Ergebnisse aus der 14. öffentlichen Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Fraunberg in der Wahlperiode 2014-2020 am 13.01.2015

1.    Genehmigung der Niederschrift über die öffentliche Sitzung des Gemeinderates vom 30.12.2014

Die Niederschrift lag den Gemeinderäten als Tischvorlage vor. Die Genehmigung erfolgt in der nächsten Gemeinderatssitzung.   

2.    Bauanträge und Bauvoranfragen

Der Gemeinderat erteilte, wie vom Bauausschuss empfohlen, zum Bauantrag Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in Fraunberg das gemeindliche Einvernehmen. Den notwendigen Befreiungen für geringfügige Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes wurde ebenfalls zugestimmt.

3.    Aussprache und Beschlussfassung zur Aufstellung eines Bebauungsplanes im Nordosten von Riding

Der Gemeinderat signalisierte die Bereitschaft zur Einleitung eines Aufstellungsverfahrens für den vom Eigentümer beantragten Bebauungsplan. Der Grundstückseigentümer wurde aufgefordert eine Planskizze vorzulegen aus der das Art und das Maß der baulichen Nutzung und die innere Erschließung des Gebietes hervorgehen. Nach Vorlage dieser Planung wird die Angelegenheit dem Gemeinderat wieder vorgelegt.

4.    Aussprache und Rückblick auf die Klausurtagung des Gemeinderates am 09. und 10.01.2015

Gemeinderat und Verwaltung waren am 09. und 10.01.2015 in Rain am Lech auf Klausurtagung. Ziel der Klausur war es die Zusammenarbeit im Gemeinderat zu stärken und die Ziele für die nächsten Jahre abzustecken und um dort in einem Strategieseminar die Grundpfeiler zu setzen, die das Gerüst für weiteres Handeln bestimmen.

„Wir wollen uns nicht von Maßnahme zu Maßnahme hangeln, wir brauchen eine vorausschauende Strategie“, so definierten Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung die  Ziele für die nächsten Jahre, die sich nicht in reiner Projektarbeit erschöpfen sollen. Vielmehr denken die Teilnehmer daran, alle anfallenden Arbeiten immer in einem größeren Konsens zu sehen, auch für Bürger nachvollziehbar.

Um das hohe Niveau der Gegenwart auch auf die Zukunft übertragen zu können, bedarf es der Individualität und Qualität eines jeden Mitarbeiters. Aber auch die Stärken eines jeden Einzelnen wurden hierbei abgefragt, schließlich wollen die Verantwortlichen die Kapazitäten voll nutzen.

Schließlich erarbeitete die Gruppe vier grundsätzliche Themenblöcke, die jetzt nacheinander im Gemeinderat diskutiert und beschlossen werden sollen:

Bauliche Entwicklung
Hier soll es zu neuen Erschließungsmodellen kommen, auch für Gewerbe soll es keine Leerstände geben. Neue Wege der Baulanderschließung sollen geänderten Lebensformen mehr Spielraum bieten, Dorfstrukturen gilt es zu erhalten, Gewerbe und Wohnen als Ziel haben nach wie vor oberste Priorität.
Wirtschaft und Verkehr/Energie und Nachhaltigkeit
Es gilt, sichere Verkehrswege zu schaffen sowie eine noch stärkere Anbindung von Stadt und Land (zum Beispiel mit einem durchgehenden Radweg von Wartenberg nach Erding).
Einheimischen Betrieben soll Wachstum ermöglicht werden, jedoch stets vor dem Hintergrund eines optimierten Energieverbrauchs und mit moderner Kommunikation.

Bildung, Kultur und Soziales
Das neue Gemeindezentrum, die dominante Baumaßnahme 2015, soll sich auch kulturell für die Bürger öffnen, soll Plattform darstellen für Veranstaltungen aller Art. Zum weiteren, attraktiven Treffpunkt am Ort ist vorstellbar, das Schloss Fraunberg noch mehr einzubinden und die Dorfplätze in Reichenkirchen und Fraunberg auszubauen.
Generell ist angedacht, die Bürger noch mehr mit einzubinden.

