- Bürgerkommune Fraunberg -

06. / 11. / 12. April 2017

Fraunberg / Maria Thalheim / Grucking – Laut Artikel 18 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern hat jeder Bürgermeister die Pflicht, einmal im Jahr eine Bürgerversammlung einzuberufen. Den Gemeindebürgern soll hierbei die Möglichkeit gegeben werden, sich über gemeindliche Angelegenheiten zur informieren und diese zu erörtern.
Auch in den Bürgerversammlungen 2017 war großes Bürgerinteresse erkennbar. Bürgermeister Hans Wiesmaier erläuterte aktuelle Zahlen und Fakten zu Gemeindefinanzen und statistische Gemeindedaten. Natürlich nahmen auch gemeindliche Institutionen wie Kinderhaus und Grundschule ihren Raum ein. Weiterhin gab es Informationen zu Straßen- und Radwegebau, Kanal und Kläranlage, den Wasserversorgungseinrichtungen, zu Bauland, zu den bei uns untergebrachten Flüchtlingen, zum Ausbaufortschritt im Bereich Breitband und dem weiteren Vorgehen in der Dorfentwicklung in Fraunberg und Reichenkirchen.
Traditionsgemäß werden zu Beginn der Veranstaltungen die vielen Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger herausgehoben, die im letzten Jahr auf sich aufmerksam gemacht haben – sei es im schulischen Bereich oder in zahlreichen Ehrenämtern. Ebenso traditionsgemäß nutzt Bürgermeister Hans Wiesmaier die Veranstaltung als Rahmen für Ehrungen verdienter Feuerwehrkameraden.

Verdiente Feuerwehrkameraden
Bereits im Februar fand die Ehrung langjähriger, verdienter Feuerwehrkameraden durch Landrat Bayerstorfer in Hofstarring statt. Es wurden dort mit dem Feuerwehrehrenzeichen geehrt:

Von der Freiwilligen Feuerwehr Maria Thalheim
Josef Algasinger für 40 Jahre aktiver Dienst
Manfred Rampf für 25 Jahre aktiver Dienst

17 04 bgv 20 ehrung ffmth 590
Foto: R.H.

v.l.n.r. Landrat Martin Bayerstorfer, Manfred Rampf, Josef Algasinger, Bürgermeister Johann Wiesmaier,

Von der Freiwilligen Feuerwehr Reichenkirchen
Anton Gruber für 40 Jahre aktiver Dienst
Johann Mayr für 40 Jahre aktiver Dienst
Günter Kreitner für 25 Jahre aktiver Dienst

17 04 bgv 21 ehrung ffrk 590
Foto: R.H.

v.l.n.r. Anton Gruber, Günter Kreitner, Bürgermeister Hans Wiesmaier, Johann Mayr

