- Bürgerkommune Fraunberg -

30.Juni 2024

Maria Thalheim - Nach 2011 zum zweiten Male begab sich der Erzbischof von München und Freising, S.E. Reinhard Kardinal Marx nach Maria Thalheim um den Festgottesdienst zur 69sten Landkreiswallfahrt zu zelebrieren. Der hohe Besuch war sicher einer der Gründe für die vielen Gottesdienstbesucher aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus.
Stellvertretender Landrat Franz Hofstetter begrüßte den hohen Gast aufs herzlichste in Maria Thalheim und freute sich, dass nicht zuletzt zu dessen Ehren so viele hochrangige Personen aus Politik und Gesellschaft anwesend waren.
Ein besonderer Gruß ging an Ulrike Scharf, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, MDB Dr. Andreas Lenz, Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier sowie den Vorsitzenden des Bayerischen Gemeindetages für den Landkreis Erding, Taufkirchens Bürgermeister Stefan Haberl.
Die Geistlichkeit war vertreten durch Landkreisdekan Pfarrer Martin Ringhof, stellvertretender Landkreisdekan Pfarrer Michael Bayer, Pfarrverbandsleiter Pfarrer Gregor Bartkowski, Pfarrvikar Jozo Karlic, Diakon Christian Pastötter, Holzland Pfarrer Jacek Jamiolkowski und Landkreis-Jugendseelsorger Toni Emehrer.
Neben den Vertretern des Bauernstandes mit Kreisbäuerin Irmgard Posch, BBV-Kreisvorstand Jakob Maier, und deren Vorgänger Elisabeth Maier und Hans Schwimmer, konnte auch Kreishandwerksmeister Rudolf Waxenberger begrüßt werden.
Einen besonderen Gruß richtete der Stellvertreter von Landrat Martin Bayerstorfer auch an die vielen Fußwallfahrer. Er bezeichnete die Landkreiswallfahrt im Landkreis Erding als einzigartig und bescheinigte ihr, den gleichen großen Zuspruch zu haben wie zur Zeit ihrer Gründung im Jahre 1953.

Der Kardinal eröffnete den Festgottesdienst mit der Zuversicht, hier einen wunderbaren Tag erleben zu dürfen und der freudigen Erwartung, mit der Eucharistiefeier die Gottesmutter verehren zu können. Die Besonderheit von Wallfahrtsorten stellte er mit den Worten heraus: „An Wallfahrtsorten geht niemand ungetröstet wieder fort. Ich habe das persönlich schon mehrfach erfahren dürfen“.
In seiner Predigt nahm der Kardinal Bezug auf das Evangelium von der Hochzeit zu Kana (Joh 2,1–12). Schon hier zeigte sich die Mutter Gottes als Patronin, Fürsprecherin und Wegbegleitung, indem sie Jesus dazu aufforderte, der Hochzeitsgesellschaft aus einer Notlage zu helfen und für den notwendigen Wein zu sorgen. Wir wünschen uns in diesen Krisenzeiten, die geprägt durch Kriege und Vertreibung eine quasi „Zeitenwende“ darstellen, auch die Fürsprache Mariens bei ihrem Sohn, resümierte er und schlussfolgerte: „Deshalb gehen wir auch hierher nach Maria Thalheim um ihre Hilfe zu erbitten“.
Der Kardinal prangerte den Ungeist an, der in jüngster Zeit und immer wieder mehr an den Tag tritt. Er nannte die Entfremdung zwischen Juden und Christen als einen der tragischsten Momente in der Geschichte und appellierte, dies nie mehr geschehen zu lassen. „Jesus ist als gläubiger Jude am Kreuz gestorben und auch seine Mutter Maria hat darin ihre Vollendung gefunden. „Wir haben ein Jüdin zur Patronin erhoben“, konstatierte er.
Einen Teil seiner Predigt widmete er dem Schutz des Lebens und der damit einhergehenden christlichen Verantwortung. Der Schutz des Lebens ist von Beginn an unantastbar, zitierte er aus dem Grundgesetz und verneinte die Bestrebungen Berlins, hinsichtlich ungeborenen Lebens weiter zu relativieren.

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Auch dem Wandel in der Kirche schenkte er sein Augenmerk und ermunterte dazu, eine Kirche der Zukunft zu gestalten. „In der Kirche sind viele zu ängstlich vor dem Neuen, vor Überraschungen“, gab er zu bedenken und forderte dazu auf, einen Mittelweg zu finden und so an der Kirche der Zukunft zu arbeiten. Schon Maria war als Frau bereit diesen Weg zu gehen und uns den Retter zu bringen.

Landkreisdekan Pfarrer Martin Ringhof dankte Seiner Eminenz Reinhard Kardinal Marx für die mutmachenden Worte in der Predigt. Er dankte dem Wallfahrtskuratorium für die Organisation und ganz besonders den Maria Thalheimern, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dieses wunderschöne Fest stattfinden zu lassen.

Nach dem TeDeum und der „Bayernhymne“, ging‘s in einem feierlichen Auszug im Beisein der Ortsvereine und zahlreicher Fußwallfahrergruppen zurück zur Wallfahrtskirche. Hier wurde der Hohe Gast darum gebeten, sich in goldenen Büchern der Gemeinde Fraunberg und des Landkreise Erding einzutragen.
Für die musikalische Umrahmung sorgten die vereinigten Kirchenchöre des Pfarrverbandes und das Jugendblasorchester der Kreismusikschule Erding.
Text und Bild: R.H.

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