- Bürgerkommune Fraunberg -

15. Oktober 2017

Maria Thalheim – Mit einem Vespergottesdienst und einem anschließenden Stehempfang im Pfarrheim in Maria Thalheim, stellte sich nach Weggang von Pfarrer Pfarrer Cezary Liwiński das neue Seelsorgeteam der Pfarrverbandsgemeinde vor.

Bereits in seinen einführenden Worten zur Vesper, ging Pfarrer Gregor Bartkowski auf die nun anstehende „gewaltige Aufgabe“ ein, zwei Pfarrverbände (Reichenkirchen / Maria Thalheim und Wartenberg) mit einem Seelsorgeteam zu leiten. Gleichzeitig gab er den zahlreich anwesenden Kirchenbesucher aber auch Zuversicht mit auf den Weg und gab ihnen zu verstehen, dass sie gemeinsam versuchen werden, „in jeder Pfarrei ein großes Stück Heimatkirche zu erhalten“.
Dies könne aber nur gelingen, wenn weiterhin eine engagierte Unterstützung aus der breiten Kirchengemeinde gewährleistet sei, so Bartkowski. In diesem Sinne zitierte er die Worte des US-Präsidenten John F. Kennedy bei seinem Amtseid die da lauteten: "Frage nicht, was der Staat für Dich tun kann, sondern frage, was Du für den Staat tun kannst". Der Leiter unseres Pfarrverbandes wies damit darauf hin, dass jede Gesellschaft und so auch die Kirche vom Engagement seiner Mitglieder lebt. „Wir brauchen viele Menschen, die sich die zweite Frage stellen“ ergänzte er und dankte den vielen ehrenamtlichen im Pfarrverband Reichenkirchen / Maria Thalheim, die schon jetzt mitgestalten und sich vieler Dinge annehmen.

Beim Stehempfang im Pfarrheim begrüßte Diakon Christian Pastötter viele Gäste, darunter besonders die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und der Kirchenverwaltungen, Mesner, Kirchenmusiker, Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier mit 2. Bürgermeister Hans Rasthofer und Gemeinderäte, das Fraunberger Adelshaus vertreten durch Cécile von Fraunberg, die Mitarbeiterinnen im Pfarrbüro sowie Pfarrverbandsvorsitzende Kathrin Wiesmaier. Das Seelsorgeteam bildeten neben Diakon Christian Pastötter: Pfarrer Gregor Bartkowski, Diakon Sebastian Lenz, Gemeindereferentin Irmgard Brenninger sowie Pastoralreferentin Maria Lutz.

Pfarrverbandsvorsitzende Kathrin Wiesmaier begrüßte die neuen Seelsorger aufs herzlichste und zählte ihnen gleich auf, welcher gewaltige Aufgabenzuwachs sich durch die ca. 2500 Katholiken, fünf Pfarrkirchen und vier Filialkirchen für sie ergeben werde. Gleichzeitig sicherte sie dem Seelsorgeteam die Unterstützung des gesamten Pfarrverbandes zu und appellierte an alle Verantwortlichen und Unterstützer, gemeinsam und förderlich zu handeln. „Wenn wir zusammenhalten und als Teamplayer agieren, werden wir auch eine gute Mannschaftsleistung hervorrufen können“, meinte Wiesmaier. Besonders freute sich die Pfarrverbandsvorsitzende darüber, dass mit der personellen Umgestaltung nun Diakon Christian Pastötter wieder zu 100 % für unseren Pfarrverband zuständig ist.

Auch Bürgermeister Hans Wiesmaier hieß die neuen Seelsorger herzlich willkommen. Er nutzte die Vorgänge in der herbstlichen Natur als Metapher für den Wandel, der nun auch im Pfarrverband bewältigt werden muss, sah ihn aber gleichzeitig als Chance. Der Bürgermeister freute sich auf eine Fortsetzung der traditionell guten Zusammenarbeit zwischen Kirche und politischer Gemeinde und sagte seine Unterstützung bei der Aufgabe zu, „kirchliches Leben aus starken Wurzeln in eine neue Zeit zu bringen“. Er zeigte sich zuversichtlich, mit vereinten Kräften erfolgreich zu sein und nannte es als unabdingbar, „den kirchlichen und politischen Reglern zu zeigen, dass wir es schaffen“.

Pfarrer Gregor Bartkowski ergriff zum Abschluss noch einmal das Wort und dankte den Anwesenden für die freundliche Aufnahme und das entgegengebrachte Wohlwollen. Er bedauerte es, nicht mit dem vollzähligen Team angetreten zu sein und verwies auf den in der Runde fehlenden Pater Paul Pathiyamoola, der als Nachfolger von Pfarrer Liwiński vorgesehen war, aus gesundheitlichen Gründen aber derzeit nicht hier sein könne.
Bartkowski versprach in seiner Eigenschaft als Pfarrverbandsleiter alles zu unternehmen, um einen zusätzliche Seelsorger zu bekommen. Gleichzeitig dämpfte er die Erwartungen, die aufgrund der Rückgänge in den Kirchenberufen nur schwer zu erfüllen sind. „In zehn Jahren“, so prognostizierte er, „werden wir hier nicht mit sieben Seelsorgern stehen, sondern mit drei oder vier“.

Die Bürgerkommune Fraunberg heißt die neuen Seelsorger herzlich willkommen und wünscht viel Kraft und auch Freude bei der Ausübung ihres Dienstes. Text: R.H.

17 10 einfuehrung seelsorgeteam 590
Foto: R.H.
v.l.n.r. Bürgermeister Hans Wiesmaier, Pfarrer Gregor Bartkowski, Gemeindereferentin Irmgard Brenninger, Pfarrverbandsvorsitzende Kathrin Wiesmaier, Pastoralreferentin Maria Lutz, Diakon Sebastian Lenz, Diakon Christian Pastötter

Fotos: Markus Krompaß Fotostudio Lohkirchen