- Bürgerkommune Fraunberg -

30. September 2017

Reichenkirchen – Mit einem gemeinsamen Pfarrverbandsgottesdienst wurde der nun schon seit sieben Jahren bei uns wirkende Pfarrer Cezary Liwiński feierlich verabschiedet. Nach dem Gottesdienst trafen sich noch viele Kirchenbesucher sowie verantwortliche in den Kirchengremien und dem gemeindlichen Bereich im Pfarrheim von Reichenkirchen zu einem Stehempfang, um dem Seelsorger Danke zu sagen.

Diakon Christian Pastötter war sichtlich gerührt und betonte in seiner Ansprache: „Es ist schmerzlich, wenn jemand weggeht, aber eines bleibt uns immer, das ist unser Glaube“.

Pfarrverbandsvorsitzende Kathrin Wiesmaier ergriff die Gelegenheit, die sieben Jahre Revue passieren zu lassen. Obwohl 2010 Ereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft oder der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull, lange Zeit die Schlagzeilen beherrschten, war für uns Gläubige die Presseüberschrift: „Neustart im Doppelpack“ die wichtigste, so Wiesmaier. Sie stand vor dem Artikel, der darüber berichtete, dass im Pfarrverband Reichenkirchen / Maria Thalheim Pfarrer Cezary Liwiński und Diakon Christian Pastötter ihren Dienst aufnahmen.
Die Pfarrverbandsvorsitzende erinnerte in ihrer Rückschau an weitere prägende aber auch einschneidende Stationen der sieben Jahre. In Erinnerung bleibt sicher die im Jahre 2012 durchgeführte Reise des Pfarrverbandes nach Polen, die Heimat des Seelsorgers. Aber auch der Tod von Pfarrer Feckl 2014, erforderte Umdenken in der Gottesdienstplanung. 2015 stand als große Herausforderung eine neue Situation nach der Halbierung der Stelle unseres Diakons Christian Pastötter an.
Die Pfarrverbandsvorsitzende bedankte sich bei dem scheidenden Pfarrer für seinen Einsatz für die Kinder, für die Gottesdienste, die er mit uns gefeiert hat und wünschte ihm einen guten Neuanfang sowie Gottes Segen.

Der Kirchenchor St. Michael unterstrich den Wunsch mit dem Kanon: „Wir wünschen dir viel Segen …“.

Reichenkirchens Kirchenpfleger Anton Maier sprach im Namen aller Kirchenpfleger und bedankte sich für die Unterstützung bei den vielen baulichen Unternehmungen im kirchlichen Bereich des Pfarrverbandes. „Als sie nach Reichenkirchen gekommen sind, war die Kirche wegen der Renovierung noch eingerüstet“, erinnerte Maier und fügte humorvoll hinzu: „aber dann haben sie gleich eine neue Kirche bekommen“.
Pfarrer Liwiński bescheinigte er, dass er immer hinter den örtlichen Gremien gestanden habe, sei es bei der Renovierung der Filialkirche in Grucking, der Renovierung des Turmes in Riding oder bei den Verhandlungen als Nachbar beim Neubau des Gemeindezentrums in Fraunberg gewesen, um nur einige zu nennen.
Maier bedauerte den Weggang des Pfarrers und schickte dabei kritische Worte an die Verantwortlichen im Ordinariat, denen er bei der Einsatzplanung ihrer Seelsorger eine Vorgehensweise wie bei einer Leiharbeitsfirma attestierte.

Bürgermeister Hans Wiesmaier stufte die vergangenen sieben Jahre als gute Jahre für den Pfarrverband Reichenkirchen / Maria Thalheim aber auch für die Gemeinde Fraunberg ein.
„Gut waren die Jahre deshalb, weil wir (politische- und Kirchengemeinde) uns immer gemeinsam auf den Weg gemacht haben, die Dinge anzugehen“, so Fraunbergs Bürgermeister. Er betonte, dass er aus vielen Beispielen anderer Kommunen berichten könne, dass diese Zusammenarbeit nicht überall so harmonisch verlaufe, wie es hier der Fall war. An die Anwesenden richtete er den Wunsch, sich weiterhin im kirchlichen Bereich einzubringen und zu unterstützen.
Dem scheidenden Seelsorger gab er die besten Wünsche der Gemeinde Fraunberg für seine neue Wirkungsstätte mit auf den Weg.

Pfarrer Cezary Liwiński gab bekannt, dass er zukünftig zu 50% im Pfarrverband Waldkraiburg und zu 50% in der Pfarrei Aschau am Inn eingesetzt werde. Er habe erst diese Woche eine Wohnung zugewiesen bekommen und könne nun mit deren Einrichtung beginnen. Auch er bedankte sich für die vergangene Zeit im Pfarrverband und versicherte: „Wenn ich gebraucht werde, komme ich hier her zum aushelfen“.

Diakon Christian Pastötter gab seinem ehemaligen „Chef“ noch mit auf den Weg: „Das du dich an deinem neuen Arbeits- und Wohnort genauso wohl fühlst wie es hier war und dass du auch noch manchmal an uns denkst“.

Viele Bilder zu dem Ereignis gibt es auf der Homepage der Gemeinde Fraunberg. R.H.

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Foto: R.H.
v.l.n.r. Reichenkirchens Kirchenpfleger Anton Maier, Diakon Christian Pastötter, Pfarrverbandsvorsitzende Kathrin Wiesmaier, Pfarrer Cezary Liwiński, Bürgermeister Hans Wiesmaier und die Pfarrsekretärinnen Martina Pfanzelt und Christine Scheiel bei der Übergabe der Geschenke.


Fotos: Markus Krompaß Fotostudio Lohkirchen