Ergebnisse aus der 8. öffentlichen Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Fraunberg in der Wahlperiode 2014-2020 am 16.10.2014

1.    Genehmigung der Niederschrift über die öffentliche Sitzung vom 30.09.2014

Die Niederschrift ist noch nicht angefertigt und wird den Gemeinderäten in der Sitzung am 21.10.2014 als Tischvorlage vorgelegt und kann dann am 11.11.2014 genehmigt werden.

2.    Aussprache und Beschlussfassung zur Vereinbarung über Erstellung Gemeindezentrum und Erwerb Flurstück 65 unter Kostenbeteiligung Verfahren II - Gemeindeentwicklung

Dem Gemeinderat lag die Vereinbarung über die Erstellung des Gemeindezentrums und den Erwerb von Fl.-Nr. 65 (Standort des Gemeindezentrums) unter Kostenbeteiligung Verfahren II Gemeindeentwicklung Fraunberg vor.

Das Amt für ländliche Entwicklung setzt hier die förderfähigen Kosten für den Bau des Gemeindezentrums mit 2.152.000 € an von denen 852.000 € zuwendungsfähig sind. Die Zuwendung beträgt hier 300.000 €.
Für den Kauf des Grundstückes Fl.-Nr. 65 sind 212.000 € förderfähig. Das ist der Differenzbetrag zwischen einem zu erzielenden Preis als Bauland und dem Wert aufgrund der tatsächlichen (öffentlichen) Nutzung. Der Kaufpreis wird vom Amt für ländliche Entwicklung mit 127.000 € gefördert, was die höchst mögliche Förderung darstellt (rund 60 %).

Die Gesamtförderung beläuft sich somit auf 427.000 €.
Der geförderte Teil muss der Nutzung durch die Bürgerschaft vorbehalten bleiben.

Der Gemeinderat stimmte der Vereinbarung vorbehaltlos einstimmig zu.

Noch nicht enthalten ist hier ein Zuschuss für die Außenanlagen, insbesondere für den Vorplatz und dessen Überdachung. Bei der Besprechung am 13.08.2014 wurden hier vom Amt für ländliche Entwicklung 50 % der förderfähigen Kosten, die allerdings noch nicht beziffert werden können, in Aussicht gestellt.

3.    Gemeindezentrum Fraunberg

•    Vorstellung der aktuellen Kostenberechnung
•    Vorstellung des aktuellen Planungsstandes mit Bemusterungen; Aussprache und Beschlussfassung dazu
•    Vorstellung des aktuellen Planungsstandes der einzelnen Gewerke Heizung Lüftung Sanitär sowie Elektro; Aussprache und Beschlussfassung dazu
Zu diesem Tagesordnungspunkt sind Architekt Oberpriller und sein Mitarbeiter, Herr Luqe anwesend. Außerdem Herr Gruber vom Ing.-Büro Vogt für die HLS-Planung.

Gebäudeplanung
Architekt Oberpriller erläuterte, dass die Forderungen des Landratsamtes Erding bezüglich des Brandschutzes ca. 50.000 € an Mehrkosten verursachen. Die Kostenschätzung geht jetzt von 3.625.000 € aus.

Zur Zeit stellt sich die Finanzierung des Rohbaus so dar, dass 600.000 € aus der allgemeinen Rücklage zur Verfügung stehen. 427.000 € beträgt der Zuschuss durch das Amt für ländliche Entwicklung und 800.000 € werden über ein Darlehen bei der Sparkasse Erding abgedeckt. Somit stehen im Haushalt 2015 rund 1.800.000 € zur Verfügung.

Architekt Oberpriller stellte dem Gemeinderat die Planung Raum für Raum vor.

Die Möblierungen der Büros stehen vom Standort her schon fest, weil dies für die Planung der Elektroschächte erforderlich war.
Für das Bürgerkaffee wurden noch keine Standorte für die Möblierung festgelegt.

