- Bürgerkommune Fraunberg -

21. Oktober 2017

Maria Thalheim – Gleich zwei Ortstermine hatte Bürgermeister Hans Wiesmaier im Gemeindebereich Maria Thalheim anberaumt: beim Kriegerdenkmal in der Ortsmitte und beim Gemeindefriedhof am südlichen Ortsrand. Die Initiativen hierzu gingen unter anderem von Vereinsverantwortlichen und engagierten Gemeindebürgern aus. Neben dem Gemeindeoberhaupt mit Teilen des Gemeinderates waren auch Diakon Christian Pastötter, als fachlicher Berater Steinmetz Paul Neumeier aus Wartenberg, Kriegervorstand Franz Obermaier, Kirchenpfleger Willi Auer und viele interessierte Bürger Maria Thalheims erschienen.

Am Kriegerdenkmal ging‘s um den unzulänglichen Zustand des Brunnens und des Bassins im Gebäudeinneren. Kriegervorstand Obermaier schilderte den derzeitigen Zustand und wie es über die Jahre dazu kam. Der Wasserfluss aus den vier Wasserspeiern an der Stele wurde schon vor ca. eineinhalb Jahren gestoppt und das Wasser im Bassin ist ausgelassen. Die Wasserspeier in Form von Löwenköpfen sind aus Zinn und bedürfen einer grundlegenden Sanierung. Hilfe erhofft sich hier die Vereinsvorstandschaft durch den Maria Thalheimer Ingenieur Willy Rampf, der bereits an der Instandsetzung der Wasserzuführung gearbeitet hat und sich an der Reinigung und Reparatur der Wasserspeier versuchen will. Da sich dies als relativ schwierig gestalten könnte, wird auch überlegt, bestehende Figuren durch einen Abdruck in Bronze zu ersetzen.

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Foto: R.H.
Die Schäden am Brunnen im Kriegerdenkmal müssen repariert werden

Steinmetz Paul Neumaier regte an, die Marmorteile des Brunnens vom Sockelbeginn bis zur Figur an der Spitze vom unansehnlichen Kalkschlag zu befreien. Darüber hinaus soll die leichte Schräglage der Stele fachgerecht behoben werden. Neumaier sah einen kostengünstigen Weg, ohne die Figur an deren Spitze entfernen zu müssen.
Bürgermeister Wiesmaier freute sich über die vielen anwesenden Gemeindebürger und nannte das Maria Thalheimer Kriegerdenkmal „etwas Besonderes“. Er regte an, den Wasserverbrauch dadurch zu minimieren, wonach vor den Wasserspeiern angebrachte kleinere Becken als Sammelbehälter dienen könnten. Das tiefe Bassin um den Brunnen sollte am besten umgestaltet werden und seiner Meinung nach nicht mehr als Wasserbehälter fungieren. Gerne nahm er die Äußerungen Obermaiers auf, der vorschlug, den Brunnen evtl. über Bewegungsmelder zu steuern. Er sagte den verantwortlichen des Kriegervereins seine Unterstützung zu und gemeinsam mit dem Gemeinderat eingehende Lösungsvorschläge konstruktiv zu begleiten.

Diakon Christian Pastötter nahm die Gelegenheit wahr um eine Gedenktafel für den 2014 verstorbenen Pfarrer Sebastian Feckl anzuregen.

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Foto: R.H.
Diakon Christian Pastötter vor der Gedenktafel für Pfarrer Anton Hornung an der Michaelskapelle

Dieser Vorschlag fand die einhellige Zustimmung der anwesenden Bürger. Sie soll an der Michaelskapelle neben der Gedenktafel für den langjährigen Maria Thalheimer Pfarrer Anton Hornung angebracht werden. Bürgermeister Wiesmaier freute sich über diese Anregung und versprach, dies dem Gemeinderat vorzuschlagen.

Weiterer Besichtigungspunkt war der Gemeindefriedhof am südlichen Ortsrand. Grund hierfür war eine Anregung Erich Korbers, der sich für einen Urnengräberbereich einsetzte.
Bürgermeister Wiesmaier lobte den „wunderschönen“ Platz, der immer gut gepflegt erscheint. Mit den Worten: „Weil sich bei uns die Leute noch darum kümmern“, gab er ein Lob an die Friedhofsnutzer weiter.
Er sah es als unabdingbar an, auch in Maria Thalheim Voraussetzungen für zeitgemäße Formen der Bestattung zu schaffen.
Auch hier hatte Steinmetz Paul Neumeier Lösungsvorschläge parat, die auf das Areal des hiesigen Friedhofes zugeschnitten waren.

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Foto: R.H.
Der vorgesehene Platz für die Stelen

Er regte an, sowohl Granitstelen sowie Plätze für Urnenerdbestattung anzulegen. Sein Vorschlag, drei bis vier Stelen mit jeweils mehreren Urnenplätzen im Bereich der Wiese rechts vom Leichenhausvorplatz zur nächsten Terrassenebene hin und eine Urnengräberreihe im Anschluss an die Stelen auf dem freien Terrassenbereich oberhalb anzubringen, fand die uneingeschränkte Zustimmung der Anwesenden. Hier wären 10 bis 15 Gräber möglich, die über eine gepflasterte Einfassung voneinander abgegrenzt und auch gut zugänglich gemacht werden sollten, so der Fachmann.

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Foto: R.H.
Der vorgesehene Platz für Gräber mit Urnenerdbestattung

Eine weitere Anregung kam von Josef Reitmaier, der auf die Begrenztheit der am Friedhof vorhandenen Parkplätze hinwies. Eine Erweiterung des Parkareals in Richtung Ort oder im Bereich der im Westen und Norden angrenzenden Grundstücke, würde für dringend erforderliche Entspannung bei Beerdigungen oder Festen wie Allerheiligen sorgen.

Bürgermeister Hans Wiesmaier war angetan ob des konstruktiven Gesprächs und gab schon an dieser Stelle den Planungsauftrag für die behandelten Themen an den Gemeinderat weiter. Er versicherte, dass zügig Entscheidungen herbeigeführt werden um wenn möglich, noch im Haushalt des Jahres 2018 ihre Berücksichtigung zu finden. Text: R.H.

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Bild: Google Earth, bearbeitet: R.H.
Die vorgesehene Lage für die Stelen und Urnengräber