- Bürgerkommune Fraunberg -

17. – 18. Juni 2017

Fraunberg – Erneut zeigte sich der Fraunberger Schlossgarten als idealer Veranstaltungsort und immer wieder gelingt es ihm mit seinem lieblichen Ambiente die Besucher zu verzaubern. Gerade passend für das zweitägige Fest des Gartenbauvereins Fraunberg, der am Samstag das 40-jährige Bestehen feierte und am Sonntag das nun schon fast traditionelle Holunderblütenfest folgen ließ.
Vereinsvorsitzende Traudl Fischer freute sich schon am Samstag viele Gäste begrüßen zu können. Mit von der Partie waren auch Schirmherr und Bürgermeister Hans Wiesmaier, Landrat Martin Bayerstorfer, zweiter Bürgermeister Hans Rasthofer, dritte Bürgermeisterin Anni Gfirtner und viele Gemeinderäte.
Der Fachverband war vertreten durch die Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Erding, Brigitte Murla sowie dessen Geschäftsführer August Groh.
Ein besonderer Gruß ging an die beiden ehemaligen Vorsitzenden des Gartenbauvereins Fraunberg, Hans Angermaier, der diesen in den ersten 26 Jahren leitete sowie Patricia Hess, die ihm von 2006 bis 2010 vorstand.
Zahlreich vertreten waren auch viele Ortsvereine und die Gartenbauvereine aus Reichenkirchen und Maria Thalheim.
Ein herzlicher Gruß und Dank ging an Herdana und Dieter von Fraunberg, die ihren Schlossgarten schon zum wiederholten Mal für Festivitäten des Gartenbauvereins zur Verfügung stellten, sowie an die vielen fleißigen Helfer, die bereits im Vorfeld und bei der Durchführung des Festes kräftig Unterstützung leisteten.

In Ihrer Ansprache erinnerte die Vereinsvorsitzende an die Anfänge vor 40 Jahren. Die Idee zur Vereinsgründung kam demnach vom ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Fraunberg, Lambert Bart. Fischer zählte die Aktivitäten der ersten Jahre auf, mit denen sich die Gartler bemerkbar machten und zugleich einen erachteten Platz im Gemeindeleben erarbeiteten.
Das bepflanzen des Dorfplatzes mit Linden, das veranstalten von ersten Johannifeiern vor dem Platz des Kindergartens oder das aufstellen des ersten Maibaums in Fraunberg, gehören wohl zu den herausragendsten Aktivitäten der Vereinsgeschichte in dieser Zeit.
Fischer übernahm 2003 von Hans Angermeier das Zepter und brachte, wie sie es nannte, einen „frischen schwäbischen Wind“ in die Vorstandschaft. Zwischendurch wurde sie von Patricia Hess in ihrer Funktion als Vorsitzende abgelöst, da ihr aus familiären Gründen die Leitung des Vereins nicht möglich war. Unter Fischers Regie entstand das vielbeachtete und mittlerweile zur Fraunberger Tradition gewordene „Adventsfenster“, bei dem in der Adventszeit an jedem Tag ein anderes Haus besucht wird. Bei Punsch, Glühwein und Plätzchen sammelt man obendrein für einen guten Zweck, dessen Gesamtergebnis über die Jahre bei mehreren tausend Euro liegen dürfte. Der Gartenbauverein kümmert sich schon seit Jahren um die Pflege des Kriegerdenkmals und des Dorfplatzes. 2009 fand erstmalig das Holunderblütenfest statt das 2013 eine Fortsetzung fand und in diesem Jahr bereits zum dritten Mal veranstaltet wurde. Weiter erwähnenswert fand Fischer die vielen Aktivitäten im Vereinsleben, von Ausflügen über die obligatorischen Weihnachtsfeiern mit Versteigerung, Baumschneidekursen, „Ramadama“ im Frühjahr und besonders, die Teilnahme am Blumenkorso zum Erdinger Volksfest 2015 mit einem Motivwagen „Ein Bett im Kornfeld“ und vielen, vielen Beteiligten.