Die finanzielle Situation der Gemeinde Fraunberg:
Der Gesamthaushalt der Gemeinde Fraunberg des letzten Jahres hatte erneut eine Rekordmarke gebrochen. Mit 10,7 Mio. Euro in den Einnahmen und Ausgaben, legte er gegenüber 2015 um 1,3 Mio. Euro zu und überschritt erstmalig die 10-Millionengrenze. Bürgermeister Wiesmaier wies darauf hin, dass dies vor allem dem Bau des Gemeindezentrums geschuldet sei und er sich im nächsten Jahr wieder auf einen Bereich um die 8 bis 9 Mio. Euro einpendeln werde.
In diesem Zusammenhang, ist auch die Steigerung im Vermögenshaushalt von 3,75 Mio. Euro (2015) auf 5,12 Mio. Euro (2016) zu sehen, ebenso ist die Erhöhung des Schuldenstandes um ca. eine Million auf 2,9 Mio. Euro.
Wiesmaier zeigte sich sehr angetan, dass trotz Investitionen von 3,6 Mio Euro in das Gemeindezentrum (wie prognostiziert), der Schuldenstand sich nur um eine Million erhöht habe. Dies führte er unter anderem auch darauf zurück, dass es ihm und seinem Gemeinderat gelungen sei, über eine Million an Zuschüssen für das Projekt zu generieren. Die Pro-Kopf-Verschuldung hat sich auf 798 Euro erhöht und liegt dabei immer noch im oberen Mittel von Gemeinden unserer Größenordnung. Den Gemeindehaushalt nicht belastende kostenrechnende Einrichtungen (Kanal, Wasser) herausgerechnet, würde sich ein Schuldenstand von 2,1Mio. Euro ergeben und die Pro-Kopf-Verschuldung würde auf 578 Euro sinken.
Die „Wirtschaftlichkeit“ einer Gemeinde ist aus der Zuführung zum Vermögenshaushalt (Freie Finanzspanne) abzulesen. Das Plus von 0,9 Mio. Euro im Jahr 2016 stand für Investitionen zur Verfügung und orientierte sich in seiner Höhe an den Werten der letzten Jahre.
Die Zuführung zu den Rücklagen in 2016 fiel mit 0,68 Mio. Euro geringer aus als in den letzten Jahren. Bei dem derzeitigen Zins- und Geldmarkt wäre es auch wenig sinnvoll, viel mehr als den dem Haushalt geschuldeten Betrag zurückzuhalten und im Gegensatz dazu Geld von der Bank zu leihen.
Wiederum konnte festgestellt werden, dass die Gewerbetreibenden der Gemeinde Fraunberg auch gute Steuerzahler sind. 948.000 Euro wurden von ihnen 2016 an die Gemeindekasse überwiesen. Wiesmaier verwies darauf, dass es sich daher doppelt lohne, einheimische Firmen beim Einkauf zu berücksichtigen: „Über Steuern und Arbeitsplätze komme vieles wieder zurück“, so der Bürgermeister.
Größter Posten bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt ist die Kreisumlage mit 1.405.248 Euro. Die Landkreise generieren keine eigenen Steuern und werden zum großen Teil von den ihnen zugeordneten Kommunen finanziert. Dabei sind sie für die Schulen des Landkreises (Gymnasien, Realschulen, Förderschulen …), Krankenhäuser, Kreisstraßen, ÖPNV und vieles mehr zuständig, alles Dinge, die in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Kreishaushalt in den letzten 10 Jahren von 80 Mio. Euro auf 172 Mio. Euro angewachsen ist. Allein 50 Mio. Euro hiervon sind für den Sozialhaushalt vorgesehen und der finanzielle Aufwand für die Schulen wurde eindringlich mit 50.000 Euro pro Tag beziffert.
Haupteinnahmeposten im Verwaltungshaushalt sind der Einkommensteueranteil mit 2.019.548 Euro und die Schlüsselzuweisungen mit 534.936 Euro. Über die Schlüsselzuweisungen unterstützt der Freistaat Bayern von der Höhe her betrachtet seine Kommunen in einzigartiger Weise innerhalb der BRD. Über 2 Milliarden Euro werden jährlich an die Städte und Gemeinden als Finanzausgleich ausgeschüttet und unterstützen sie in ihren Vorhaben.
Bei den Investitionen stand mit 617.293 Euro die Dorferneuerung und Dorfentwicklung an vorderster Stelle. Bürgermeister Wiesmaier gab zu bedenken, dass jeder investierte Euro in diesem Bereich mit einem weiteren Euro an Zuschuss quasi verdoppelt würde. Die Investitionen 2016 mit 1.035.933 Euro und über den Zeitraum der letzten 10 Jahre betrachtet mit 12.345.617 Euro, sind ein Beleg für eine gesunde Gemeinde. Hier die Diagramme zu den Gemeindefinanzen:

