– Bürgerkommune Fraunberg –
12. April 2026
Pillkofen – Auf eine starke Gemeinschaftsleistung kann die Gemeinde Fraunberg zurückblicken. Seit dem Spatenstich am 11. April 2025 konnte sie ein Jahr später die Eröffnung des Bauhofes der Gemeinde Fraunberg im Gewerbegebiet in Pillkofen feiern.
Bürgermeister Hans Wiesmaier zeigte sich stolz über das Erreichte und nannte es einen großen Tag für die Gemeinde Fraunberg. Den entstandenen Bauhof sah er als Ergebnis von vielen Gemeinsamkeiten und Innovationen, das den Anforderungen heutiger Gemeindearbeit gerecht werden kann. Die aktuellen vier Gemeindearbeiter haben ein breites Aufgabenpensum zu absolvieren, das von einer Gemeinde mit 42 km2 Fläche, 110 km Gemeindestraßen, 30 km Entwässerungsgräben, Spielplätzen, gemeindlicher Friedhof, Wege, Brücken, Grünanlagen, dem anfallenden Winterdienst uvm. vorgegeben wird.
In seiner Begrüßung stellte der Bürgermeister die vielen „guten Hände, Geister und Seelen“ heraus, die beim Gelingen mitgeholfen haben.

An erster Stelle Landrat Martin Bayerstorfer mit seinem Stellvertreter Franz Hofstetter. In seiner Eigenschaft als Landrat zeichnete Bayerstorfer für die Entstehung des benachbarten neuen Recyclinghofes verantwortlich. Ein besonderer Gruß ging auch an den Oberbürgermeister der Stadt Erding, Max Gotz, und an den Bürgermeister der Gemeinde Kirchberg, Dieter Neumaier. Ebenso an Diakon Christian Pastötter, die Bürgermedaillenträger der Gemeinde Fraunberg, den ehemaligen Kreisrat Dr. Egon Lechner sowie an verantwortliche in den zuständigen Ressorts im Landratsamt Erding. Ein besonderer Gruß ging auch an 2. Bürgermeister Hans Rasthofer, 3. Bürgermeisterin Anna Gfirtner, den amtierenden und den nachfolgenden Gemeinderat und natürlich an den nachfolgenden Bürgermeister Simon Selmeier, der in besonderer Weise in die Entstehung des Bauhofes eingebunden war.
Der Bürgermeister stellte die Verwaltungen des Landratsamtes und die seiner Gemeinde Fraunberg heraus, welche in hervorragender Weise zusammengearbeitet haben. Hervorgehoben wurden auch Verwaltungsleiterin Tanja Göbl und ihr Stellvertreter Friedhelm Eugel, der als Vorstand des Kommunalunternehmens das Werk betreute sowie vom Landratsamt Andreas Neumaier, der in seiner Eigenschaft als Fachbereichsleiter Abfallwirtschaft im Landratsamt Erding die Koordination beim Recyclinghof übernahm.
Ein besonderer Gruß ging ebenso an die beteiligten Firmen, allen voran die Fa. Hasnbau aus Neuching, die als quasi Generalunternehmer tätig war sowie an die beteiligten Firmen aus dem Gemeindebereich. Als Bauherrenvertretung fungierte die KFB Reuth, die durch Geschäftsführerin Stefanie Rüger vertreten war und ebenfalls besonders begrüßt wurde.
Bürgermeister Hans Wiesmaier betonte, dass durch das Kommunalunternehmen in Zusammenarbeit mit dem KFB Baumanagement die Baunebenkosten auf etwa 8% gedrückt werden konnten, im Normalfall lägen sie bei öffentlichen Bauvorhaben dieser Größenordnung im Bereich von 30% bis 35%.
Durch eine vorausgehende Potentialanalyse für energetische Versorgung, wurde eruiert, wie der neue Bauhof der Gemeinde Fraunberg am effektivsten und zugleich umweltschonendsten betrieben werden kann. Im Ergebnis präsentiert er sich nun als energieautark, durch eine Hackschnitzelheizung, die von im Betrieb anfallenden Holzresten gespeist wird und einer PV-Anlage auf dem Dach des Gebäudes mit Batteriespeicher.
Die Halle des Bauhofes war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die anwesenden Gäste wurden aufs Beste durch Reichenkirchner Vereine, im Besonderen die Freiwillige Feierwehr Reichenkirchen, die Frohsinnschützen Reichenkirchen und die Sportgemeinschaft Reichenkirchen, mit Speis und Trank verpflegt.

Landrat Martin Bayerstorfer überbrachte ein großes Lob an die Gemeinde Fraunberg, der es gelungen ist, in hervorragender Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, zwei neue wichtige Einrichtungen zu schaffen.

Im Hinblick auf den neuen Recyclinghof, der vom Landratsamt betrieben wird, erinnerte er an die Entwicklung bei der Müllentsorgung. Der neue Recyclinghof demonstriert die Fortschritte auf diesem Gebiet, das bis 1968 noch in Gemeindehand war und damals in erster Linie durch Schuttgruben im Land verstreut geprägt war.
Stefanie Rüger, Geschäftsführerin der KFB Reuth, nannte das Ergebnis Bauhof der Gemeinde Fraunberg ein „Schmuckkästlein“. Sie beglückwünschte die Gemeinde Fraunberg zu dem Schritt, ein Kommunalunternehmen gegründet zu haben.

Dieses sah sie als Grundlage dafür, dass der gesteckte Kosten- und Zeitrahmen eingehalten werden konnte. Sie hob alle Entscheider heraus, die in den anfallenden Verwaltungsratssitzungen ein „gutes Miteinander“ an den Tag legten und das Projekt vorantrieben.

Martin Schwarzenbeck, Inhaber der Fa. Hasnbau, bezeichnete es als eine Ehre diesen Auftrag bekommen zu haben. Er bedankte sich bei seinem Bauleiter Markus Lex, der sich wie er selbst den Auftrag zu eigen machte um noch in dieser Amtsperiode den Bau und die gesamte Anlage fertig zu stellen.

Mit einem weinendem Auge sah er jedoch auf seinen langjährigen Mitarbeiter Simon Selmeier, der beim Projekt Bauhof noch verantwortlich mitwirkte, der jedoch seine Firma verlässt und ab 1. Mai 2026 das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Fraunberg übernehmen wird.
Nach den Ansprachen segnete Diakon Christian Pastötter die Anlagen Bauhof Gemeinde Fraunberg und Recyclinghof Reichenkirchen.

Möge der neu Bauhof der Gemeinde Fraunberg und der Recyclinghof Reichenkirchen unsere Kommune weiter nach vorne bringen und zum Wohle unserer Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger beitragen.

Text u. Foto: R.H.