Landrat Martin Bayerstorfer ermunterte in seinem Grußwort die Vereinsmitglieder dazu, das 40-jährige Vereinsbestehen „richtig zu feiern“. Er beglückwünschte sie zu den gelungenen Vorbereitungen für das Fest und attestierte ihnen, dass sie alles „so attraktiv gemacht“ hätten. „Der Bürgermeister wird froh sein darüber, dass sich der Verein um so viele Belange kümmert“, meinte er im Hinblick auf die geschilderten Tätigkeiten. Den anwesenden Gartenbauvereinen und der Kreisvorstandschaft rief er zu: „Respekt was ihr immer wieder auf die Beine stellt“ und „Ihr seid das hübsche Gesicht des Landkreises Erding“.

Bürgermeister Hans Wiesmaier attestierte der Vereinsvorsitzenden Traudl Fischer in Anlehnung an ihre Metapher vom frischen schwäbischen Wind, dass dieser mittlerweile zu einem „richtigen bayerischen Sturm angewachsen“ wäre. Er dankte dem Gartenbauverein für seine Unterstützung in vielen Belangen der Dorf- und Gemeindeentwicklung und nannte es etwas Besonderes, „wenn man sich einsetzt, für seine Ortschaft und für sein Umfeld“.
An die Vorsitzende überreichte er ein Geschenk und ermunterte gleichzeitig alle Mitglieder in ihrem Tun fortzufahren. „Fraunberg braucht euch, auch noch in 40 Jahren“, meinte das Gemeindeoberhaupt und fügte als weiteres Kompliment hinzu: „Fraunberg hat durch euch ein Gesicht bekommen“.

Die Ehrungen für 40 Jährige Mitgliedschaft übernahmen Kreisvorsitzende Brigitte Murla und Kreisgeschäftsführer August Groh. Mit einer Urkunde ausgezeichnet wurden: Anni Egger, Anni Ascher, Rosi Fischer, Franziska Eicher, Liselotte Homann, Marianne Pichlmaier, Helga Pichlmaier, Gisela Obermeier, Ursula Ott, Heidi Müller, Konrad Pfrombeck, Paul Werner, Johann Reiser, Werner Kahl, Helmut Huber, Therese Fischer und Anneliese Haas.

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Foto: R.H.

v.l.n.r.: Vorsitzende Traudl Fischer, Bürgermeister Hans Wiesmaier, Kreisvorsitzende Brigitte Murla, Landrat Martin Bayerstorfer, Heidi Müller, Josef Stulberger, Anni Egger, Werner Kahl, Ursula Ott, Johann Reiser, Anni Ascher, Paul Werner, Rosi Fischer, Helmut Huber, Marianne Pichlmaier, Kreisgeschäftsführer August Groh, Konrad Pfrombeck, Helga Pichlmaier, Liselotte Homann, Franziska Eicher, Gisela Obermeier,
nicht auf dem Bild: Therese Fischer, Anneliese Haas

Für eine besondere Ehrung waren dann noch Hans Angermaier und Gerti Schwarz vorgesehen. Beiden wurde bereits die höchste Auszeichnung des Verbandes zuteil. Ihnen wurde für 25-jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft die goldene Ehrennadel des Kreisverbandes verliehen. Heute bekamen sie vom Gartenbauverein Fraunberg eine Urkunde für ihre großartigen Verdienste im Rahmen der Vereinsarbeit.

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Foto: R.H.

v.l.n.r.: Vorsitzende Traudl Fischer, Landrat Martin Bayerstorfer, Gerti Schwarz, Hans Angermaier, Bürgermeister Hans Wiesmaier

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde zur Musik von „Räuber Kneissl“ fleißig getanzt und zu seinen Witzen fröhlich gelacht.
Das Holunderblütenfest am Sonntag mit attraktiven Verkaufsständen und der Möglichkeit sich auch kulinarisch zu versorgen, schloss die Feierlichkeiten in gebührender Weise ab. Sogar Petrus schien gefallen an dem bunten Treiben zu haben und schickte zu den zahlreichen Besuchern ideales Sommerwetter in den Schlossgarten von Fraunberg. R.H.