17 04 bgv 11 gesamthaushalt 590


17 04 bgv 12 verwaltungshaushalt 590


17 04 bgv 13 vermoegenshaushalt 590


17 04 bgv 14 schuldenstand 590


17 04 bgv 15 prokopfversch 590


17 04 bgv 16 zufhrung verm 590


17 04 bgv 17 zufhrung rueck 590


17 04 bgv 18 gewerbest 590


17 04 bgv 19 verwhaush ausg 590


17 04 bgv 20 verwhaush einn 590


17 04 bgv 21 invest 2016 590


17 04 bgv 22 invest 10j 590

Statistische Daten:
Am 31. Januar 2016 waren in der Gemeinde Fraunberg 3.680 Einwohner gemeldet. Diese Zahl bestätigt einen durchschnittlichen Einwohnerzuwachs um ca. 1 % pro Jahr. Wie Bürgermeister Hans Wiesmaier darlegte, ist dieser moderate Zuwachs den Gemeindestrukturen angemessen und auch erforderlich, um sie in vorliegender Weise erhalten zu können.
Weitere erfreuliche Indikatoren für eine prosperierende Region und auch Gemeinde, sind die Entwicklungen bei den Zahlen zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Im letzten Jahr waren innerhalb der Gemeinde Fraunberg 384 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, was einen Anstieg um 30 gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Insgesamt stieg die Zahl der in der Gemeinde wohnenden Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vom Jahr 2005 (1291) bis zum Jahr 2015 auf 1562 an, gleichzeitig verringerte sich in diesem Zeitraum die Zahl der Arbeitslosen von 54 auf 28. Dies kommt einer Vollbeschäftigung gleich, freute sich Bürgermeister Hans Wiesmaier.
Eine beachtliche Zahl ergeben auch die bei uns lebenden ausländischen Mitbürger. 346 waren am 31.12.2016 gemeldet, etwa die Hälfte davon sind Österreicher, Polen, Ungarn, Rumänen und Italiener.
44 Menschen kamen im Vorjahr als Fraunberger Gemeindebürger zur Welt, von 27 mussten wir uns verabschieden. Eine beeindruckende Fluktuation ist aus Zuzüge und Wegzüge zu entnehmen: 244 haben 2016 in unserer Gemeinde eine neue Heimat gefunden, 231 haben sie wieder verlassen. Hier die Diagramme zur Demographie:

17 04 bgv 23 einwohner absolut 590


17 04 bgv 24 einwohner prozent 590


17 04 bgv 25 einwohner lkr ed 590


17 04 bgv 26 einwohner hauptorte 590



17 04 bgv 27 einwohner ortschaften 590


17 04 bgv 28 sozvers besch 590


17 04 bgv 29 arbeitsmarkt 590


17 04 bgv 30 konfessionen 590


17 04 bgv 31 auslaender 590


17 04 bgv 32 jubilaeen 590


17 04 bgv 33 geb sterb 590




17 04 bgv 34 zuz wegz 590

Kostenrechnende Einrichtungen:
Wasserversorgung Maria Thalheim
Größere Investitionen in die Wasserversorgung Maria Thalheimer Bereich, mussten im letzten Jahr keine getätigt werden. Die derzeit an sie angeschlossenen 1.370 Personen haben 2016 knapp 78.000 m3 Wasser verbraucht. Die Fördermenge lag bei 80.000 m3 und liefert über o.a. Werte den Beweis für eine technisch gut funktionierende Anlage. Wasserverluste durch Undichtigkeiten im Rohrsystem können im Bereich Wasserversorgung Maria Thalheim (2,5 % Verluste) somit fast ausgeschlossen werden, da Wasserentnahmen bei Feuerwehreinsätzen / Übungen aus dem Hydranten oder Abweichungen der Messmengen durch Zählermissweisung noch eingerechnet werden müssen.

17 04 bgv 35 wasser mth 590

Wasserversorgung Berglerner Gruppe
2.350 Gemeindebürger bezogen 135.000 m3 Wasser über die Berglerner Gruppe. Hier liegen die Wasserverluste bei 7,3 %, welches in etwa dem Deutschen Durchschnitt entspricht. Der Gesamtfördermenge von 852.000 m3 der Brunnen in Berglern (557.000 m3) und Wartenberg (295.000 m3), steht eine verkaufte Menge von 790.000 m3 gegenüber.

17 04 bgv 36 wasser berglern 590

Kanalisation und Kläranlage
Mit einer Anschlusskapazität von 3.600 Einwohnergleichwerten und einer Betriebserlaubnis bis 31.12.2027, ist die Kläranlage in Fraunberg für die nähere Zukunft gerüstet. Größere Investitionen in die Anlage würden anfallen, wenn die Ausbringung von Klärschlamm nicht mehr in gewohnter Weise möglich wäre und eine Trocknung desselben vor Weiterverarbeitung erfolgen müsste.

