10. Februar 2011

Einen weiteren Baustein zur Bewusstseinsbildung im Bereich Nahversorgung, wollte die Bürgerkommune Fraunberg mit einer Informationsfahrt zu einem Dorfladen nach Oberhaindlfing setzen. Ausgehend von der Bürgerbefragung Juli / August 2009, welche ein deutliches Votum lieferte, Einkaufsmöglichkeiten (gerade für den täglichen Gebrauch) zu erhalten und sogar auszubauen, machte man sich am 9. Februar 2011 mit Geschäftsleuten aus dem Gemeindebereich auf den Weg um sich dort an einem kürzlich initiierten, kleinen Lebensmittelgeschäft weitere einschlägige Erkenntnisse zu beschaffen.
In der aus ca. 300 Einwohnern bestehenden Ortschaft Oberhaindlfing in der Gemeinde Wolfersdorf, gibt es seit September letzten Jahres einen privatbetriebenen Dorfladen, welcher in die örtliche Gärtnerei Nißl mit integriert ist. Der ehemalige Blumenladen, der eine Raumgröße von rund 100 m2 aufweist, wurde mit wenig technischem und infrastrukturellem Aufwand in ein kleines Lebensmittelgeschäft umgestaltet.  Im Angebot sind ein Grundsortiment an Lebensmitteln mit frischem Obst und Gemüse, frische Backwaren und ein kleines Sortiment von speziellen Produkten aus der unmittelbaren Region. Darüber hinaus sorgt der Betrieb einer Postagentur für zusätzlichen Umsatz. Nach Aussage von Geschäftsinhaberin Daniela Nißl, bereitet ein stetig anwachsender Kundenstamm Zuversicht für das Gelingen des geschäftlichen Engagements. Nach ihrer Aussage sind zusätzlich zu den Geschäftsinhabern sogar Verkäuferinnen im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung für die Betreuung der Kunden eingestellt. Die Belieferung erfolgt hauptsächlich durch eine nahegelegene Bäckerei, eine Handelsgesellschaft aus dem Raum Pfarrkirchen und zu einem kleinen Teil auch durch Lieferanten aus der Region. Der Hauptumsatz wird durch das Sortiment im Bereich der frischen Backwaren getätigt. Eine weitere Überlegung sei, einen kleinen Raumbereich für eine Kaffeeecke abzuzweigen umso eine weitere Einnahmequelle zu erschließen und darüber hinaus dem stetig anwachsenden Kundenstamm einen ungezwungenen kommunikativen Treffpunkt anzubieten.
Oberhaindlfing bietet ein weiteres Beispiel dafür, dass die Akzeptanz der Nahversorgung eine wichtige Voraussetzung für das wirtschaftliche Gelingen eines derartigen geschäftlichen  Engagements sein wird. Viele Beispiele veranschaulichen mittlerweile, dass es Lösungsmöglichkeiten gibt und so auch Verbesserungen in der Grundversorgung zu erreichen sind.
Den Verantwortlichen in der Gemeinde Fraunberg wird es deshalb weiterhin ein Anliegen sein, in dieser Richtung Aktivität zu zeigen, es gilt jedoch, dass jede diesbezügliche Verbesserung nur innerhalb bestehender Strukturen, ohne zusätzliche Konkurrenz und ohne jegliche Abwertung der vorhandenen Nahversorgungsbetriebe erfolgen kann.


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