den Dank der Preisträger

Besonders erwähnte er hier das dem Landwirtschaftsministerium unterstellte Amt für Ländliche Entwicklung, welches zusammen mit externen Fachleuten, Architekten und Planern, wertvolle Hilfe von außen bietet.
Fraunbergs Bürgermeister dankte auch den verschiedenen Projektgruppen und Zukunftswerkstätten, die ein hohes Maß an Bürgerbeteiligung garantieren, einer repräsentativen Demokratie aber keinesfalls im Wege stehen. An Staatsminister Helmut Brunner überreichte er im Namen der Preisträger ein gerahmtes Bild mit Texten von Mutter Theresa. Hierin sind ihre „Anleitungen für ihren einfachen Weg“ aufgeführt, die auch für die tägliche Arbeit bei der Stärkung und Weiterentwicklung unserer ländlichen Strukturen Ansporn sein können. R.H.

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Bürgermeister Wiesmaier überreicht Staatsminister Helmut Brunner ein Gastgeschenk