17 04 bgv 37 abwasser 590

Gemeindezentrum Fraunberg:
Das Gemeindezentrum Fraunberg ist seit November 2016 in Betrieb und registriert eine rege Auslastung. Erwähnt seien hier nur der Tag der offenen Tür mit Weihnachtsmarkt, Veranstaltungen mit Gästen aus ganz Bayern (Jugend in der Kommune) oder die Vollversammlung des Bayerischen Gemeindetages, Kreisverband Erding in Fraunberg. Auch die Gruppen der Nachbarschaftshilfe: „Lesecafe“, „Kreativ sein – einfach mitmachen!“ und „Lust auf Handarbeiten?“, nutzen den Bürgerteil des Gemeindezentrums gerne. Erwähnt sei hier auch noch das Kino für Jugendliche, das sich unerwarteten Zuspruchs erfreute.
In erster Linie muss jedoch hervorgehoben werden, dass der Verwaltungsteil nun endlich den Vorstellungen einer modernen Gemeinde entspricht und so gesichert in die Zukunft blicken kann. Viele Erfordernisse der heutigen Zeit wären am alten Standort einfach nicht zu verwirklichen gewesen.
Noch in diesem Jahr, soll die Straßensituation in Angriff genommen werden. Die Signale des Straßenbauamtes seien positiv und er gehe davon aus, dass sogar Tempo 30 von der Brücke bis zur Grundstücksgrenze Gasthaus Stulberger genehmigt werde, so der Bürgermeister.

17 04 bgv 38 gemzentr 1 590


17 04 bgv 39 gemzentr 2 590


17 04 bgv 39 gemzentr 3 590


17 04 bgv 40 gemzentr 4 590



17 04 bgv 41 gemzentr 5 590

Dorfentwicklung Reichenkirchen:
In Reichenkirchen wird der Weg zu einer neuen Dorfmitte weitergegangen. Es soll ein ansprechender Dorfmittelpunkt entstehen, versprach Bürgermeister Wiesmaier und gab bekannt, dass das Projekt wieder fest in die „Förderkulisse durch das Amt für Ländliche Entwicklung eingeschlossen“ sei. „Es wird spannend in der nächsten Zeit“, prognostizierte das Gemeindeoberhaupt und verkündete, dass die Dorfgemeinschaft weiterhin in die Planungen mit eingebunden werde. Voraussichtlich werde man mit den Ausführungen aber erst im nächsten Jahr beginnen können.

17 04 bgv 42 om rk 1 590


17 04 bgv 43 om rk 2 590


17 04 bgv 44 om rk 3 590


17 04 bgv 45 om rk 4 590

Breitband:
Der Ausbau des Breitbandnetzes in der Gemeinde Fraunberg schreitet zügig voran. Der Bürgermeister schilderte die Situation und nannte im Groben drei Ausbaustufen. Die erste Stufe im Bereich Maria Thalheim ist bereits erfolgreich abgeschlossen. Die zweite Stufe, in der die Erschließungsgebiete Helling-Grafing, Lohkirchen, Harham,
Vorder- Hinterbaumberg, Groß-Kleinhündlbach, Rappoltskirchen-Gigling, Kemoding und Unter-Oberbierbach versorgt werden, ist derzeit in Bau. Die dritte Stufe ist beantragt und schließt den restlichen Außenbereich = 105 Haushalte mit 279 Einwohnern ein. Nach Abschluss aller drei Stufen wären dann im Zuge des Breitbandausbaues in der Gemeinde Fraunberg 2.393.033 Euro investiert worden, der Gemeindeanteil läge bei 456.725 Euro.

17 04 bgv 46 breitband 1 590


17 04 bgv 47 breitband 2 590


17 04 bgv 48 breitband 4 590

Flüchtlinge:
Im März 2017 waren 20 Flüchtlinge in Grucking (13 Erwachsene (10 m, 3 w), 7 Kinder, 3 Fehlbeleger) und 7 unbegleitete Flüchtlinge in Bachham registriert. Die Zahlen sind gegenüber 2016 zurückgegangen. Sorge bereiteten dem Bürgermeister die „Fehlbeleger“, welche bereits den Status der Anerkennung besitzen und dazu verpflichtet sind, sich auf dem freien Markt eine Wohnung zu suchen – was aber nur in den seltensten Fällen möglich ist. Derzeit besteht eine Regelung, diese Personen wie Obdachlose einzustufen, was zur Folge hätte, dass die jeweilige Gemeinde für
ihre Unterstützung zuständig wäre. Bürgermeister Wiesmaier berichtete, dass mit der Regierung von Oberbayern eine Lösung gesucht werde.