Ortschaften, Natur und Landschaft
Wie es sich für den ländlichen Raum anbietet, denkt die Gemeinde über eine noch stärkere Anbindung an das nächst größere Zentrum, also an Erding nach.

Zudem sollen die Landwirte als Mitstreiter im Kampf um eine gute Ökologie gewonnen werden.
Der Ausbau des Breitbandes ist weiter voran zu treiben.

Allgemeines
Als nächste Schritte, wird es Gemeinderatssitzungen geben, die sich jeweils um einen dieser Themenbereiche beschäftigen.
Auf dem Bausektor stehen das Fraunberger Gemeindezentrum und die Erneuerung des Dorfplatzes in Reichenkirchen an.
Schließlich gilt ein Augenmerk der zukünftigen Baulandentwicklung.

Grundsätzlich soll, das ist das Ergebnis des Strategieseminars mit dem Gemeinderat, jener neue Leitspruch für alle gelten:

„Verantwortung übernehmen, (das) Miteinander gestalten.“

5.    Aussprache und Beschlussfassung für Vorschläge zum Fassadenpreis 2014 des Landkreises Erding

Der Kreisverein für Heimatschutz und Denkmalpflege Landkreis Erding e.V. hat bereits 1984 Richtlinien über die Verleihung eines Preises für vorbildliche Baugestaltung beschlossen (neue gültige Fassung vom 09.11.2010).

Nach § 3 dieser Richtlinien kommen für die Preisverleihung in Betracht:
    Renovierungs- und Umbaumaßnahmen an
o    denkmalgeschützten und/oder
o    nicht denkmalgeschützten Gebäuden
    Neubaumaßnahmen von
o    landwirtschaftlichen Bauten oder Gewerbebauten,
o    öffentlichen Gebäuden und/oder
o    Wohngebäuden
sofern durch das Erscheinungsbild des Gebäudes, insbesondere hinsichtlich Fassadengestaltung, verwendeter Baumaterialien, Qualität und Technik der Ausführung sowie Farbgebung das Orts- und Landschaftsbild in vorbildlicher Weise bewährt, ergänzt oder bereichert wird.

Nach § 4 steht den Gemeinden und Bürgern des Landkreises Erding das Vorschlagsrecht zu. Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

In diesem Mitteilungsblatt werden die Bürger auf ihr Vorschlagsrecht hingewiesen und bis 20.02.2015 um Vorschläge gebeten.

Der Gemeinderat hat folgende Objekte zur Meldung an das Landratsamt Erding vorgeschlagen:
•    Neues Leichenhaus in Reichenkirchen
•    Wohnhaus und Hofstruktur Weißenböck in Kleinthalheim
•    Gasthaus Rauch in Grucking
•    Halle der Fa. Haindl im Gewerbegebiet Tittenkofen

6.    Wasserversorgung Maria Thalheim; Beschlussfassung zur Umrüstung von Hydranten wegen der Bedarfsänderung für den Brandschutz

Am Hochfeld in Maria Thalheim, in Großhündlbach und in Kleinhündlbach müssen drei über 30 Jahre alte Oberflurhydranten zur Aufrechterhaltung des Feuerschutzes ausgetauscht werden. Die Kosten liegen bei rund 9.500 €.
Bürgermeister Wiesmaier weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass im Versorgungsgebiet der in den Jahren 1983/1984 gebauten Wasserversorgung in den nächsten Jahren immer wieder solche Maßnahmen anstehen werden. Damit bestätigt sich, dass der Beschluss zur Gebührenanpassung ab April 2015 seine absolute Berechtigung hatte.

Der Gemeinderat stimmt dem Austausch mit 16 : 0 Stimmen zu.

