- Bürgerkommune Fraunberg -

10.03.2017

Fraunberg / Pöring / Oberneuching – Die Neugestaltung des Krippengartens im Kinderhaus St. Florian Fraunberg steht auf dem Plan. Zu einem ersten Gedankenaustausch trafen sich deshalb Kinderhausleiterin Anita Steinbichler mit Mitarbeiterinnen, Trägervertreter Diakon Christian Pastötter, Bürgermeister Hans Wiesmaier mit Gemeinderäten und Landschaftsplaner Michael Emrich im Mehrzweckraum des Kinderhauses.
Kinderhausleiterin Anita Steinbichler erläuterte die derzeitigen Probleme und Unzulänglichkeiten: Der Fluchtweg der Bienengruppe geht in den Krippenbereich und trifft dort auf stark abschüssiges Gelände. Es ist ein stark abfälliges Gelände von der Terrasse in den Gartenbereich. Bobby Car fahren ist nur auf der Terrasse möglich. Das Trampolin steht zu nahe an der Stufe. Stellvertretende Kindergartenleiterin Kathrin Emrich hätte gerne ein paar Büsche, die Schatten spenden und in denen sich die Kinder verstecken können.
Der Landschaftsarchitekt hatte bereits einen ersten Planungsentwurf mit dabei, den er erläuterte.

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Foto: R.H.

Hierin ist eine „große Umfahrung“ des Geländes für Bobby Cars vorgesehen. Straßenbelag soll eine Pflasterung oder ein Kunststoffbahn werden. Ein Holzpodest mit Rutsche soll von der Terrasse aus in Richtung Sandbereich installiert werden. Im Sandspielplatz ist ein „Matschbereich“ vorgesehen. Als Einfassung der Sandspielfläche wären Findlinge und Holzteile im Wechsel angedacht. Weiterhin muss der Höhenunterschied zwischen Terrasse und dem unteren Gartenteil bewältigt werden. Ein Extrabereich für Krabbelkinder wird im Ostteil des Areals eingerichtet. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob die Pflanzung eines Baumes an geeigneter Stelle für Beschattung sorgen kann, auf das bisher verwendete Sonnensegel wird man allerdings nicht verzichten können.
Bürgermeister Hans Wiesmaier bestätigte, dass im Gemeindehaushalt Gelder für diesen Zweck eingeplant wären. Er legte Wert auf die Feststellung, dass bei aller Umgestaltung und Renovierung der Sicherheitsaspekt an erster Stelle stehen müsse. Nach seinen Vorstellungen soll bis zum nächsten Kindergartenjahr die Umgestaltung vollzogen sein.
Eine Delegation machte sich anschließend auf den Weg, um die Außenanlagen der Kinderkrippen und Kindergärten in Pöring (gem. Zorneding) und Oberneuching zu besichtigen. Beide Außenbereiche sind dort als sogenannte „Naturkindergärten“ angelegt. In Pöring erklärte Kinderhausleiterin Gaby Lindinger und in Oberneuching gab der Fraunberger Gruppe Bürgermeister Hans Peis mit Kinderhausleiterin Beate Tilge die Ehre.
In beiden Häusern ist ein separater Krippengarten vorhanden, die Krippenkinder nutzen aber bei entsprechender Gelegenheit auch Teile der Kindergarten -Außenanlage. Ebenso war in beiden Fällen auf eine üppige Ausstattung mit vielerlei Pflanzen, Sträuchern und Bäumen Wert gelegt worden. „Die richtige Bepflanzung ist sehr wichtig“, betonte Lindinger und empfahl auch „Tierwohnungen“ (Vogelhäuser, Insektenhotels, …) zu Integrieren.

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Foto: R.H.

„Es ist oft zu bemerken, dass die Kinder das Gefühl für sich selbst verlieren und über den Kontakt mit der Natur zu sich selbst zurückfinden“, meinte die Pädagogin.
Bürgermeister Hans Peis betonte, dass in Oberneuching der Impuls zur naturnahen Gestaltung des Außengeländes von den Eltern selbst gekommen sei.

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Foto: R.H.

Auffallend war bei beiden Einrichtungen, dass wenig herkömmliche Spielgeräte aufgestellt waren. „Die Natur soll näher gebracht werden“, erklärte Peis und beteuerte, dass sich die Kinder gerne mit den vorhandenen natürlichen Materialien beschäftigen und so zu vielen kreativen Spielen fänden.
Der Blick über den Zaun brachte viele Eindrücke und Erkenntnisse. Er wird die weitere Planung zu einem neugestalteten Krippengarten im Kinderhaus St. Florian sicher positiv beeinflussen. R.H.