17 04 bgv 49 fluechtlinge 1 590



17 04 bgv 50 fluechtlinge 2 590

Bauland:
Derzeit wird das Baugebiet an der Bachhamer Straße von der Fa. Brandl erschlossen. Für die 18 Parzellen bewerben sich 107 Interessenten, 50 davon sind Einheimische die seit mindestens 5 Jahren in unserer Gemeinde leben. Nachdem von der EU ein „Einheimischenmodel“ wieder zugelassen wurde, kann die Gemeindezugehörigkeit als Bonus verrechnet werden, mehr als 50 % sind aber nicht möglich. Eine weitere Neuerung ist, dass ehrenamtliche Tätigkeit, z.B. in einem Verein, ebenfalls Berücksichtigung findet.
Weiteres Bauland soll in Reichenkirchen (Baugebiet Reichenkirchen Süd) generiert werden, beim Gewerbegebiet in Tittenkofen sind alle Plätze vergeben.

17 04 bgv 51 bauland 1 590

Radwegebau:
Der Radweg an der Staatsstraße 2082 von Tittenkofen nach Erding kann erst weitergebaut werden, wenn die Planungen zur Nordumfahrung eine abschließende Phase erreicht haben. Die Stadt Erding hat bereits signalisiert, ihren Teil dazu beizutragen.
Der Radweg von Reichenkirchen nach Grucking ist im Haushalt des Landkreises (Kreisstraße) bereits fest verankert. Als einzige schier unüberwindliche Hürde stellt sich immer noch ein Grundstücksbesitzer dar, welcher bisher nicht bereit war, den erforderlichen Streifen abzutreten. Auf der Bürgerversammlung in Grucking war deshalb eine leidenschaftliche Wortmeldung eines Gemeindebürgers zu registrieren, der sich mit einer eindringlichen Bitte an den Grundstücksbesitzer wandte und an dessen soziales Gewissen appellierte. Bürgermeister Wiesmaier versprach, in dieser Angelegenheit weiter tätig zu bleiben.

17 04 bgv 56 radwegebau 590

Kinderhaus St. Florian – künftig Familienzentrum:
Im Kinderhaus St. Florian Fraunberg in kirchlicher Trägerschaft sind derzeit 147 Kinder untergebracht. Mit 22 Mitarbeiterinnen im pädagogischen Team und 9 weiteren als Reinigungskräfte und Küchenteam, ist die Einrichtung einer der größten Arbeitgeber in unserer Gemeinde.
Sechs Kindergartengruppen mit unterschiedlichen Belegungszeiten und zwei Krippengruppen werden pädagogisch betreut, eine Hortgruppe ist nach Einführung der Offenen Ganztagsschule nicht mehr gegeben.
Insgesamt besuchen im Kindergartenjahr 2016 / 2017 zwölf Kinder auswärtige Kinderbetreuungseinrichtungen. Im Umkehrschluss befinden sich aber auch Kinder aus anderen Gemeinden in unserem Haus, die Anzahl hält sich in etwa die Waage.

17 04 bgv 57 kinderhaus 1 590


17 04 bgv 58 kinderhaus 2 590



17 04 bgv 59 kinderhaus 3 590


17 04 bgv 59 kinderhaus 4 590

Grundschule Fraunberg:
Die Klassen unserer Grundschule erfreuen sich nach wie vor kleiner Schülerzahlen. 65 Schüler verteilen sich in Reichenkirchen auf die vier Klassen, ebenso wie in Maria Thalheim.
Die Betreuung in der Offenen Ganztagsschule Fraunberg im Schuljahr 2016 -2017 ist angelaufen. 30 Kinder in der Kurzgruppe und 22 Kinder in der Langgruppe sind gemeldet, 30 erhalten täglich ein Mittagessen.
Am Schulstandort in Maria Thalheim wird kräftig an der „Mensa“ gebaut, die Baukosten liegen bei etwa 400.000 Euro, wobei ca. 60.000 Euro von der Gemeinde zu tragen sind.