7.    Bauleitplanung der Nachbargemeinden

Dem Gemeinderat lag der Bebauungsplan Nr. 171 III für das Gebiet westlich der Sandgrubensiedlung (3. Bauabschnitt) vor. Hier sollen auf rund 4,8 ha (Nettobaufläche rund 2.6 ha; der Rest ist öffentliche Fläche wie Straßen, Parkplätze, Spielplatz und Eingrünung) mit rund 80 Wohneinheiten entstehen.
Der Gemeinderat stimmte der Planung im Rahmen der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange zu.

8.    Gemeindeentwicklung;

-Informationen und Sachstandsberichte zu den Projekten in Fraunberg  und Reichenkirchen  
Termine
Es wurde auf folgende Termine hingewiesen:
•    Donnerstag, 15.01.2015, Treffen der Projektgruppe Chronik Fraunberg
•    Montag, 19.01.2015, Sitzung des Vorstands des Gemeindeentwicklungsvereins
•    Donnerstag, 26.02.2015, Jahreshauptversammlung des
Gemeindeentwicklungsvereins



9.    Verschiedene Anfragen und Informationen

a)    Bürgerball
Bürgermeister Wiesmaier lud die Gemeinderatsmitglieder nochmals ausdrücklich zum Bürgerball am 31.01.2015 ein.

b)    Jubiläum 40 Jahre Kindergarten Fraunberg; Standplatz für das Zelt
Nachdem in der Bürgerschaft bekannt wurde, dass der bisher geplante Standort nicht genutzt werden kann, sind Angebote mehrerer Grundstücksbesitzer zur Nutzung ihrer Grundstücke als Standort für das Zelt eingegangen. Bürgermeister Wiesmaier bedankte sich recht herzlich bei allen, die hier ihre Bereitschaft bekundet haben, da dies von einem großen bürgerschaftlichen Engagement zeugt.

Entgegennahme von Spenden durch die Gemeinde Fraunberg
Im Laufe des Jahres 2014 sind bei der Gemeinde insgesamt 4.560 € für verschiedene Zweckbindungen eingegangen. Der Gemeinderat hat der Entgegennahme und der Zweckbestimmung formell zugestimmt.
Eine Spende in Höhe von 1.260 € ist anonym und zur freien Verwendung eingegangen. Hier hat der Gemeinderat beschlossen den Spendenbetrag für die Erstellung der Ortschronik zu verwenden.


Fassadenpreis des Landkreises Erding 2014
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
der Kreisverein für Heimatschutz und Denkmalpflege Landkreis Erding e.V. hat bereits 1984 Richtlinien über die Verleihung eines Preises für vorbildliche Baugestaltung beschlossen (neue gültige Fassung vom 09.11.2010).

Nach § 3 dieser Richtlinien kommen für die Preisverleihung in Betracht:
    Renovierungs- und Umbaumaßnahmen an
o    denkmalgeschützten und/oder
o    nicht denkmalgeschützten Gebäuden
    Neubaumaßnahmen von
o    landwirtschaftlichen Bauten oder Gewerbebauten,
o    öffentl. Gebäuden und/oder
o    Wohngebäuden
sofern durch das Erscheinungsbild des Gebäudes, insbesondere hinsichtlich Fassadengestaltung, verwendeter Baumaterialien, Qualität und Technik der Ausführung sowie Farbgebung das Orts- und Landschaftsbild in vorbildlicher Weise bewährt, ergänzt oder bereichert wird.

Nach § 4 steht den Gemeinden und Bürgern des Landkreises Erding das Vorschlagsrecht zu. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Es wird gebeten der Gemeinde Fraunberg, Vorschläge zuzuleiten (möglichst mit Bild der aussagekräftigsten Ansichten des vorgeschlagenen Projektes, bei Renovierungs- und Umbaumaßnahmen bitte auch mit Bild des Ursprungszustandes). Nach § 5 werden die Vorschläge zur Preisverleihung einer Vorprüfung durch ein Gremium unterzogen.
Sie werden hiermit gebeten bis 20.02.2015 Bauprojekte zu benennen die eine herausragende Baugestaltung aufweisen.