In den Toiletten wurden keine Fenster geplant, da diese zusätzlichen Öffnungen der Fassade schaden. Die ausreichende Be- und entlüftung ist allerdings gewährleistet.

Für Putzgeräte und Putzmittel ist ein Kellerraum vorgesehen. Aufgrund der Erschließung des Kellers durch den Aufzug ist das auch kein Problem für die Reinigungskraft.

Die Sitzordnung für den Gemeinderat im Sitzungssaal wurde als Ellipse angeordnet, was für diesen Raum die ideale Form der Sitzordnung darstellt.

Für die Teeküche wird eine zweite Tür vorgesehen, damit diese nicht nur über den Besprechungsraum zugänglich ist.

In den Besprechungszimmern wird berücksichtigt, dass diese aus Gründen des Datenschutzes mit entsprechenden Schall geschützten Türen ausgestattet werden.

Gesamtunterkellerung
Nach neusten Berechnung kommt die Gesamtunterkellerung (Rohkeller; d. h. geglätteter Betonboden!) des Gebäudes um etwa 70.000 € bis 75.000 €, netto, teurer als der/die sonst erforderlichen Bodenaustausch bzw. die notwendigen Frostschürzen. 
Die Gesamtunterkellerung macht eine Neuberechnung der Statik erforderlich.
Der Gemeinderat stimmte der besprochenen zusätzlichen Unterkellerung (Rohkeller mit geglättetem Betonboden) mehrheitlich zu, sodass des gesamte Gebäude unterkellert ist.

Außenfassade und Bodenbeläge
Architekt Oberpriller stellte Muster der möglichen Verkleidung der Außenfassade und Bodenbeläge anhand von Mustern vor.
Die Empfehlung des Architekten ist eine homogene Dämmschicht um das gesamte Gebäude mit anschließender Fassadenverkleidung nach Wahl der Gemeinde.
Dieser Empfehlung folgt der Gemeinderat mit 15 : 0 Stimmen.

Wegen der möglichen Außenverkleidungen werden zu gegebener Zeit Ortsbesichtigungen durchgeführt.

Architekt Oberpriller wird eine Kostengegenüberstellung der möglichen Dämm- und Verkleidungsvarianten für die Fassade erstellen.

HLS-Planung
Herr Gruber erläuterte, dass die gesamte Regenentwässerung, wasserhaushaltsrechtlich zulässig, direkt in die Strogen erfolgt.

Die Lüftung des Gebäudes ist für den Aufenthalt von max. 50 Personen ausgelegt. Bei einer Nutzung durch mehr Personen (Sitzungssaal und Bürgersaal) müsste die erforderliche Be- und Entlüftung durch das Öffnen der Fenster erfolgen. Da dies auf einige Veranstaltungen bzw. Sitzungen im Jahr beschränkt ist, ist dies hinnehmbar. Eine Entlüftungseinrichtung für die Maximalnutzung steht von den Kosten her in keinem Verhältnis.

Entgegen der Auffassung des Planers war der Gemeinderat der Meinung, dass in den Toiletten Warmwasser zum Händewaschen erforderlich ist.

Die Gesamtkosten für HLS belaufen sich auf der Grundlage der aktuellen Planung auf 469.000 €. Der Gemeinderat stimmt der Kostenschätzung mit 15 : 0 Stimmen zu.

Elektroplanung
Herr Lehnert vom Ing.-Büro Wieder erläuterte, dass durch zusätzliche Anforderungen die Kosten für die Elektroinstallation von 239.000 € um rund 50.000 € auf etwa 289.000 € steigen werden (siehe beiliegenden Aktenvermerk). Eine Reduzierung der Kostensteigerung wäre nur durch „abspecken“ der geplanten Medientechnik möglich.

Für Büroräume, welche die Fenster auf der Südseite haben und für den Sitzungssaal ist Sonnenschutz vorgesehen.

Der Gemeinderat stimmte der Kostenmehrung von rund 50.000 € für die Elektroinstallation einstimmig zu.