17 04 bgv 60 schule ogts 1 590



17 04 bgv 61 schule ogts 2 590


17 04 bgv 62 schule ogts 3 590


17 04 bgv 63 schule 1 590


17 04 bgv 64 schule 2 590

Landrat Martin Bayerstorfer:
Auf der Bürgerversammlung in Maria Thalheim war Landrat Martin Bayerstorfer zu Gast und richtete ein Grußwort an die Gemeinde Fraunberg.
Die vorausgegangenen erfreulichen Worte des Bürgermeisters zu den Gemeindefinanzen konnte Bayerstorfer nur bestätigen. Er machte deutlich, dass sich in den letzten fünf Jahren die Steuerkraft der einzelnen Landkreiskommunen um ca. 50 % erhöht hätte. Weiterhin erinnerte er daran, dass der prosperierende Landkreis Erding viele Spitzenplätze im diesbezüglichen Bundesranking einnehme. Gleichzeitig gab er aber auch zu bedenken, dass letztendlich nicht nur ausreichende Finanzmittel für den Wohlfühlfaktor verantwortlich sind: „Die Menschen müssen auch ihren Lebensraum mitgestalten und sich einbringen können“, so der Landrat. Die Gemeinde Fraunberg mit ihren Angeboten im Bereich der Gemeindeentwicklung und ihren Aktivitäten als Bürgerkommune, sah er als Musterbeispiel für die Umsetzung dieser Belange.

17 04 bgv 92 landrat 590
Foto: R.H.

Bayerstorfer widmete sich auch der Problematik der Breitbandversorgung aus Sicht des Landkreises. Hierbei dankte er den Gemeinden, die „nicht locker gelassen haben, hierfür zu kämpfen“. Derzeit sei man dabei, Anschlüsse bis zum letzten Anwesen zu schaffen. Auch dies sei Lebensqualität, wenn man nicht jeden Tag 200 km zur Arbeit fahren muss, resümierte der Landrat und zeigte auf, dass mit der neuen Technik viele Arbeitsplätze vor Ort entstehen können.
Einen nicht mehr ganz so breiten Raum wie im letzten Jahr nahm die Thematik um Flüchtlinge und Asylbewerber ein. „Es ist ruhig geworden …“, bilanzierte der Landrat und verteidigte gleichzeitig die „klare vom Gesetzgeber vorgegebene Linie“, welche vom Landkreis eingehalten wird. Erneut kritisierte er das im Camp Shelterschleife angewandte unzulängliche Verfahren der Registrierung. Im Zeitraum Oktober 2015 bis April 2016 seien ca. 78.000 Menschen in Erding eingetroffen, 17.800 davon seien ohne jegliche Registrierung geblieben. „Wer nicht bereit ist, bei der Identitätsfeststellung mitzuwirken, kann nicht erwarten, dass er in Deutschland eine Arbeit kriegt“, prognostizierte Bayerstorfer. Gleichzeitig zeigte er sich froh und dankbar über die vielen Ehrenamtlichen in diesem Bereich. Als Lichtblick sah er auch, dass keine Turnhallen mehr belegt werden müssen und nicht wie teilweise in anderen Landkreisen, Traglufthallen vorgehalten werden müssen.
Bürgermeister Hans Wiesmaier dankte dem Landrat für seine Ausführungen und sicherte ihm zu, auch weiterhin in einem guten Miteinander, auftretende Herausforderungen anzugehen und zu meistern.

Die Gemeindebürger hatten Gelegenheit währen des Vortrages zu den einzelnen Themen Fragen zu stellen. Im Anschluss wurden dann von den Bürgern vorgetragene Bitten, Anregungen und Hinweise aufgenommen, die bereits in der 52. öffentlichen Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Fraunberg am Dienstag, den 18.04.2017 unter Tagesordnungspunkt vier: „Aussprache über die Ergebnisse der Bürgerversammlungen“ behandelt werden. R.H.

17 04 bgv 95 fraunberg 590
Foto: R.H.

Veranstaltung in Fraunberg

17 04 bgv 96 mth 590
Foto: Georg Bart

Veranstaltung in Maria Thalheim

17 04 bgv 97 rk 590
Foto: R.H.

Veranstaltung in Grucking