- Bürgerkommune Fraunberg -

25.Juni 2017

Maria Thalheim - Weihbischof Wolfgang Bischof, der Bischofsvikar für die Seelsorgeregion Süd des Erzbistums München und Freising, kam nach 2013 zum zweiten Mal als Zelebrant zur mittlerweile schon 65sten Landkreiswallfahrt.
Der Etikette entsprechend begrüßte Landrat Martin Bayerstorfer den hohen Gast.

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Bild: R.H.

Im Hinblick auf die lange Tradition von Wallfahrten im Bayernland und so auch der Landkreiswallfahrt, erinnerte der Landrat daran, dass vor nunmehr 100 Jahren das Bayernland der Gottesmutter in besonderer Weise anempfohlen wurde. Der damalige bayerische König Ludwig der III., wandte sich in dieser schweren Zeit des Krieges an den damaligen Papst Benedikt XV. mit der Bitte, auch der Heilige Stuhl möge die Jungfrau und Gottesmutter Maria zur Schutzpatronin Bayerns erklären. Diese Bitte wurde erhört und noch heute wird in vielen Glaubensbezeugungen - wie auch bei der Wallfahrt nach Maria Thalheim - zum Ausdruck gebracht, dass das Bayernland unter dem besonderen Schutz der Gottesmutter gestellt sei.

Bayerstorfer konnte unter den zahlreich erschienenen Pilgern viele Würdenträger aus Kirche und Politik besonders begrüßen. Darunter Landkreisdekan Michael Bayer, die ehemaligen Landkreisdekane Prälat Josef Mundigl und Pfarrer Thomas Zeitler sowie die Vorsitzende des Kreiskatholikenrat Erding, Margit Junker-Sturm. Ein besonderer Gruß ging auch an Staatsministerin Ulrike Scharf, den 1. Bürgermeister der Gemeinde Fraunberg, Hans Wiesmaier, den Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz sowie Altlandrat Xaver Bauer und ehemaligen Landtagsabgeordneten Jakob Mittermaier. Als Vertreter des Bauernstandes waren Kreisbäuerin Irmgard Posch sowie BBV-Kreisobmann Jakob Maier anwesend.

Pünktlich zu Beginn des Gottesdienstes setzte ergiebiger Regen ein. Die vielen Wallfahrer und auch der Weihbischof nahmen es gelassen. „Akkurat heut regnets“, haderte der Bischof ein wenig um gleich darauf eine Erklärung parat zu haben: „Wir beten ja immer um gedeihliches Wetter und wenn es den ganzen Gottesdienst regnet, wird’s immer noch zu wenig sein“.

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Bild: R.H.

In seiner Predigt nahm der der Weihbischof Bezug auf die Worte des heutigen Evangeliums (Matthäus 10:32-33 - Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde ich mich auch vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer aber vor den Menschen nicht zu mir steht, zu dem werde ich auch vor meinem Vater im Himmel nicht stehen).
Den vielen anwesenden Gläubigen bei der diesjährigen Landkreiswallfahrt rief er zu: „Die Worte des heutigen Evangelium sind eine Einladung auf Gott zu vertrauen und ihn nicht zu verschweigen“. Das Wallfahren nannte er einen Ausdruck dafür, wobei er gleichzeitig alle Anwesenden dazu aufforderte: „Wir müssen uns trauen, von ihm zu sprechen“. Der Bischof erinnerte daran, dass auch wir als Getaufte und Gefirmte in die Welt gesandt sind um zu verkünden dass es eine Hoffnung gibt, die stärker ist als der Tod. Er zitierte einen Ausspruch von Papst Franziskus, in dem dazu aufgefordert wird: „Ihr müsst jeden Tag die frohe Botschaft verkünden, und wenn euch nichts mehr übrig bleibt, sogar mit Worten“. „Maria unterstütz uns dabei“, gab der Weihbischof den aufmerksamen Zuhörern mit.
Dem nicht nachlassenden Regen geschuldet hielt sich der Festprediger an seine Eingangs gemachte Ankündigung, die „zwei Stunden“ Predigt etwas einzukürzen.

Die anwesenden Gläubigen zeigten sich trotz des vielen Segens von oben tapfer und harrten geduldig aus.
Landkreisdekan Michael Bayer bedankte sich zum Abschluss beim Zelebranten und bei den vielen, die im Hintergrund am Gelingen der Feier mitgewirkt haben. Musikalisch unterstützt wurde der Festgottesdienst durch die vereinigten Kirchenchöre des Pfarrverbandes unter der Leitung von Angelika Obermaier und das Jugendblasorchester der Kreismusikschule Erding. R.H.


Bilder: R.H.