- Bürgerkommune Fraunberg -

25. /26. August 2018

Reichenkirchen – Fünf Einsatzszenarien binnen 24 Stunden: Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Reichenkirchen mussten im Rahmen einer großangelegten Übung Teamarbeit und fachmännisches Know-how unter Beweis stellen. Jugendwart Günter Jungwirth organisierte gemeinsam mit Stellvertreter Sven Beinlich und dem gesamten Ausbilderteam die praxisorientierte Schulung, die von 25. bis 26. August 2018 an diversen Orten stattgefunden hat. Dabei standen den sieben Teilnehmern rund fünf Betreuer mit hilfreichen Tipps zur Seite.
Gegen neun Uhr morgens wurden die 14- bis 16-jährigen Ehrenamtlichen zu ihrem ersten inszenierten Einsatz nach Grucking gerufen. Eine bewusstlose Person musste aufgrund eines Hitzekollaps medizinisch versorgt werden. Das Absetzen des Notrufs wurde dabei als Teil der Jugendflamme-Prüfung gewertet, die alle Jugendlichen im Laufe des Tages erfolgreich absolvierten.
Neben dem Notruf zählten das Legen von drei Knoten beziehungsweise Stichen und das Setzen von Verteiler, Strahlrohr und Standrohr an einem Unterflurhydranten zu den Pflichtbestandteilen des Leistungstests. Im Anschluss überreichten Bürgermeister Hans Wiesmaier und Vorstand Andreas Mayr den Teilnehmern stolz ihre Abzeichen.
Das Löschen eines in Brand gesetzten Mülleimers in Tittenkofen gehörte ebenso zu den simulierten Situationen wie die Crashrettung einer verunglückten Fahrerin (Anna Kordick), die nach einem Verkehrsunfall in der Nähe von Langengeisling aus ihrem Fahrzeug geborgen und versorgt werden musste. Der letzte Alarm führte die Jugendlichen und ihre Ausbilder zum Recyclinghof in Reichenkirchen, wo sie aufgrund eines brennenden Papiercontainers eine Löschwasserversorgung aufgebaut und die notwendige Beleuchtung errichtet haben.
Außerdem rückten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wartenberg mit ihrer Drehleiter an, um den jungen Einsatzkräften deren Handhabung und die technischen Details zu erklären. Anschließend testeten sie das Gefährt in der Praxis.
Nach dem gemeinsamen Kochen widmeten sich die Heranwachsenden den theoretischen Themen, darunter das korrekte Anlegen eines Stifneck und diversen Fakten über die Reichenkirchener Wehr.
24 Stunden und eine Übernachtung im Feuerwehrgerätehaus später, erklärten die Ausbilder die Übung für beendet. Die regulären Jugendübungen finden zweimal im Monat statt, um die Nachwuchsgruppe auf die Truppmann-Ausbildung und den aktiven Dienst bestmöglich vorzubereiten.
Alle Teilnehmer können stolz auf ihre erbrachte Leistung sein! Text: Julia Pfeil

Fotos: Julia Pfeil