Infoveranstaltung – Großes Interesse am Modellvorhaben LANDSTADT Bestand in Fraunberg

– Bürgerkommune Fraunberg –
23. Juni 2026

Fraunberg Bürgersaal – Bürgermeister Simon Selmeier war hocherfreut, als er am 23. Juni eine große Zahl Fraunberger Bürgerinnen und Bürger am Infoabend zum neuen Modellvorhaben LANDSTADT Bestand begrüßen durfte. „Wir müssen uns nach dem Auslaufen der Dorferneuerung als Gemeinde neu aufstellen und da ist uns das Modellvorhaben des Bayerischen Bauministeriums eine willkommene Möglichkeit, Ideen und Visionen für die Ortsmitte in Fraunberg gemeinsam mit hochkarätigen Planungsbüros zu erarbeiten“ erläuterte Bürgermeister Selmeier. Mit einer 80%-Förderung und der Aussicht nach Abschluss der Rahmenplanung in die Städtebauförderung aufgenommen zu werden, sei man so seine Einschätzung auf einem guten Weg.

Bürgermeister Simon Selmeier zeigte sich erfreut über die vielen Interessierten

Insgesamt 11 Kommunen wurden im Herbst 2025 in das Modellvorhaben aufgenommen. „Als kleinste Kommune in LANDSTADT Bestand können wir stolz darauf sein, dass wir die Interessen des ländlichen Raums einbringen und vertreten“ erläuterte Dr. Klaus Zeitler, der die Infoveranstaltung moderierte.

Dr. Klaus Zeitler erläutert das Modellvorhaben

Man soll sich nicht von den Begriffen wie Landstadt oder Stadtentwicklung verwirren lassen, es gehe in Fraunberg in erster Linie um die Zukunft der Ortsmitte, auch wenn Fraunberg keine Stadt im eigentlichen Sinne ist.
Mit dem Modellvorhaben möchte die Gemeinde einen Rahmenplan ausarbeiten, der die städtebaulichen Zusammenhänge in der Ortsmitte aufzeigt und langfristige Entwicklungsperspektiven beinhaltet. In der Bewerbung hatte die Gemeinde die drei Entwicklungsaufgaben „Nachnutzung Bäckerstall“, „Querung der Strogen und Anbindung Sportplatz und Sportgelände an die Ortsmitte“ und „Nachnutzung von Flächen und großen Grundstücken in der Ortsmitte“ als vordringliche Aufgaben für die Rahmenplanung eingereicht. „Selbstverständlich gilt es nun in der eigentlichen Planungsphase darüber nachzudenken, wie die Entwicklung in Fraunberg insgesamt aussehen soll und welche zusätzlichen Schwerpunkte im öffentlichen und im privaten Bereich gesetzt werden“ führte der Architekt und Stadtplaner Daniel Stephany aus.
Daniel Stephany und seine Kollegin Eva Kreitmeir erhielten zusammen mit dem Büro die-grille – Landschaftsarchitekten den Zuschlag für die Rahmenplanung in Fraunberg für das LANDSTADT Bestand Vorhaben. Marliese Höfer, vom Büro die-grille, ging dann noch auf die Bürgerbeteiligung ein und stellte klar, dass die beiden Büros in den kommen Wochen mit den Grundstücks- und Immobilienbesitzern ins Gespräch kommen wollen, um deren Vorstellungen, mit in die Rahmenplanung einfließen zu lassen.

v.l.n.r.: Marliese Höfer, Daniel Stephany, Eva Kreitmeir, Dr. Klaus Zeitler

Die gesamte Rahmenplanung wird von einer eigenen Lenkungsgruppe organisiert, in der neben den kommunalen Mitgliedern auch die Vertreterinnen und Vertreter aus den Vereinen, dem Kulturbereich oder der Nachbarschaftshilfe mitarbeiten. „In dieser Lenkungsgruppe werden die Weichen gestellt“ erklärte Manfred Angermeier, der den Sportverein in der Gruppe vertritt. Bisher hätten bereits sieben Gruppensitzungen stattgefunden, in denen neben der Auswahl der Planungsbüros, einer gemeinsamen Ortsbegehung auch die die eigentliche Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern, die das Programm federführend für das Bauministerium betreut, erfolgt sei. „Jetzt sind wir gut aufgestellt und können uns auf den eigentlichen Planungsweg machen“ schloss der Sportvereinsvorsitzende.
Nach Abschluss der Bestandsaufnahme und den ersten Analyseschritten soll im Herbst 2026 die nächste Bürgerbeteiligung stattfinden.

Text und Bilder: Gemeinde Fraunberg und Dr. Klaus Zeitler

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