- Bürgerkommune Fraunberg -

15. September 2018

Fraunberg - Flurbereinigungsspielplatz – Zu einem Planungsworkshop unter der Moderation von Dr. Klaus Zeitler trafen sich Gemeindeverantwortliche (2. Bürgermeister Hans Rasthofer, 3. Bürgermeisterin Anni Gfirtner, Mitglieder des Jugendausschusses), Vertreter aus dem Kinderhaus St. Florian sowie interessierte Eltern, von denen der Wunsch für diesen Waldspielplatz an Bürgermeister Hans Wiesmaier herangetragen wurde. Um von vorneherein Interessenskonflikten aus dem Weg zu gehen, waren auch Verantwortliche des Schützenvereins Hubertus Fraunberg mit dabei, der bisher den Platz für die jährlichen Sonnwendfeiern nutzt.

In einer Malaktion im Kindergarten konnten die zukünftigen Nutzer unter Anleitung der Kindergärtnerin Martina Schweer bereits ihre Ideen und Wünsche zu dem Waldspielplatz äußern. Dabei wurde deutlich, dass die Themen Wald, Rutschen und Klettern bei den meisten Kindern einen sehr hohen Stellenwert einnehmen.

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Fotos: Gemeinde Fraunberg

Bei einer vorangegangenen Exkursion zum Waldkindergarten in Wartenberg stellte sich heraus, dass dort nahezu keine Spielgeräte vorhanden sind, da sich die Kinder meist selber ihre Sachen zum Spielen suchen und zusammenbauen (Tipi, Lager etc.) – „weniger ist oft mehr“. Nur ganz einfache „fertige“ Spielmöglichkeiten wie bspw. Paletten und dergleichen müssten bereitgestellt werden, da Kinder sich sehr schnell und kreativ die phantasievollsten Nutzungen und Spielmöglichkeiten ausdenken.

So wurde bald deutlich, dass auf dem gesamten Platz mobile Sitzgelegenheiten ausgelegt werden sollen (kurze Baumstämme, die sich tragen lassen).
Im oberen Teil des Spielbereichs befindet sich ein mehrstämmiger Baum, welcher sich gut für ein Baumhaus/einen Kletterbaum etc. eignen würde und vom Standort der neuen Sitzgruppe aus gut einsehbar ist. Im gepflasterten Bereich wäre eine Sitzgruppe aus Baustämmen (2 lange Stämme zum Spielbereich hin) sinnvoll. Von Seiten des Schützenvereins besteht in diesem Bereich des Platzes kein Bedarf. „Wir nutzen nur bis zum Pflaster hin, alles was dahinter stattfindet ist Ok, solange es nicht unsere Fahrwege beim Festaufbau blockiert“, stellte der Vorsitzende des Schützenvereins Gerhard Zehetner klar.

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Foto: Gemeinde Fraunberg

Der Untergrund im Spielbereich sollte möglichst naturnah befestigt werden (Hackschnitzel), da vor allem nach Regenzeiten der gesamte Bereich ziemlich matschig ist und nicht bespielt werden kann.
Die im Süden vorbeiführende Straße wurde als geringes Problem erachtet, ein Zaun wird nicht benötigt. Zäune und Barrieren, in erster Linie zum Sandabbau hin, sollten mit Totholz und Gestrüpp möglichst naturnah errichtet werden.
Im hinteren Bereich des Platzes könnten Blühpflanzen angebaut werden, so teilnehmende Eltern. Dies wäre aber beim Pflegeaufwand für den gesamten Platz zu berücksichtigen, über den im Gemeinderat noch beraten wird.

Der Schützenverein regte bei dieser Gelegenheit die Errichtung eines permanent überdachten Unterstandes an, der jedoch im „Außenbereich“ (Planungskategorie) nicht einfach zu realisieren sein wird.
Von Seiten der Gemeindeverwaltung sollen nun grundsätzliche Dinge wie Grundstücksverläufe etc. recherchiert werden. Der Gemeinderat entscheidet in einer seiner nächsten Sitzungen über die weitere Vorgehensweise. Den Platz in Ordnung bringen, das Totholz aus den Bäumen entfernen und das Gelände „waldspielplatzgerecht“ ausstatten, werden dann die nächsten Schritte sein.
Text: R.H. / A.G.

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Foto: Gemeinde Fraunberg