Spatenstich für den Ersatzbau des Kinderhauses St. Florian
Mit fröhlichem Gesang, feierlichem Spatenstich und leuchtenden Kinderaugen wurde der offizielle Startschuss für den Neubau des Kinderhauses St. Florian in Fraunberg gegeben.
Fraunberg – „Wer will fleißige Handwerker sehen, ei der muss zu uns hergehen“ – so begrüßten die Kinder des Kinderhauses St. Florian die geladenen Gäste zum Spatenstich. Passender hätte der Auftakt kaum sein können, schließlich werden die Kinder in den kommenden Monaten wohl die aufmerksamsten Beobachter der neuen Baustelle vor ihrer Haustür sein.
Kinderhausleiterin Anita Steinbichler blickt der Bauphase mit Vorfreude entgegen. Auch wenn der Garten zeitweise nur eingeschränkt genutzt werden kann, überwiegt die Begeisterung: „Wir haben nicht nur Glück mit der Baustelle, sondern auch damit, dass uns dieser Bau überhaupt ermöglicht wurde.“
Wirtschaftliche Lösung für die Zukunft
Bereits im Mai 2022 hatte die Gemeinde untersuchen lassen, ob eine Sanierung des bestehenden Gebäudes sinnvoll wäre. Das Ergebnis zeigte klar: Ein Neubau ist wirtschaftlicher. Ende 2024 nahmen die konkreten Planungen Fahrt auf. Nach der Festlegung des Raumprogramms im Frühjahr 2025 wurden rund 345 Quadratmeter als förderfähig anerkannt – damit ist nahezu das gesamte Gebäude zuschussfähig. Im Januar gab der Gemeinderat schließlich einstimmig grünes Licht für das Projekt.
„Die Kostenberechnung liegt bei rund drei Millionen Euro. Wir haben gute Hoffnung, diesen Rahmen halten zu können, und rechnen mit einer Förderung von grob 1,3 Millionen Euro“, betont Bürgermeister Simon Selmeier.
Durchdachte Architektur und regionale Handwerkskunst
Der vom Architekten Bernhard Englmeier geplante Neubau umfasst rund 400 Quadratmeter Nutzfläche. Neben gemeinschaftlichen Bereichen erhalten die einzelnen Gruppen eigene Gartenflächen für ruhigere Aktivitäten. Optisch orientiert sich der Ersatzbau am ursprünglichen Bestand – inklusive Holzfassade und flachem Satteldach.
Besonders erfreulich ist die starke Einbindung heimischer Betriebe: Aufträge gingen unter anderem an das Fraunberger Bauunternehmen Käsmaier, das Tiefbauunternehmen Hörhammer aus der Gemeinde sowie die Zimmerei Schlehhuber aus Mauggen. „Es freut uns immer sehr, wenn wir einheimische Firmen beauftragen können“, so Bürgermeister Selmeier.
Ein Gemeinschaftswerk für die Kleinsten
Ein besonderer Dank galt beim Spatenstich Diakon Christian Pastötter, der das Projekt von Beginn an maßgeblich mit angeschoben hat, sowie Altbürgermeister Hans Wiesmaier, in dessen Amtszeit die ersten Weichen gestellt wurden. „In Fraunberg wird die Zukunft in die Hand genommen“, so Wiesmaier rückblickend.
Während die Erwachsenen noch Zahlen und Pläne besprechen, freuen sich die Kinderhaus-Kinder vor allem auf eines: Tag für Tag aus nächster Nähe mitzuerleben, wie ihr neues Kinderhaus Stück für Stück wächst.